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Klimastreik in St. Pölten: Für Frieden, Unabhängigkeit und Klimaschutz - raus aus Gas und Öl auch in Niederösterreich!

26.03.2022

Umweltschützer:innen fordern Landesregierung und Energieversorger EVN auf, den Ausstieg aus Öl- und Gas zu forcieren

© GLOBAL 2000 / Astrid Knie / Hunderte Menschen beim Klimastreik in St. Pölten
© GLOBAL 2000 / Astrid Knie / Hunderte Menschen beim Klimastreik in St. Pölten
Die Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 war auch beim Klimastreik in St. Pölten vertreten und fordert wirksame Gesetze für den Ausstieg aus Gas und Öl auch in Niederösterreich: "Wir wollen die Energiewende auch in Niederösterreich, für Frieden, Unabhängigkeit und Klimaschutz. Raus aus Gas und Öl! Deshalb fordern wir Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und die gesamte niederösterreichische Landesregierung auf, den Ausstieg aus Öl- und Gasheizungen rasch zu beschließen. Regionale Wärme, statt Gastherme soll die Devise auch in Niederösterreich lauten", so Johannes Wahlmüller, Klima- und Energiesprecher von GLOBAL 2000, der auch in Niederösterreich war.
Landesregierung um Johanna Mikl-Leitner soll Ausstieg aus Gas und Öl beschließen
Die bisher von der Landesregierung umgesetzten Maßnahmen reichen bei weitem nicht aus und bleiben deutlich unter den Möglichkeiten. Derzeit gibt es in Niederösterreich rund 200.000 Gasheizungen und 86.000 Ölheizungen, ein Viertel der Fernwärme wird mit Gas erzeugt. Die Sanierungsrate liegt bei jährlich 1,4 Prozent der Gebäude und damit weit unter der erforderlichen Rate von 3 Prozent. Der Einbau von Gasheizungen wird unter bestimmten Voraussetzungen sogar im Neubau noch gefördert. Gesetzlich verbindliche Ausstiegspläne gibt es hingegen nicht. "Es ist sonnenklar, dass eine gesetzliche Regelung erforderlich ist, damit Niederösterreich frei von Gas und Öl werden kann. Die Landesregierung um Johanna Mikl-Leitner kann in Niederösterreich die erforderlichen Gesetze auf den Weg bringen und sich auch auf Bundesebene für ein Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz aussprechen, dass den Ausstieg aus Öl- und Gasheizungen regelt. Bisher sind keine bekannten entsprechenden Schritte bekannt", so Johannes Wahlmüller weiter.
Landesenergieversorger EVN soll Fahrplan raus aus Gas und Öl entwickeln
Kritisch sieht GLOBAL 2000 weiters, dass auch der niederösterreichische Landesenergieversorger EVN noch keinen Pfad verfolgt, der mit dem 1,5 °C-Limit des Pariser Klimaschutzabkommens vereinbar ist. Hoch problematisch ist aus Sicht von GLOBAL 2000, dass klimaschädliches Gas nach wie vor einen großen Anteil am Portfolio der EVN hat und das Geschäft zuletzt sogar ausgebaut wurde. Im Bilanzjahr 2020/21 verkaufte die EVN um 9 Prozent mehr klimaschädliches Gas an Endkundinnen und -kunden als im Bilanzjahr 2019/20. Im letzten Jahr wurde der Einbau neuer Gasheizungen auch finanziell unterstützt, was den Klimazielen und jüngsten Ankündigungen der EVN-Führung klar widerspricht.
Ende 2021 hat die EVN-Führung zwar das Ziel formuliert, bis 2030 die CO2-Emissionen der verkauften Gasmenge um 37,5 Prozent zu reduzieren. Dieses Ziel greift jedoch zu kurz, weil damit ein vollständiger Ausstieg nicht erreicht wird. Unklar ist weiters, wie die EVN das Ziel erreichen will. Die Gasindustrie spricht sich für erneuerbares Gas in der Raumwärme aus, das aber nur in beschränkten Mengen verfügbar ist und für andere Anwendungen dringender gebraucht wird. GLOBAL 2000 sieht Handlungsbedarf: "Es braucht bis 2030 mindestens eine Halbierung der Emissionen und einen klaren Fahrplan der EVN zum vollständigen Ausstieg aus klimaschädlichem Erdgas bis spätestens 2040. Ein klares Bekenntnis von EVN-Vorstandsdirektor Stefan Szyszkowitz zum Ausstieg aus Gas steht noch aus", verweist Johannes Wahlmüller auch auf die Verantwortung des Landesenergieversorgers EVN.
Aufruf an Aktionäre der EVN ihr Stimmrecht für Klimaschutz einzusetzen
Angesichts der unzureichenden bisherigen Pläne richtet GLOBAL 2000 eine Plattform ein, bei der sich Aktionäre der EVN melden können, die ihr Stimmrecht im Sinne eines Kurswechsel in Richtung Klimaschutz einsetzen möchten.
Wer kann einen Beitrag leisten:
* alle Investor:innen, die Aktien der EVN besitzen
* unabhängig von der Stückanzahl oder dem Volumen
Global 2000 erklärt: Wir wollen gemeinsam mit den Investor:innen der EVN, die als Aktionär:innen zur Abstimmung bei der Hauptversammlung berechtigt sind, zu einem Umdenken motivieren. Melden Sie sich jetzt bei [shareholder@global2000.at]

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26.03.2022 | Autor*in: holler
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