Kraftwerk Gamp in neuem Glanz
Salzburg- Das neue Wasserkraftwerk Gamp an der Salzach wurde am 28. Juni 2007, feierlich eröffnet. Die Salzburg AG hat die Anlage bei Hallein im Jahr 2004 von der Papier- und Zellstofffabrik M-realübernommen, großteils abgetragen und nach neuestem Stand der Technik wieder errichtet. Mit einer jährlichen Erzeugung von rund 53 Mio. kWh Strom - das entspricht dem Bedarf von etwa 15.200 Haushalten - leistet das Kraftwerk einen wichtigen Beitrag zur umweltfreundlichen Energieversorgung der Region. Durch umfangreiche Begleitmaßnahmen wurde die ökologische Bilanz der Kraftwerksumgebung erhöht. In das Kraftwerk investierte die Salzburg AG rund 37 Millionen Euro.
Dr. Othmar Raus, Landeshauptmann-Stellvertreter und Vorsitzender des Aufsichtsrates der Salzburg AG: "Durch die Erneuerung des Kraftwerkes Gamp erhöht die Salzburg AG die Eigenproduktion und verringert somit die Abhängigkeit von den internationalen Strommärkten. Deshalb wollen wir hier in Salzburg die saubere Wasserkraft weiterhin fördern und weiter ausbauen." Auch Halleins Bürgermeister Dr. Christian Stöckl ist stolz:"Ich freue mich, dass die Salzburg AG in das Kraftwerk investiert hat. Mit zwei emissionsfreien Wasserkraftwerken, der neuen Anlage hier und weiter flussabwärts dem Kraftwerk Sohlstufe Hallein, leistet unsere Stadt einen wichtigen Beitrag zur CO2-Reduktion und zum Klimaschutz."
Über den Zuwachs in der Kraftwerksfamilie freut sich Dr. Arno Gasteiger, Sprecher des Vorstandes der Salzburg AG: "Mit dem Kraftwerk Gamp erhöht sich unser Kraftwerkspark auf 26 Wasserkraftwerke. Wasserkraft stellt nach wie vor die wirtschaftlichste Form der erneuerbaren Energieerzeugung dar. Die Neugestaltung hier in Gamp zeigt wieder einmal mehr, dass moderne Wasserkraftwerksprojekte ökologisch verträglich umgesetzt werden können." Gasteiger zitierte auch den Geschäftsführer derösterreichischen Energie-Control GmbH DI Walter Bolz, der sich kürzlich für einen weiterhin starken Ausbau der mittleren und großen Wasserkraft ausgesprochen habe, weil dies für den Klimaschutz am meisten bringen würde.
Modernste Technik
Zukünftig werden mit dem neuen Kraftwerk Gamp/Hallein jährlich ca. 53,38 Mio. kWh Strom - das entspricht dem Bedarf von etwa 15.200 Haushalten - erzeugt. "Durch die Revitalisierung konnten wir mit einem vertretbaren Investitionsvolumen von rund 37 Millionen Euro die Leistung der Anlage mehr als verdoppeln und das Kraftwerk auf den neuesten Stand der Technik bringen", sagt Salzburg AG-Vorstand Mag. August Hirschbichler. Die Ausbauleistung des Kraftwerkes wurde von 3.700 Kilowatt auf 8.580 Kilowatt gesteigert.
Aus Alt mach Neu
Das Salzachkraftwerk Gamp/Hallein wurde ursprünglich 1928 am Fabrikgelände der damaligen Papierfabrik der "The Kellner Partington Paper Pulp Co Limited, Manchester" erbaut. Das Kraft-haus befand sich am rechten Ufer und hatte vier Kaplanturbinen. Ein Großteil der Anlagenteile befand sich in einem äußerst sanierungsbedürftigen Zustand. Im September 2004 erwarb die Salzburg AG die Wehranlage von der M-real Hallein AG, um eine Revitalisierung der Kraftwerks-anlage inklusive eines Neubaus des Krafthauses am linken Ufer durchzuführen. Mit der Sanierung wurde im Juli 2005 begonnen.
Ökologisch verträglicher Kraftwerksbau
"Von Beginn an war es uns ein großes Anliegen, bei der Revitalisierung des Salzachkraftwerkes Gamp auf die Umgebung und die Umwelt zu achten. Ökologisch wertvolle Flächen wie Auwälder und ehemalige Altarme der Salzach wurden geschont und in die Planung integriert", erläutert DI Bernd Stögner, Salzburg AG-Bereichsleiter für Sonderprojekte. "Als ökologische Ausgleichsmaß-nahmen wurden ein Fischweg, ein über 200 m2 großes Amphibienlaichgewässer sowie eine Flutmulde im Oberwasserbereich eingerichtet. Bereits vor Baubeginn wurden die Wurzelstöcke der Silberweiden im Baugebiet geborgen und nach entsprechender Lagerung wieder vor Ort eingesetzt. Im Unterwasser wurden Kiesflächen angelegt, die von seltenen und bedrohten Pflanzenarten (z. B. Uferreitgras) besiedelt werden können. In diesem Bereich wird auch die Wiederansiedlung der Deutschen Tamariske, einer hochgefährdeten Pionierpflanze, versucht."
