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Jeder 18. Pendler hat sich seit 1991 von den Öffis verabschiedet!

29.04.2005

Umstieg von Öffis auf Auto kostet Pendler 1.800 Euro im Jahr!

VCÖ fordert mehr Bus– und Bahnverbindungen für Pendler und Pendlerinnen!

VCÖ (Wien, 27. April 2005) – Die Zahl der Pendler, die mit Öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit fahren, ist seit dem Jahr 1991 um 35.000 zurückgegangen. Dramatisch sind die Verluste in Kärnten, Oberösterreich, dem Burgenland und der Steiermark, wie eine heute veröffentlichte VCÖ–Studie zeigt. Nur in Wien und Vorarlberg fahren heute mehr Pendler mit Öffis zur Arbeit. Der VCÖ fordert für Pendler mehr und bessere Bus– und Bahnverbindungen. Die Einsparungen beim Nahverkehr kommen den Pendlern teuer.
Die VCÖ–Studie zeigt, dass in Kärnten, Oberösterreich, dem Burgenland und in der Steiermark die Entwicklung dramatisch ist. In Kärnten fahren heute um 36 Prozent weniger Pendler mit Bus oder Bahn zur Arbeit. „Jeder 3. Pendler hat den Öffis Adieu gesagt„, verdeutlicht VCÖ–Experte DI Martin Blum. In Oberösterreich sind 25 Prozent weniger Pendler öffentlich unterwegs, im Burgenland um 19 Prozent, in der Steiermark um 15 Prozent weniger.
„Die Ursachen dafür sind zum einen die Zersiedelung und zum anderen die fehlende Ausweitung des Angebots. Wenn Linien eingestellt werden, die Wartezeiten beim Umsteigen zu lange sind und am Abend kein Zug oder Bus mehr fährt, dann treibt man die Pendler zum Pkw„, fasst VCÖ–Experte Blum die
Ursachen zusammen.
„Eine Politik, die die Einstellung von Verbindungen forciert, beschert den betroffenen Pendlern eine Gehaltskürzung von durchschnittlich 1.800 Euro im Jahr„, macht VCÖ–Experte Blum auf die Folgen für die Pendler aufmerksam.
„Es kann mit gleichem Geld, deutlich mehr Öffentlicher Verkehr angeboten werden, wenn das Geld sinnvoll investiert wird„, stellt VCÖ–Experte Blum fest. Der VCÖ fordert ein Gesamtkonzept für den Öffentlichen Verkehr nach Schweizer Vorbild.

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29.04.2005 | Autor*in: pawek
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