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Innovative PV–Kraftwerke in der Gebäudehülle gesucht Start des ersten InnovationsAWARD für Bauwerkintegrierte Photovoltaik

14.11.2017

Start des ersten InnovationsAWARD für Bauwerkintegrierte Photovoltaik

© GAP Solution / Fassadendetail eines sanierten Projekts in der Steiermark
© GAP Solution / Fassadendetail eines sanierten Projekts in der Steiermark
Wien – Derzeit gehen internationale Experten–Studien davon aus, dass die Photovoltaik weltweit bis 2050 bis zu 50% inklusive des erwarteten stark steigenden Strombedarfs wird decken können„, so Hubert Fechner, Obmann der Technologieplattform Photovoltaik.
50 % des weltweiten Strombedarfs
Eine zentrale Eigenschaft dieser Technik beruht darauf, dass Sie zusätzlich zur Stromgewinnung als Bauprodukt eingesetzt werden kann. Dafür stehen in Österreich bereits heute etwa 230 km² an geeigneten Gebäude–Außenflächen zur Verfügung. Damit kann weit über die Hälfte des aktuellen Strombedarfes gedeckt werden. Fast ungeahnte Möglichkeiten bietet die seit der ElWOG–Novelle vom Juni 2017 mögliche Nutzung von Anlagen durch mehrere Parteien.
Erster InnovationsAward
Gleichzeitig zur Tagung erfolgt der Start des „1. Österreichischen Innovationsawards für Bauwerkintegrierte Photovoltaik„ damit soll auf die historische Chance für Entwicklung und Innovation aus Österreich aufmerksam gemacht werden. Die Verleihung findet am 20. März 2018 im Rahmen der Frühjahrsauftaktveranstaltung des Bundesverbandes Photovoltaic Austria in der Wirtschaftskammer Österreich statt.
Duales System hat sich bewährt
Der Obmann des Bundesverbandes Photovoltaic Austria (PVA) Hans Kronberger verweist auf die gute Zusammenarbeit der TPPV mit dem Interessensverband der Photovoltaik. Gleichzeitig mit der Neustrukturierung des Bundesverbandes Photovoltaic Austria (PVA) im Jahre 2008 wurde die TPPV gegründet. Hans Kronberger vom PVA: „Die Idee zwei Pferde mit verschiedenen Aufgabenstellungen aber einem gemeinsamen Ziel vor die Kutsche der Photovoltaik zu spannen, hat sich glänzend bewährt! Die TPPV ist für die technischen Entwicklung zuständig, der PVA für die Schaffung der Rahmenbedingungen und die Kommunikation„.
Mehr Sonnenstrom für Wien
Christoph Chorherr, Abgeordneter zum Wiener Landtag und Mitglied des Gemeinderates der Stadt Wien plädiert für den verstärkten Einsatz der Photovoltaik in der Bundeshauptstadt: „Das Potenzial für Solarenergie ist in Wien noch lange nicht ausgeschöpft. Vor allem auf den Dachflächen der Stadt machen Solaranlagen Sinn: 55 % der Dachfläche Wiens sind für die Nutzung von Sonnenenergie geeignet Die Anzahl der Photovoltaikanlagen im Magistrat ist in diesem Jahr stark angestiegen. Heuer konnten vor allem zahlreiche Pacht–Modelle auf Schulen und Amtshäusern errichtet werden.„
Neue Märkte
Die Geschäftsführerin des Klima– und Energiefonds Theresia Vogel: „Unser Ziel ist es, mit innovativen und preisgünstigen Materialien neue Märkte für die Photovoltaik–Branche zu erschließen und die technologische Positionierung österreichischer Anbieter auf dem internationalen Markt nachhaltig zu sichern„.
Industriegetriebene Energieinnovationen
Das Energieforschungsprogramm des Klima– und Energiefonds unterstützt den gesamten Innovationsprozess von der Forschung bis zur Marktüberleitung. Seit 2007 erhielten rund 800 Projekte mehr als 300 Mio. Euro an Fördermitteln für die Entwicklung von innovativen Energietechnologien „made in Austria„. Knapp 36 Mio. Euro davon sind in insgesamt 63 Photovoltaik–Projekte geflossen. 14 Projekte wurden bislang mit 3,9 Mio. Euro durch den Klima– und Energiefonds gefördert. Darüber hinaus beteiligt sich der Klima– und Energiefonds an den multilateralen FTI–Programmen des ERA–NET. Hier wurden bislang 14 Projekte mit 3,9 Mio. Euro gefördert.
Module in Folienform
Ein klassisches Beispiel für den Weg von der Forschung in den Markt ist das Projekt „print.PV„ der crystalsol GmbH. Die österreichische Firma crystalsol hat eine patentierte Photovoltaik–Folie entwickelt, die signifikante Produktionsvorteile bringt. Ziel ist es, mittelfristig in Österreich Solarmodule auf einem global wettbewerbsfähigen Niveau von 0,3 Euro pro Watt Peak produzieren zu können. Dieter Meissner, Chief Scientist der crystalsol GmbH: „Gebäudeintegration von Photovoltaik bietet die einzigartige Chance, umweltfreundliche und dezentrale Energieversorgung mit architektonisch wertvoller Umsetzung zu verbinden.
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14.11.2017 | Autor*in: holler
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