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Klimawandel und Wald der Österreichischen Bundesforste

21.08.2020

Einblick in den Vortrag von Diplomingenieurin Martina Schwantzer beim Solarstammtisch von EUROSOLAR AUSTRIA

ja © Archiv
ja © Archiv
Wien, 20.08.2020. Diplomingenieurin Martina Schwantzer (Österreichische Bundesforste, bewirtschaften 15% des österreichischen Waldes) referierte beim Solarstammtisch von EUROSOLAR AUSTRIA zum Thema „Klimawandel und Wald“. Der Wald ist durch den Klimawandel immer stärker beeinflusst. Man plant fristig und weiß nicht, wie das Klima in 1000 Jahren sein wird. Allerdings muss man schon heute Bäume pflanzen, die mit dem Klima über 100 Jahre zurechtkommen. Gemeinsam mit BOKU und WWF haben sich die Bundesforste auf Bestockungsziele beim Szenario 2°C+ konzentriert.
In den letzten 10 Jahren waren die 7 heißesten Sommer der Messgeschichte. Im Jahr 2018 fielen rund 5,2 Mio. fm Schadholz an. Davon allein 3,3 Mio. fm im niederösterreichischen Waldviertel. In Summe wurden 19,9 Mio. fm geerntet.

Hauptproblem

Das Hauptproblem sind der Klimawandel, die Trockenheit und Klimaschäden. Dadurch kommt es auch zu einem Überangebot an Holz und einem Preisverfall. Auf 70% der Flächen der Bundesforste wird die Tanne durch Wildverbiss nicht groß. Neben dem Klimawandel stellt dies auch ein Problem für den Schutzwald dar. „Wenn Eiche und Tanne durch Naturverjüngung wachsen, dann ist der Wald gesund.“
Im Wald der Österreichischen Bundesforste sind Fichten sehr anfällig, dann folgen auf der Skala nach Unten Buche, Lärche, Tanne, Eiche sowie Kiefer. Douglasie ist ein Neophyt und auf Grund von Kalkböden für die Bundesforste keine wahre Alternative.

Chancen

Der Klimawandel bietet aber auch die Chancen auf Änderung der Zusammensetzung der Baumarten. Die Diversität ist im Jungbestand der Bundesforste bereits gegeben. Im vom Klimawandel geplagten Waldviertel soll mehr Lärche, mehr Laubholz gepflanzt werden. Der Anteil der Fichten soll abnehmen. Im Wiener Wald mit seinem großen Buchenbestand soll ein Mischwald entstehen. Mischwälder seien auf alle Fälle resistenter als Monokulturen.
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21.08.2020 | Autor*in: wabel
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