Konrad –Lorenz– Preis an Greenpeace
Die Verleihung fand im naturhistorischen Museum in Wien statt, wo Prof. Bernd Lötsch, der auch ein Vertreter der Jury war, als Hausherr zahlreiche Gäste, darunter viele ehemalige Greenpeaceaktivisten, begrüßte. Umwelt– und „Lebensminister„ Josef Pröll überreichte den renommierten Preis an Wolfgang Pekny, langjährigen Aktivist und auch Initiator zahlreicher Greenpeacekampagnen. „Wir freuen uns sehr über diese Auszeichnung und nehmen den Preis gerne entgegen – das Preisgeld verwenden wir aber nicht für uns. Greenpeace finanziert sich ausschließlich durch Einzelspenden und nimmt keine staatlichen Mittel oder Geld von Unternehmen an. Daher stellen wir das gesamte Preisgeld für eine Attac–Veranstaltung im Herbst zur Verfügung, in der Impulse für die Zivilgesellschaft in Osteuropa gesetzt werden sollen", erklärte Pekny, der den Preis gemeinsam mit Gerd Leipold, Direktor von Greenpeace International entgegen nahm.
Die Laudatio hielt Dr. Wilfried Stadler von der Investkredit . Der aufzeigte, wie Umweltschutz und Wirtschaft auch zusammenfinden können. Der erste Greenpeace–Einsatz fand 1971 zur Rettung von Seelöwen vor geplanten Atomversuchen in Alaska statt. Greenpeace Österreich wurde 1983 gegründet, und tritt unter anderem für eine Anti–Atompolitik, für nachhaltige Wald– und Forstwirtschaft ohne Importe von Holz aus Urwaldgebieten sowie für den Artenschutz ein. „Mit der Verleihung des Staatspreises an Greenpeace soll im Sinn des österreichischen Nobelpreisträgers Lorenz der unablässige Kampf und das Einmalige in der Natur besonders gewürdigt werden!„, stellte Minister Pröll fest.
In den letzten 20 Jahren hat Greenpeace in Österreich zahlreiche Erfolge für den Umweltschutz errungen: Nach jahrelangen Aktionen wurde die giftige Chlorbleiche in der Papierindustrie eingestellt – die Flüsse sind heute wieder sauber. Weich–PVC–Spielzeug für Kleinkinder wurde verboten, die Ozonschicht–Killer FCKW und H–FKW in Kühlschränken wurden zum Großteil durch harmlosere Stoffe ersetzt. Greenpeace und andere Organisationen erreichten Dank der 1,2 Millionen Unterschriften beim Gentechnik–Volksbegehren, dass Österreich bis heute Gentechnik–frei ist. Kampagnen gegen die Risiko–Atommeiler der östlichen Nachbarstaaten konnten die Atom–Gefahren zwar nicht aus der Welt schaffen, Reaktoren werden aber früher abgeschaltet und die Atomindustrie kann auch dort heute nicht mehr unumstritten agieren.
Die Organisation hat heute rund 80 hauptberufliche Mitarbeiter in Österreich und drei Zweigstellen in Osteuropa. Allein in Wien ist Greenpeace mit rund 60 Arbeitnehmern größter Arbeitgeber im 5. Bezirk. Mehr als 185.000 Förderer in Österreich spendeten 2003 rund 8,5 Millionen Euro. Hunderte freiwillige Aktivisten und Helfer sowie Kinder– und Jugendgruppen in ganz Österreich unterstützen Greenpeace seit 20 Jahren.
Prof. Lötsch bedankte sich für die Zivilcourage und sagte abschließend: „Was wir uns jetzt noch vom Minister wünschen sind niedrigere Durchleitungstarife für Ökostrom und höhere Durchleitungstarife für Transit–LKWs!„
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Die Laudatio hielt Dr. Wilfried Stadler von der Investkredit . Der aufzeigte, wie Umweltschutz und Wirtschaft auch zusammenfinden können. Der erste Greenpeace–Einsatz fand 1971 zur Rettung von Seelöwen vor geplanten Atomversuchen in Alaska statt. Greenpeace Österreich wurde 1983 gegründet, und tritt unter anderem für eine Anti–Atompolitik, für nachhaltige Wald– und Forstwirtschaft ohne Importe von Holz aus Urwaldgebieten sowie für den Artenschutz ein. „Mit der Verleihung des Staatspreises an Greenpeace soll im Sinn des österreichischen Nobelpreisträgers Lorenz der unablässige Kampf und das Einmalige in der Natur besonders gewürdigt werden!„, stellte Minister Pröll fest.
In den letzten 20 Jahren hat Greenpeace in Österreich zahlreiche Erfolge für den Umweltschutz errungen: Nach jahrelangen Aktionen wurde die giftige Chlorbleiche in der Papierindustrie eingestellt – die Flüsse sind heute wieder sauber. Weich–PVC–Spielzeug für Kleinkinder wurde verboten, die Ozonschicht–Killer FCKW und H–FKW in Kühlschränken wurden zum Großteil durch harmlosere Stoffe ersetzt. Greenpeace und andere Organisationen erreichten Dank der 1,2 Millionen Unterschriften beim Gentechnik–Volksbegehren, dass Österreich bis heute Gentechnik–frei ist. Kampagnen gegen die Risiko–Atommeiler der östlichen Nachbarstaaten konnten die Atom–Gefahren zwar nicht aus der Welt schaffen, Reaktoren werden aber früher abgeschaltet und die Atomindustrie kann auch dort heute nicht mehr unumstritten agieren.
Die Organisation hat heute rund 80 hauptberufliche Mitarbeiter in Österreich und drei Zweigstellen in Osteuropa. Allein in Wien ist Greenpeace mit rund 60 Arbeitnehmern größter Arbeitgeber im 5. Bezirk. Mehr als 185.000 Förderer in Österreich spendeten 2003 rund 8,5 Millionen Euro. Hunderte freiwillige Aktivisten und Helfer sowie Kinder– und Jugendgruppen in ganz Österreich unterstützen Greenpeace seit 20 Jahren.
Prof. Lötsch bedankte sich für die Zivilcourage und sagte abschließend: „Was wir uns jetzt noch vom Minister wünschen sind niedrigere Durchleitungstarife für Ökostrom und höhere Durchleitungstarife für Transit–LKWs!„
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