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Innovationen aus Holz kommen direkt aus der Bioraffiniere

06.07.2023

AustroCel Hallein schließt Kooperationsvertrag mit Agrobiogel: Pilotanlage wird in der Halleiner Bioraffinerie umgesetzt.

© K, Neckamm OEKONEWS / Freude über den Kooperationsvertrag in Hallein
© K, Neckamm OEKONEWS / Freude über den Kooperationsvertrag in Hallein
Hallein - Das österreichische Startup AgroBiogel wird künftig sein innovatives Hydrogel, das Trockenheit in der Landwirtschaft vehement verbessern kann, in Hallein produzieren. Gemeinsam mit AustroCel wird eine Pilotanlage errichtet und das biologische, wasserabsorbierende Granulat, das rein nur aus Holz besteht, hergestellt. Anlässlich der Vertragsunterzeichnung präsentierte Austrocel im Rahmen eines Innovationstages die Bioraffinerie und zeigte die Innovationen aus der Ressource Holz. Seit einiger Zeit werden in Hallein anspruchsvolle Spezialprodukte, Advanced Cellulose genannt, erzeugt. Die bestehende Biogas-Anlage wurde ausgebaut und eine neue Bio-Ethanol-Anlage errichtet.
Trockenheit durch Klimawandel kann vehement verringert werden
Das von AgroBiogel entwickelten Hydrogel bringt Lösungen für zwei zentrale Herausforderungen der Landwirtschaft: gegen die zunehmende Trockenheit durch die Erderwärmung sowie für nachhaltigen Einsatz von Düngemitteln. Der Gründer des seit 2021 bestehenden Startups Gibson Nyanhongo entwickelte während seiner fast zehnjährigen Forschungstätigkeit an der Universität für Bodenkultur in Wien ein Hydrogel auf Basis von Holzreststoffen. Dieses Gel kann Wasser über längere Zeiträume speichern und darum Pflanzen auch über Dürreperioden hinweg versorgen. Die Wasserhaltefähigkeit ist für etwa drei bis fünf Jahre aktiv, danach zerfällt das Produkt in Humus. Seit Anfang 2022 wird dafür Braunlauge für AgroBiogel aus Hallein in die Testanlage in Tulln transportiert. Nun wird in der neuen Pilotanlage in Hallein der erste Produktionsschritt für das innovative Gel gesetzt. Tobias Keplinger, der zwei Jahre Leiter der Forschung und Innovation bei AustroCel war und nun für das operative Geschäft und die Finanzen bei AgroBiogel verantwortlich ist, erklärt: „Die ersten Testreihen für Neupflanzungen von Spezialkulturen, Wiederaufforstungen und besonders in Glashäusern verliefen sehr erfolgreich. Im nächsten Schritt werden größere Produktmengen benötigt, die wir in Hallein produzieren werden.“
Wolfram Kalt von Austrocel sagt: „Durch die Zusammenarbeit mit AgroBiogel kann der Rohstoff Holz optimal genutzt werden. Am Ende unseres Produktionsprozesses soll kein Abfall übrig bleiben und alle Ressourcen optimal ausgeschöpft werden. Wir freuen uns auf die Kooperation, um das mittlerweile patentierte und als Bodenhilfsstoff zugelassene innovative Produkt in der gemeinsamen industriellen Pilotanlage in Hallein in größeren Mengen herzustellen und damit einen wertvollen Beitrag für nachhaltiges Wassermanagement in der Landwirtschaft zu leisten.“
Salzburg LH Dr. Wilfried Haslauer freut sich über die Innovationen: „Innovationsgeist auf der einen Seite und ressourcenschonender Umgang mit dem Rohstoff Holz auf der anderen Seite. Diese Initiative verbindet vorbildlich, was Salzburg seit langem auszeichnet. Ich freue mich, dass die innovative Halleiner Bioraffinerie und ein smartes Start-Up zusammenarbeiten, um gemeinsam ein Produkt herzustellen und auf den Markt zu bringen, das zudem helfen wird, die Auswirkungen des Klimawandels abzumildern.“
Größter Bio-Gas-Hersteller Österreich
In der Halleiner Bioraffinerie werden außerdem aus Bleichfiltraten, die sonst das Abwasser belasten würden, mehr als 10 Millionen m3 Biogas per Jahr produziert, die in ca. 50 Gigawattstunden Energie umgewandelt werden. Mit dieser Menge aus nunmehr vier Bio-Gas-Reaktoren versorgt das Halleiner High-Tech-Unternehmen nicht nur die eigene Produktion mit sauberer Energie, sondern auch 7.500 Haushalte mit Grünstrom und 2.800 Haushalte mit Fernwärme. AustroCel ist damit der größte Biogas-Hersteller Österreichs.
Ein wichtiger Schritt in der Bioraffinerie ist die Herstellung von Bioethanol. Franz Dieterich, Leitung des Bereichs Energie und BiorRaffinerie AustroCel Hallein, erklärt: „Bioethanol aus Hallein ist Bioethanol der zweiten Generation, es gilt als besonders umweltfreundlich, da es aus Holzzucker, einem Reststoff der Zellstofferzeugung, hergestellt wird. Im Gegensatz dazu nutzt die „Erste Generation“ von Biokraftstoffen Rohstoffe, welche auch zur Nahrungs- und Futtermittelproduktion verwendet werden könnten, wodurch ihre Verwendung im Tank zunehmend umstritten ist.“ Die Anlage in Hallein ist die weltweit größte derartige Anlage auf Holzbasis. Sie produziert bis zu 30 Millionen Liter Bioethanol pro Jahr.
austroCel Advanced Cellulose – Bio-Innovationen für nichttextile Marktanwendungen
Aus dem Halleiner Zellstoff werden nicht nur Fasern für Kleider hergestellt. Die AustroCel Forschung und Entwicklung hat es geschafft, seit 2020 ein interessantes Zellstoff-Spezialitäten-Programm aufzubauen, mit dem viele neue europäische und südostasiatische Kunden spezifische Produkte für Ihre Abnehmer im Bausektor, in der Lebensmittelbranche oder auch im Medizinsektor erzeugen. Auch in diesen wachsenden Märkten wird AustroCel als verlässlicher und nachhaltiger Partner geschätzt.
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06.07.2023 | Autor*in: holler
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© K, Neckamm OEKONEWS / Freude über den Kooperationsvertrag in Hallein

© K, Neckamm OEKONEWS / Freude über den Kooperationsvertrag in Hallein

© K.Neckamm OEKONEWS / Gibson Nyanhongo und Tobias Keplinger

© K.Neckamm OEKONEWS / Gibson Nyanhongo und Tobias Keplinger

© Luzia Rispoli OEKONEWS/ Pressegespräch in Hallein zur Unterzeichnung des Kooperationsvertrags mit Agrobiogel

© Luzia Rispoli OEKONEWS/ Pressegespräch in Hallein zur Unterzeichnung des Kooperationsvertrags mit Agrobiogel

© K.Neckamm OEKONEWS /Wolfram Kalt und Gibson Nyanhongo , dahinter LH Haslauer

© K.Neckamm OEKONEWS /Wolfram Kalt und Gibson Nyanhongo , dahinter LH Haslauer

© K.Neckamm OEKONEWS / Wolfram Kalt im Gespräch mit OEKONEWS-Chefredakteurin Doris Holler-Bruckner

© K.Neckamm OEKONEWS / Wolfram Kalt im Gespräch mit OEKONEWS-Chefredakteurin Doris Holler-Bruckner