Atomdesaster EPR: Rechnungshof schätzt die Gesamtkosten auf 23,7 Milliarden Euro
Jahre lange habe ich vor dem Atomdesaster EPR in Frankreich gewarnt und vermutlich werden die französischen Steuerzahler:innen nun wieder die Zeche zahlen müssen. Die Baustelle entwickelt sich immer mehr zum Fass ohne Boden. Wie Le Mond im Jänner berichtet, hat der französische Rechnungshof einen neuen Bericht zum EPR vorgelegt. Dieser schätzt nun die Gesamtkosten des Reaktors Nummer 3 in Flamanville auf 23,7 Milliarden Euro, der am 21. Dezember 2024 zwölf Jahre verspätet an das französische Stromnetz angeschlossen wurde. Damit sind die Baukosten 7 mal so hoch als noch im Jahr 2006 geplant.
Weiter technische Probleme
Und mit diesem Bericht sind die Probleme beim EPR aber noch lange nicht abgeschlossen, immer wieder muss der Reaktor seit seinem Start wegen technischer Probleme abgeschaltet werden und verursacht dadurch weitere Kostensteigerungen. Ob der Reaktor überhaupt jemals zuverlässig sein wird, muss auch hinterfragt werden, denn auch in Finnland und in China stehen EPR-Reaktoren mit dieser Konstruktion und auch dort kann man bisher nicht von einer zuverlässigen Stromproduktion sprechen.