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Kärntner Biomarkenmonitor zu Bio und Gentechnik

22.02.2006

Erstmals fundierte Grundlage über die Einstellung der Kärntner Bevölkerung zu Bio und Gentechnik

Vor kurzem wurde der Kärntner Biomarkenmonitor präsentiert und damit eine repräsentative und fundierte Grundlage über das Verhalten und die Einstellung der Kärntnerinnen und Kärntner zu Bio–Produkten und der Gentechnik in der Lebensmittelproduktion vorgestellt. „Das hat es bisher nicht gegeben. Die Studie bestätigt , dass wir in Kärnten in den Bereichen Bio–Landwirtschaft und Gentechnik am richtigen Weg sind. Gleichzeitig ist dies eine Richtschnur für den zukünftigen Weg„, meint LR Josef Martinz.
Die Studie sei aber auch ein klarer Arbeitsauftrag: Die Kärntnerinnen und Kärntner wollen über Bio und Gentechnik informiert sein und gesunde Lebensmittel am Teller haben. „Die Konsumenten wollen erkennen und wissen, was sie kaufen. Information steht an erster Stelle„, erklärt Martinz.
Das erfreulichste Ergebnis der Umfrage: Drei Viertel der Kärntnerinnen und Kärntner lehnen die Gentechnik in Lebensmitteln ab, 96 % wollen mehr informiert sein über die Gentechnik in den Lebensmitteln. „Wir sind mit den Kärntner Gentechnik–Vorsorgegesetz am richtigen Weg. Aber wir müssen die Bevölkerung noch mehr über die Problematik informieren„, so Martinz. Kärnten sei sauber, es würden keine gentechnisch veränderten Pflanzen angebaut. Ersichtlich sei dies im Kärntner Gentechnikbuch. „Aber wir müssen die heimischen Lebensmittel besser kennzeichnen, damit die Konsumenten sehen, was in Kärnten produziert wird, ist gentechnisch gesehen rein„, kündigt Martinz an. Der erste Schritt diesbezüglich sei mit der gentechnikfreien Milch der Kärntner Milch getan.
Der zweite Teil der Marktforschung beschäftigte sich mit der Bio–Landwirtschaft in Kärnten bzw. mit den Bio–Marken und Bio–Gütesiegeln. „Kärnten ist ein erfolgreiches Bioland. Das beweisen die Betriebe, Flächen, ihre steigende Zahl und die Umsatzzahlen„, sagt Martinz. Bio–Produkte hätten laut Umfrage einen Fixplatz ein den Einkaufskörben der Kärntner erlangt. Doch würde laut Studie der Konsument überfordert. „Der Bio–Boom hat auch einen Marken–Boom ausgelöst, was die Konsumenten jedoch verwirrt„, berichtet Martinz.
Einem Viertel der Kärntner falle jedoch keine Bio–Marke spontan ein. Fast die Hälfte der Konsumenten ordnet vorhandene Bio–Marken und Nicht–Bio–Marken falsch zu. Viele Marken werden genannt, die gar keine Bio–Marken sind. „Das beweist auch Unsicherheiten und die Verwirrung beim Konsumenten. Hier müssen wir ansetzen„, sagt Martinz. Auch bei den Bio–Gütesiegeln verhält es sich nicht anders. Am bekanntsten ist das Bio–Ernte–Gütesiegel (38 %).
Was bisher nicht durchgedrungen sei, ist die Tatsache, dass 100 % Gentechnik frei mit Bio gleichzusetzen ist. „Hier liegt die Chance für die Positionierung der Bio–Bauern. Bio ist gentechnikfrei – das muss ins Bewusstsein der Konsumenten„, so Martinz.
Die Studie entstand in Zusammenarbeit mit der Uni Klagenfurt, Institut für Wirtschaftswissenschaften. Projektleiterin war Univ.Ass. Dr. Sonja Bidmon.
Weitere Ergebnisse Gentechnik:
70 % der Befragten glauben, dass es langfristig immer schwieriger wird, ein gentechnikfreies Produkt zu kaufen
Die Befragten befürchten langfristig mögliche Auswirkungen auf die Gesundheit (70 %) und auf die Erbsubstanz (60 %)
80 % glauben, dass die Auswirkungen zu wenig erforscht sind
Lediglich im Bereich der Medizin wird zugestanden, dass Gentechnik einen wertvollen Beitrag leistet
70 % sehen in der Gentechnik eindeutig einen ungerechtfertigten Eingriff in die Natur und das Leben
Aus der Sicht der Befragten setzt sich Kärnten am meisten für gentechnikfreie Lebensmittel ein. Dann der Bund und die EU.

Weitere Ergebnisse Gentechnik:

70 % der Befragten glauben, dass es langfristig immer schwieriger wird, ein gentechnikfreies Produkt zu kaufen
Die Befragten befürchten langfristig mögliche Auswirkungen auf die Gesundheit (70 %) und auf die Erbsubstanz (60 %)
80 % glauben, dass die Auswirkungen zu wenig erforscht sind
Lediglich im Bereich der Medizin wird zugestanden, dass Gentechnik einen wertvollen Beitrag leistet
70 % sehen in der Gentechnik eindeutig einen ungerechtfertigten Eingriff in die Natur und das Leben
Aus der Sicht der Befragten setzt sich Kärnten am meisten für gentechnikfreie Lebensmittel ein, erst dann der Bund und die EU.
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22.02.2006 | Autor*in: stevanov
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