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„Konferenz der Verschmutzer“: Rekordzahl an Fossillobbyisten überrollt COP30 in Brasilien

15.11.2025

1.600 Lobbyisten sind bei der Klimakonferenz

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© Strange Happenings pexels.com

 

Belém .Die Klimakonferenz COP30 steht unter massivem Druck, nachdem neue Analysen belegen, dass mehr als 1.600 Lobbyist:innen der fossilen Industrie Zugang zu den Verhandlungen erhalten haben. Damit ist jede 25. Person in Belém ein Vertreter der Branche, die maßgeblich zur Klimakrise beiträgt. Noch nie seit Beginn der Auswertungen durch die zivilgesellschaftliche Koalition Kick Big Polluters Out (KBPO) war der Anteil so hoch.

Die Fossillobby übertrifft damit nahezu alle Länderdelegationen – lediglich Gastgeber Brasilien entsendet mehr Teilnehmer. Im Vergleich zum Vorjahr stieg ihre Präsenz um 12 Prozent. KBPO spricht von einem „beispiellosen Maß an Einflussnahme“ und fordert endlich verbindliche Regeln, um Unternehmen mit klaren Interessenskonflikten aus den Klimaverhandlungen auszuschließen.
 

Die Auswertung zeigt extreme Ungleichgewichte:
– Fossile Lobbyist:innen sind fast 50-mal stärker vertreten als die Delegation der Philippinen, die zeitgleich von schweren Taifunen verwüstet werden.
– Sie erhielten zwei Drittel mehr Zugänge als die zehn verwundbarsten Staaten zusammen.
– Viele Einflussnehmer reisen über große Branchenverbände oder über inoffizielle „Overflow“-Akkreditierungen an, die tiefe Einblicke in interne Verhandlungen erlauben.
– Auch Regierungen des Globalen Nordens schleusten Konzernvertreter in ihre Delegationen – darunter Frankreich, Japan und Norwegen.

Zivilgesellschaftliche Gruppen reagieren empört. „Man kann ein Problem nicht lösen, indem man jene stärkt, die es verursacht haben“, kritisiert Jax Bongon von IBON International. Die wachsende Präsenz der Branche sei ein Hohn für jene Gemeinschaften, die unter Fluten, Dürren und Stürmen leiden.

2025 zählt bereits zu den heißesten Jahren der Geschichte, während fossile Konzerne gleichzeitig Milliarden in neue Öl- und Gasprojekte investieren. Für viele Aktivist:innen wird der Zusammenhang klarer denn je: Die Untätigkeit der Verhandlungen und die Macht der Fossillobby sind zwei Seiten derselben Krise.

Obwohl COP30 als „Umsetzungs-COP“ angekündigt wurde, droht die inhaltliche Arbeit von der übermächtigen Industriepräsenz überlagert zu werden. Brasilien hatte das Treffen als entscheidenden Moment positioniert, um den 1,5-Grad-Pfad und neue Klimafinanzierung voranzubringen – doch die Realität in Belém zeigt ein anderes Bild.

KBPO und zahlreiche Verbündete fordern daher verbindliche Regeln zu Interessenkonflikten, volle Transparenz über Finanzierung und eine echte Stärkung der Stimmen jener, die am stärksten von der Klimakrise betroffen sind.

Solange Big Polluters an den Verhandlungstischen sitzen, bleibt der Weg zu echter Klimagerechtigkeit blockiert, warnen die Organisationen.

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15.11.2025 | Autor*in: Doris Holler-Bruckner
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