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KI-gestütztes Mixed Reality Erste-Hilfe-Training überzeugt 

27.04.2026

„Green Manikin“ unter den Preisträgern beim Houskapreis 2026

GreenManikinTeam.jpg
Das Green Manikin Team im TXlab am AIT © Gregor Hofbauer
Wien - Das AIT Austrian Institute of Technology erreicht mit dem Projekt „Green Manikin – KI gestütztes Mixed Reality Erste-Hilfe-Training“ den 3. Platz des renommierten Houskapreises in der Kategorie Außeruniversitäre Forschung.  

Richtiges Handeln in Notfällen rettet Leben – zugleich sind realitätsnahe Trainings teuer, logistisch aufwändig und schwer reproduzierbar. Die Trainingslösung „Green Manikin“, die am AIT Center for Technology Experience entwickelt und evaluiert wurde, adressiert dieses Problem, indem reale Handgriffe an einer Patientensimulationspuppe mit Mixed Reality (MR) basierend auf Green-Screen-Technologie kombiniert werden: Lernende arbeiten mit echten medizinischen Werkzeugen (wie z. B. Beatmungsgerät, Stethoskop) und einem MR-Headset immersiv in simulierten Einsatzlagen und unterschiedlichsten Szenarien. Durch die KI-basierte Interaktion mit der Patientensimulationspuppe bzw. der verletzten Person wird das Training noch immersiver.
 

Hoher Trainingseffekt und Messung von Biosignalen

 

Neben der technischen Entwicklung wurde „Green Manikin“ am AIT auch wissenschaftlich in Studien evaluiert. Die Ergebnisse zeigen, dass das Mixed-Reality-Training hinsichtlich seines Effekts mit realen Einsatzübungen vergleichbar ist und klassische Virtual-Reality-Trainings übertrifft. Bei der AIT-Trainingslösung werden auch Verhaltensdaten und Biosignale gemessen, die wichtige Kennzahlen zur Bewertung des Trainings liefern.
 

„Der Houskapreis ist eine großartige Würdigung unserer Arbeit, bei der der Mensch immer im Mittelpunkt steht. Technologie soll und muss dem Menschen dienen und nicht umgekehrt. Der Preis zeigt den Stellenwert von internationaler Spitzenforschung im Bereich Hybrider Welten und entsprechender Kooperationen, etwa zu diesem Thema im Rahmen des III.Lab mit der Universität Salzburg. In der Forschung am AIT Center for Technology Experience geht es um die Entwicklung humanzentrierter, intelligenter und robuster Systeme, die Menschen in dynamischen und komplexen Situationen wirksam unterstützen“, betont Univ.-Prof. Manfred Tscheligi, Head of Center for Technology Experience am AIT und Professor für Human-Computer-Interaction & Usability an der Universität Salzburg.

„Green Manikin wurde in jahrelanger Arbeit von einem interdisziplinären Team am AIT entwickelt – hier wird Know-how aus Informatik und XR-Entwicklung, Psychologie, Kommunikationswissenschaften sowie Trainings-Didaktik kombiniert. Von Anfang an waren auch Einsatzkräfte sowie Trainer:innen bei der Entwicklung beteiligt“, unterstreicht Green Manikin Projektleiter Jakob Uhl vom AIT Center for Technology Experience. Das Projekt ist zudem ein wesentliches Ergebnis des Forschungsschwerpunkts XR4Challenging Environments am AIT Center for Technology Experience.
 

Die Lösung wurde bereits gemeinsam mit Partnern wie den Johannitern Österreich, dem Arbeiter-Samariter-Bund-Österreichs sowie dem Inselspital, Universitätsklinik für Notfallmedizin in Bern/Schweiz getestet. Diese Partner haben ihr hohes Interesse an der Lösung und an einer weiteren Zusammenarbeit mit dem AIT bekundet.
 

Wirtschaftliche Bedeutung

 

Green Manikin kann in Zukunft als Lösung für Rettungsorganisationen und Sanitäter:innen, Spitäler/Universitäten, zentrale Trainingszentren sowie das Gesundheitsmanagement in Unternehmen eingesetzt werden. Die Ausgründung als Spin-off des AIT ist für Q2/2026 geplant.

„Mit Green Manikin zeigen wir, dass gerade im Bereich Extended Reality (XR) ein ungeheures Potenzial steckt, das in der Praxis sehr hohen Nutzen und Mehrwert erbringen kann. Die Ausgründung von Green Manikin ist Teil des strukturierten Spin-off- und Entrepreneurship-Programms des AIT, das Forscher:innen systematisch auf dem Weg von der Idee zum marktfähigen Unternehmen begleitet“, unterstreicht Alexander Svejkovsky, AIT Managing Director für Finanzen, Prozesse und Administration. „Wir freuen uns sehr über die Auszeichnungen beim Houskapreis, das AIT stellt damit seine wissenschaftliche Exzellenz in gleich zwei Bereichen unter Beweis“, so Svejkovsky.
 

Houskapreis-Gewinn für AIT Projekt Voltera

 

Das Forschungsprojekt Voltera des AIT Center for Energy wurde beim Houskapreis mit dem 1. Platz ausgezeichnet. Das System analysiert mithilfe von Künstlicher Intelligenz in Echtzeit den Zustand von Stromnetzen und berechnet dynamisch, wie viel Energie sicher aufgenommen oder abgegeben werden kann. Dadurch können erneuerbare Energien effizient integriert werden, ohne die Stabilität der Netze zu gefährden.
 

Über den Houskapreis

Der Houskapreis wurde 2005 von der B&C Privatstiftung ins Leben gerufen und gilt als größter privater Preis für anwendungsnahe Forschung in Österreich. Ausgezeichnet werden Projekte mit hoher Innovationskraft und klar erkennbarem wirtschaftlichem Nutzen. Ziel ist es, exzellente Forschung sichtbar zu machen und den Innovationsstandort Österreich nachhaltig zu stärken.

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27.04.2026
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Das Green Manikin Team im TXlab am AIT © Gregor Hofbauer