Rutsche für Fische
Als besonders modern und effizient gilt der neu integrierte Fischweg. Um die Fische zum Einstieg zu leiten, wird ihr natürlicher Instinkt, gegen den Strom zu schwimmen, mit einem künstlichen "Lockstrom" im Bereich des Turbinenauslaufs genutzt. Eine zusätzliche Rampe erleichtert das Auffinden des relativ kleinen Einstiegs. Der technische Teil dient der Überwindung der Höhendifferenz von 6,30 m. Der naturnahe Bereich dient nicht nur als Wanderweg, sondern auch als Lebensraum. Eine Wassermenge von 400 l/s garantiert eine ausreichende Wasserführung. Der Fischweg dient jedoch nur begrenzt der Abwärtswanderung. Als Fischabstieg wurde österreich-weit erstmalig eine Bypass-Leitung im Wehrpfeiler mitverlegt. Im Anschluss an eine in ca. 1,5 m unterhalb des Stauzieles liegende Rohröffnung werden die Fische über eine "Rutsche" in das Unterwasser verdriftet. Die Ausmündung liegt knapp oberhalb des Wasserspiegels, damit die Tiere diese Passage unversehrt überstehen.
Technische Daten zum Kraftwerk Gamp/Hallein
TECHNISCHE DATEN
Ausbauleistung 8.580 KW (früher: 3.700 kW) Regelarbeitsvermögen 53,38 Mio. kWh (früher: ca. 25 Mio. kWh) Stauziel 448,72 m ü.A. Fallhöhe 6,30 m Hochwassersicherheit HQ100 (100-jähriger Wahrscheinlichkeit) 1.580 m3/s WEHRANLAGE Anzahl der Wehrfelder: 4 Stück
3 Hauptwehrfelder - Klappenverschlüsse 1 Nebenwehrfeld -Segmentverschlüsse
Durchflussbreite je Wehrfeld
Hauptwehrfeld 26,75 m Nebenwehrfeld 10,00 m Wehrfeldhöhe (ca.)
Hauptwehrfeld 4,90 m Nebenwehrfeld 5,50 m
TURBINEN Anzahl der Maschinensätze 2
Turbinentyp Kaplan-PIT-Turbinen
FISCHWEG
Gesamtlänge 245 m Länge des technischen Teils (vertical-slot) 120 m Länge des naturnahen Baches 125 m Normaldotation des kombinierten Fischweges 400 l/s Notdotation bei Staulegung mind. 50 l/s
ALLGEMEINES
Bauzeit Juli 2005 - April 2007 Inbetriebnahme Mai 2007
Investitionskosten ca. 37 Mio. Euro
Dr. Othmar Raus, Landeshauptmann-Stellvertreter und Vorsitzender des Aufsichtsrates der Salzburg AG: "Durch die Erneuerung des Kraftwerkes Gamp erhöht die Salzburg AG die Eigenproduktion und verringert somit die Abhängigkeit von den internationalen Strommärkten. Deshalb wollen wir hier in Salzburg die saubere Wasserkraft weiterhin fördern und weiter ausbauen." Auch Halleins Bürgermeister Dr. Christian Stöckl ist stolz:"Ich freue mich, dass die Salzburg AG in das Kraftwerk investiert hat. Mit zwei emissionsfreien Wasserkraftwerken, der neuen Anlage hier und weiter flussabwärts dem Kraftwerk Sohlstufe Hallein, leistet unsere Stadt einen wichtigen Beitrag zur CO2-Reduktion und zum Klimaschutz."
Über den Zuwachs in der Kraftwerksfamilie freut sich Dr. Arno Gasteiger, Sprecher des Vorstandes der Salzburg AG: "Mit dem Kraftwerk Gamp erhöht sich unser Kraftwerkspark auf 26 Wasserkraftwerke. Wasserkraft stellt nach wie vor die wirtschaftlichste Form der erneuerbaren Energieerzeugung dar. Die Neugestaltung hier in Gamp zeigt wieder einmal mehr, dass moderne Wasserkraftwerksprojekte ökologisch verträglich umgesetzt werden können." Gasteiger zitierte auch den Geschäftsführer derösterreichischen Energie-Control GmbH DI Walter Bolz, der sich kürzlich für einen weiterhin starken Ausbau der mittleren und großen Wasserkraft ausgesprochen habe, weil dies für den Klimaschutz am meisten bringen würde.
