Jugend wird mobiler – aber bitte sicher!
Der Fahrzeughersteller Citycom AG begrüßt die Einführung der neuen Führerscheinklasse S, die in Deutschland ab Februar diesen Jahres geplant ist, und warnt davor, Jugendliche und Eltern zu verunsichern. Nicht alle Fahrzeugtypen, die mit dem neuen Führerschein gefahren werden dürfen, haben derart katastrophale Sicherheitsmängel wie manche Minimobile und Quads.
Sicherheit statt Verunsicherung
„Die derzeitige Diskussion verunsichert viele Eltern und Jugendliche„, so Karl Nestmeier, Vorstand der Citycom AG. „Immer wieder wird von Experten der Sicherheitsstandard beklagt. Das trifft aber nicht für alle Fahrzeuge zu, die mit diesem neuen Führerschein gefahren werden dürfen – durch entsprechende Fahrgastzellengestaltungen (Seitenaufprallschutz, Dreipunktgurt und Überrollbügel) lassen sich auch diese Fahrzeuge wesentlich sicherer gestalten als Zweiräder„, so Nestmeier weiter.
Falsche Argumente…
„Es ist unsinnig, dass Jugendliche Zweiräder mit bis zu 80 km/h Spitzengeschwindigkeit fahren dürfen, Fahrzeuge mit maximal 45 km/h jedoch nicht„. Statistiken belegen, dass Unfallrisiko und Schadenspotenzial direkt mit der Maximalgeschwindigkeit zusammenhängen (Laut einer Studie des Transport Research Laboratory würden durch eine Verringerung der Durchschnittsgeschwindigkeit um 3 km/h europaweit 5000 bis 6000 Todesopfer jährlich vermieden werden können) „Wer in diesem Zusammenhang Fahrzeuge mit einer bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit von 45 km/h als Verkehrshindernisse bezeichnet, argumentiert in die falsche Richtung„, so Karl Nestmeier, dem als fünffachem Vater nicht nur beruflich die Verkehrssicherheit wichtig ist.
Und eine falsche Rechnung
Auch die Rechnung, Gewicht ist Sicherheit, geht nicht auf, gibt der Fahrzeughersteller zu bedenken, der mit dem CityEL ein Elektromobil produziert, das nur etwa 200 kg wiegt (zugelassen sind für die Führerscheinklasse S Fahrzeuge mit einem Gewicht von 350 kg). „Mit dem eigens für den CityEL entwickelten Sicherheitscockpit erreichen wir die Fahrgastzellensicherheit eines herkömmlichen Kleinwagens – das wurde durch Seiten–Crash–Tests beim TÜV bestätigt. Die Chassis–Konstruktion bietet eine Rumdum–Knautschzone, die sich beim Aufprall kaum verformt und wie ein umgekehrter Schutzhelm wirkt. Die Entwicklungsphilosophie des CityEL ist nicht möglichst viel Auto mit geringem Gewicht (wobei die Sicherheit unweigerlich auf der Strecke bliebe), sondern die Zielsetzung lautet: So viel Fahrzeug wie nötig – und das möglichst sicher!„ so Nestmeier abschließend.