„Ihr verhandelt unsere Zukunft“: Fridays For Future protestiert für ein starkes Klimagesetz
Fridays For Future fordert ein Gesetz, das die Klimaneutralität Österreichs bis 2040 verbindlich festschreibt und gleichzeitig verhindert, dass Ausnahmen oder Schlupflöcher das Ziel verwässern.
Besonders kritisch sehen die Aktivistinnen und Aktivisten die Forderungen von Wirtschaftskammer und Industriellenvereinigung nach einer stärkeren Berücksichtigung der Wettbewerbsfähigkeit. Die beiden Interessenvertretungen dürften bei den Verhandlungen nicht den Kurs der ÖVP bestimmen, so Fridays For Future.
Die Organisation kritisiert zudem die Aussagen von IV-Präsident Georg Knill zum Klimagesetz scharf. Gerade angesichts der aktuellen Dürre- und Hitzefolgen sei es falsch, Klimaschutz zu bremsen.
„Über 1 Milliarde Euro Schäden in der Landwirtschaft. Es sollte allen Verhandelnden klar sein, dass wirksamer Klimaschutz unverhandelbare Notwendigkeit ist: Für den Schutz von Menschenleben, aber auch um die Wirtschaft von horrenden Kosten zu entlasten“, sagt Veronika Müller, Sprecherin von Fridays For Future.
Die Aktivistinnen und Aktivisten sehen die aktuelle Klimakrise als unmittelbare Bedrohung für Menschen, Landwirtschaft und Wirtschaft. Ein starkes Klimagesetz sei daher nicht nur Umweltpolitik, sondern auch eine Frage der langfristigen Sicherheit.
Am Montag wollen die Aktivistinnen und Aktivisten außerdem die Mitglieder der Bundesregierung mit Schildern und Protestrufen empfangen und an die langfristigen Folgen von Hitze, Dürre und Extremwetter erinnern.
Die Forderung der jungen Generation ist klar: Klimaneutralität 2040 soll nicht nur als politisches Ziel angekündigt, sondern rechtlich verbindlich und mit konkreten Maßnahmen abgesichert werden!