Indiens Hitzewelle erhöht Druck auf Stromnetz und Energiespeicher
Die Auswirkungen zeigen sich bereits deutlich im Stromnetz. Am 25. April erreichte der Strombedarf mit 256 Gigawatt einen neuen Höchstwert – fast neun Prozent mehr als im Vorjahr. Rund ein Drittel der Spitzenlast wurde bereits durch erneuerbare Energien gedeckt, vor allem durch Solarenergie.
Doch genau hier liegt das Problem: Die vorhandenen Batteriespeicher reichen nicht aus, um überschüssigen Solarstrom für die Abendstunden zu speichern. Während tagsüber teils zu viel Solarstrom produziert wird, steigt der Bedarf abends weiter an – vor allem durch Klimaanlagen. Ohne ausreichende Speicher muss Indien weiterhin auf Kohlekraftwerke zurückgreifen, was Emissionen und Kosten erhöht.
Die indische Regierung plant deshalb einen massiven Ausbau von Energiespeichern. Mehr als 90 Gigawattstunden Batteriespeicher befinden sich bereits in Planung. Gleichzeitig sollen intelligente Stromtarife und bessere Steuerung des Energieverbrauchs helfen, das Netz zu entlasten.
Der Klimawandel macht deutlich: Für Indien wird nicht nur der Ausbau erneuerbarer Energien entscheidend sein, sondern vor allem die Fähigkeit, Strom flexibel zu speichern und genau dann bereitzustellen, wenn er gebraucht wird.