Kohlendioxid–Emissionen des Verkehrs in Österreich seit 1990 um 62 Prozent gestiegen!
VCÖ (Wien, 5. November 2004) – Österreichs Verkehrspolitik hat beim Klimaschutz bisher völlig versagt, kritisiert der VCÖ. Seit dem Jahr 1990 sind die CO2–Emissionen des Verkehrs in Österreich um 62 Prozent gestiegen! Der Verkehr verursacht bereits mehr Kohlendioxid–Emissionen als die Industrie. Der VCÖ fordert die rasche Umsetzung eines Klimaschutzpaketes im Verkehrsbereich. Der Öffentliche Verkehr ist nach dem Schweizer Vorbild zu verbessern und Regionalbahnen sollen stärker für den Güterverkehr benutzt werden. „Österreichs Verkehrspolitik kann im Bereich Klimaschutz nur mit Nicht Genügend benotet werden!
Im Vergleich zum Jahr 1990 verursacht der Verkehr heute um 8 Millionen Tonnen mehr Kohlendioxid
Die Zunahme der Schadstoffe des Verkehrs ist Schuld daran, dass sich Österreich immer weiter von den Kyoto–Klimazielen entfernt„, stellt DI Wolfgang Rauh vom VCÖ–Forschungsinstitut anlässlich der heute erfolgten Unterzeichung des Kyoto–Protokolls durch Russlands Präsident Putin fest. Damit kann das Kyoto–Protokoll in Kraft treten.
Österreich hat sich verpflichtet, bis zum Jahr 2010 seine Treibhausgas–Emissionen gegenüber 1990 um 13 Prozent zu verringern. Tatsächlich sind die Treibhausgas–Emissionen in Österreich seither aber um 6,6 Millionen Tonnen CO2–Äquivalente gestiegen (Zunahme 8,5 Prozent). Im Verkehrsbereich beträgt die Zunahme sogar 8 Millionen Tonnen! „Der Verkehr macht die zum Teil sehr teuren Einsparungen in anderen Sektoren zunichte„, betont VCÖ–Experte Rauh.
Der VCÖ fordert mehr Investitionen in den Öffentlichen Verkehr. „Österreich braucht mehr Bus– und Bahnverbindungen. Die bereits vorbildhafte Schweiz erhöht ab Mitte Dezember nochmals die Zahl der Verbindungen, führt einen Halbstundentakt zwischen den wichtigsten Verbindungen ein und kürzt die Fahrzeiten„, verweist VCÖ–Experte Rauh auf das Vorbild Schweiz. Zudem fordert der VCÖ, dass Regionalbahnen stärker für den Güterverkehr verwendet werden.
Österreich hat sich verpflichtet, bis zum Jahr 2010 seine Treibhausgas–Emissionen gegenüber 1990 um 13 Prozent zu verringern. Tatsächlich sind die Treibhausgas–Emissionen in Österreich seither aber um 6,6 Millionen Tonnen CO2–Äquivalente gestiegen (Zunahme 8,5 Prozent). Im Verkehrsbereich beträgt die Zunahme sogar 8 Millionen Tonnen! „Der Verkehr macht die zum Teil sehr teuren Einsparungen in anderen Sektoren zunichte„, betont VCÖ–Experte Rauh.
Der VCÖ fordert mehr Investitionen in den Öffentlichen Verkehr. „Österreich braucht mehr Bus– und Bahnverbindungen. Die bereits vorbildhafte Schweiz erhöht ab Mitte Dezember nochmals die Zahl der Verbindungen, führt einen Halbstundentakt zwischen den wichtigsten Verbindungen ein und kürzt die Fahrzeiten„, verweist VCÖ–Experte Rauh auf das Vorbild Schweiz. Zudem fordert der VCÖ, dass Regionalbahnen stärker für den Güterverkehr verwendet werden.
VCÖ: Entwicklung CO2–Emissionen in Österreich in Millionen Tonnen
Quelle: Umweltbundesamt, VCÖ 2004
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