Modernste Technik
Zukünftig werden mit dem neuen Kraftwerk Gamp/Hallein jährlich ca. 53,38 Mio. kWh Strom - das entspricht dem Bedarf von etwa 15.200 Haushalten - erzeugt. "Durch die Revitalisierung konnten wir mit einem vertretbaren Investitionsvolumen von rund 37 Millionen Euro die Leistung der Anlage mehr als verdoppeln und das Kraftwerk auf den neuesten Stand der Technik bringen", sagt Salzburg AG-Vorstand Mag. August Hirschbichler. Die Ausbauleistung des Kraftwerkes wurde von 3.700 Kilowatt auf 8.580 Kilowatt gesteigert.
Aus Alt mach Neu
Das Salzachkraftwerk Gamp/Hallein wurde ursprünglich 1928 am Fabrikgelände der damaligen Papierfabrik der "The Kellner Partington Paper Pulp Co Limited, Manchester" erbaut. Das Kraft-haus befand sich am rechten Ufer und hatte vier Kaplanturbinen. Ein Großteil der Anlagenteile befand sich in einem äußerst sanierungsbedürftigen Zustand. Im September 2004 erwarb die Salzburg AG die Wehranlage von der M-real Hallein AG, um eine Revitalisierung der Kraftwerks-anlage inklusive eines Neubaus des Krafthauses am linken Ufer durchzuführen. Mit der Sanierung wurde im Juli 2005 begonnen.
Ökologisch verträglicher Kraftwerksbau
"Von Beginn an war es uns ein großes Anliegen, bei der Revitalisierung des Salzachkraftwerkes Gamp auf die Umgebung und die Umwelt zu achten. Ökologisch wertvolle Flächen wie Auwälder und ehemalige Altarme der Salzach wurden geschont und in die Planung integriert", erläutert DI Bernd Stögner, Salzburg AG-Bereichsleiter für Sonderprojekte. "Als ökologische Ausgleichsmaß-nahmen wurden ein Fischweg, ein über 200 m2 großes Amphibienlaichgewässer sowie eine Flutmulde im Oberwasserbereich eingerichtet. Bereits vor Baubeginn wurden die Wurzelstöcke der Silberweiden im Baugebiet geborgen und nach entsprechender Lagerung wieder vor Ort eingesetzt. Im Unterwasser wurden Kiesflächen angelegt, die von seltenen und bedrohten Pflanzenarten (z. B. Uferreitgras) besiedelt werden können. In diesem Bereich wird auch die Wiederansiedlung der Deutschen Tamariske, einer hochgefährdeten Pionierpflanze, versucht."
Rutsche für Fische
Als besonders modern und effizient gilt der neu integrierte Fischweg. Um die Fische zum Einstieg zu leiten, wird ihr natürlicher Instinkt, gegen den Strom zu schwimmen, mit einem künstlichen "Lockstrom" im Bereich des Turbinenauslaufs genutzt. Eine zusätzliche Rampe erleichtert das Auffinden des relativ kleinen Einstiegs. Der technische Teil dient der Überwindung der Höhendifferenz von 6,30 m. Der naturnahe Bereich dient nicht nur als Wanderweg, sondern auch als Lebensraum. Eine Wassermenge von 400 l/s garantiert eine ausreichende Wasserführung. Der Fischweg dient jedoch nur begrenzt der Abwärtswanderung. Als Fischabstieg wurde österreich-weit erstmalig eine Bypass-Leitung im Wehrpfeiler mitverlegt. Im Anschluss an eine in ca. 1,5 m unterhalb des Stauzieles liegende Rohröffnung werden die Fische über eine "Rutsche" in das Unterwasser verdriftet. Die Ausmündung liegt knapp oberhalb des Wasserspiegels, damit die Tiere diese Passage unversehrt überstehen.
Technische Daten zum Kraftwerk Gamp/Hallein
TECHNISCHE DATEN
Ausbauleistung 8.580 KW (früher: 3.700 kW) Regelarbeitsvermögen 53,38 Mio. kWh (früher: ca. 25 Mio. kWh) Stauziel 448,72 m ü.A. Fallhöhe 6,30 m Hochwassersicherheit HQ100 (100-jähriger Wahrscheinlichkeit) 1.580 m3/s WEHRANLAGE Anzahl der Wehrfelder: 4 Stück
3 Hauptwehrfelder - Klappenverschlüsse 1 Nebenwehrfeld -Segmentverschlüsse
Durchflussbreite je Wehrfeld
Hauptwehrfeld 26,75 m Nebenwehrfeld 10,00 m Wehrfeldhöhe (ca.)
Hauptwehrfeld 4,90 m Nebenwehrfeld 5,50 m
TURBINEN Anzahl der Maschinensätze 2
Turbinentyp Kaplan-PIT-Turbinen
FISCHWEG
Gesamtlänge 245 m Länge des technischen Teils (vertical-slot) 120 m Länge des naturnahen Baches 125 m Normaldotation des kombinierten Fischweges 400 l/s Notdotation bei Staulegung mind. 50 l/s
ALLGEMEINES
Bauzeit Juli 2005 - April 2007 Inbetriebnahme Mai 2007
Investitionskosten ca. 37 Mio. Euro