IPCC-Autor:innen treiben neuen Weltklimabericht voran
Beim zweiten Autorentreffen des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) wird der erste Entwurf des neuen Sachstandsberichts zum Klimawandel weiterentwickelt.
Das Treffen findet vom 21. bis 24. April an der Universidad Católica statt. Im Fokus steht der Beitrag der Arbeitsgruppe I, die sich mit den naturwissenschaftlichen Grundlagen des Klimawandels befasst. Dieser Bericht ist Teil des siebten Sachstandsberichts (AR7), der in den kommenden Jahren veröffentlicht wird.
Bereits im Dezember 2025 hatten die Autor:innen ihre Arbeit bei einem ersten gemeinsamen Treffen aller drei Arbeitsgruppen in Paris aufgenommen. Nun geht es darum, die wissenschaftlichen Analysen zu vertiefen und einen fundierten ersten Entwurf – den sogenannten „First Order Draft“ – zu erarbeiten.
„Das ist ein wichtiger Meilenstein“, betont der Ko-Vorsitzende der Arbeitsgruppe I, Robert Vautard. Aufbauend auf den bisherigen Diskussionen würden die Autor:innen nun die detaillierte wissenschaftliche Bewertung vorantreiben. Gerade dieser intensive Austausch sei zentral für die Arbeit des IPCC.
Auch die strengen Prüfverfahren spielen eine entscheidende Rolle: Der erste Entwurf wird von 10. August bis 2. Oktober 2026 von Fachleuten weltweit begutachtet. Danach folgen weitere Überarbeitungsrunden, darunter eine gemeinsame Prüfung durch Regierungen und Expert:innen sowie eine abschließende Abnahme durch die Mitgliedsstaaten.
Für Xiaoye Zhang, ebenfalls Ko-Vorsitzende der Arbeitsgruppe I, ist dieser mehrstufige Prozess entscheidend: Er garantiere, dass der Bericht umfassend, ausgewogen und politisch relevant sei – ohne politische Vorgaben zu machen. Genau darin liege die Glaubwürdigkeit des IPCC.
Insgesamt arbeiten 193 Fachleute aus 62 Ländern an dem Bericht. Auffällig ist die zunehmende Vielfalt: 40 Prozent der Beteiligten sind erstmals am IPCC-Prozess beteiligt, 43 Prozent sind Frauen, und fast die Hälfte stammt aus Entwicklungs- und Schwellenländern.
Mit dem aktuellen Treffen in Santiago nimmt der nächste große Weltklimabericht weiter Gestalt an – und damit auch die wissenschaftliche Grundlage für künftige klimapolitische Entscheidungen weltweit.