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KI-Fakekampagne erschüttert Kalifornien: Identitäten von Bürgern für Lobby-E-Mails missbraucht

16.03.2026

In der San-Francisco-Bay-Area sorgt eine mutmaßlich KI-gestützte Astroturfing-Kampagne für politischen Aufruhr.

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© viarami pixabay.com
Aktivisten und Aktivistinnen fordern eine Untersuchung, nachdem offenbar E-Mails im Namen realer Bürger ohne deren Zustimmung an Mitglieder der regionalen Luftreinhaltebehörde geschickt wurden.

Umweltorganisationen, darunter der Sierra  Club,  haben den kalifornischen Justizminister Rob Bonta sowie mehrere Bezirksstaatsanwälte – darunter Brooke Jenkins und Jeff Rosen – aufgefordert, den Fall zu prüfen. Ziel der Kampagne waren Entscheidungsträger des Bay Area Air Quality Management District, der derzeit strengere Luftreinhalte-Regeln für neun Landkreise diskutiert. 


KI-Plattform verschickte angeblich  Fake-Bürgerbriefe
 

Nach Recherchen des San Francisco Chronicle wurden Dutzende E-Mails an Mitglieder des Air-District-Vorstands geschickt, die angeblich von Bürgern stammen. Tatsächlich hätten mehrere Betroffene erklärt, diese Nachrichten nie geschrieben oder autorisiert zu haben.

Die Kampagne soll von der Common Sense Coalition organisiert worden sein, einer Gruppe mit Unterstützung des Bay Area Council. Sie nutzte die Plattform Speak4, um automatisiert Kommentare und E-Mails zu verschicken. Hinter dem Wirtschaftsverband stehen unter anderem Energie- und Raffinerieunternehmen wie Chevron und Phillips 66.
 

Bürger entdecken E-Mails in ihrem Namen

Der Betroffene Anthony Clewis aus San Pablo erklärte gegenüber Medien, eine angebliche E-Mail von ihm sei komplett erfunden:  „Das ist eine Fälschung. Ich habe diesen Brief nie geschrieben.“

Mindestens zehn Fälle solcher Identitätsnutzung wurden laut der Recherche bereits bestätigt, nachdem Dokumente über eine Informationsfreiheitsanfrage ausgewertet wurden.
 

Verdacht auf gezielte Einflussnahme


Die NGOs sehen darin den Versuch, künstlichen Bürgerprotest gegen strengere Luftreinhalte-Regeln zu simulieren. Solche Kampagnen könnten politische Entscheidungsprozesse verzerren, warnen Umweltgruppen wie der Sierra Club.

Ähnliche Vorwürfe gab es bereits in anderen US-Bundesstaaten. Eine Untersuchung der Los Angeles Times zeigte, dass eine andere Plattform mehr als 20.000 automatisch generierte Kommentare gegen Umweltauflagen erzeugte. 


Forderung nach strengeren Regeln für KI-Lobbying 

 

Der Umfang der Kampagne ist bislang unklar: Wer sie finanziert hat, wie viele Identitäten betroffen sind und ob Gesetze verletzt wurden, muss nun geklärt werden.

Parallel arbeiten Politiker in Kalifornien bereits an neuen Regeln. Ein Gesetzesvorschlag soll verhindern, dass KI-Systeme Behörden künftig mit gefälschten Bürgerkommentaren überfluten – und so demokratische Beteiligungsverfahren manipulieren.

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