Klima-Allianz OÖ: „Verkehrslawine ist keine Naturgewalt“
Die Klima-Allianz warnt davor, zusätzliche Straßenkapazitäten könnten langfristig neue Verkehrsströme anziehen. Entscheidend sei daher, welche Gesamtwirkung die Projekte auf Transitverkehr, Verkehrsaufkommen und Klimaziele hätten.
Statt den erwarteten Mehrverkehr ausschließlich über die Straße abzuwickeln, müsse Oberösterreich stärker auf die Verlagerung auf Bahn und öffentlichen Verkehr setzen. Besonders die Summerauerbahn und Pyhrnbahn sollten angesichts der wachsenden Verbindungen mit Tschechien ausgebaut werden. Auch die geplante Regionalstadtbahn Linz könne einen wichtigen Beitrag zur Entlastung der Straßen leisten.
Die Klima-Allianz verweist dabei auf das Mobilitätsleitbild OÖ 2035, das eine Verlagerung vom motorisierten Individualverkehr hin zu öffentlichem Verkehr, Rad- und Fußverkehr vorsieht. Auch die Klimawirkung müsse bei langfristigen Infrastrukturentscheidungen stärker berücksichtigt werden.
Gefordert wird deshalb eine Gesamtanalyse mit Szenarien für 2030, 2035 und 2040. Untersucht werden sollen unter anderem die gemeinsamen Auswirkungen der geplanten Straßenprojekte, zusätzliche Transitströme aus Tschechien, induzierter Verkehr sowie die Möglichkeiten zur Verlagerung auf Bahn und Bus.
„Eine Verkehrslawine ist keine Naturgewalt“, so die Klima-Allianz. Die Frage müsse nicht nur sein, wo zusätzliche Straßen gebaut werden können, sondern welches Verkehrssystem Oberösterreich 2035 und 2040 haben will.