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IPCC: Klarstellung zu Klimaszenarien 

21.05.2026

Globale Durchschnittstemperatur zwischen 2011 und 2020 bereits rund 1,1 Grad Celsius über vorindustriellen Niveau

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Erde © Vimal S unsplash.com
Genf - Der Weltklimarat IPCC hat auf aktuelle Medienberichte reagiert und betont, dass bestimmte Klimaszenarien fälschlicherweise direkt dem IPCC zugeschrieben wurden. Konkret geht es um ein wissenschaftliches Papier des „Scenario Model Intercomparison Project“ (ScenarioMIP), das Teil des internationalen Klimaforschungsprogramms CMIP ist. Dieses wird von der weltweiten Forschungsgemeinschaft unter Koordination des World Climate Research Programme erstellt – nicht vom IPCC selbst.

Der IPCC erklärte, dass er keine eigenen Forschungen oder Klimamodelle erstellt, sondern ausschließlich bereits veröffentlichte wissenschaftliche Literatur bewertet. Dazu zählen jährlich rund 50.000 Studien. Die diskutierten Szenarien dienen Klimaforschern dazu, mögliche Entwicklungen der Treibhausgasemissionen und deren Auswirkungen auf das Erdsystem zu simulieren.
 

Besondere Aufmerksamkeit erhielt zuletzt das Szenario SSP5-8.5, früher als RCP8.5 bekannt. Es beschreibt einen extremen Emissionspfad bis zum Jahr 2100 und war eines von mehreren Szenarien im sechsten Sachstandsbericht (AR6) des IPCC. Laut IPCC sollen im kommenden siebten Sachstandsbericht (AR7) auch neuere wissenschaftliche Entwicklungen und aktualisierte Szenarien berücksichtigt werden.
 

Der IPCC bekräftigte außerdem die zentrale Aussage seines letzten Berichts: Der Mensch hat die globale Erwärmung eindeutig verursacht. Die globale Durchschnittstemperatur lag zwischen 2011 und 2020 bereits rund 1,1 Grad Celsius über dem vorindustriellen Niveau. Ohne rasche und nachhaltige Reduktionen der Treibhausgasemissionen werde die Erderwärmung weiter zunehmen und Extremereignisse verstärken.
 

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