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Honda CUV e: Der lautlose Stadtflitzer mit Sparpotenzial

27.05.2026

Futuristisches Design, spritziger Elektroantrieb und minimale Betriebskosten – warum Hondas Elektroroller im urbanen Alltag überraschend viel Spaß macht.

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Honda CUV e © David Prokop

Der Honda CUV e ist ein Elektroroller für den urbanen Alltag. Mit futuristischen Linien, kompakten Abmessungen und einer Einarmschwinge am Hinterrad, wie man sie sonst eher aus dem hochpreisigen Motorradsegment kennt, wirkt der kleine Honda modern und überraschend hochwertig. Doch der Roller fällt  nicht nur optisch auf:  Er ist  in der Praxis  vor allem eine wirklich praktische und günstige Alternative für den Stadtverkehr. Dafür ist er absolut  gut geeignet. 


Mit seine 8,2 PS bewegt sich der CUV e leistungstechnisch auf dem Niveau eines 125er-Rollers und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 83 km/h. Auf dem Papier klingt das zunächst unspektakulär, im Alltag fühlt sich der Roller jedoch deutlich lebendiger an, wie unser ausführlicher Praxistest zeigte.  Wie es typisch für Elektrofahrzeuge ist steht das volle Drehmoment sofort bereit.  Beispielsweise sorgt das beim Ampelstart   für ein angenehm spritziges Fahrgefühl und erlaubt, dem dichten Stadtverkehr mühelos davonzuziehen. Das  ist einfach Fahrspaß! 
 

Mit  rund 120 Kilogramm Gewicht und den 12-Zoll-Reifen präsentiert sich der Roller äußerst handlich. Besonders im Stop-and-go-Verkehr spielt er seine Stärken aus. Das Fahrzeug lässt sich leicht manövrieren und schlängelt sich souverän durch stehende Kolonnen. Bis etwa 50 km/h liegt hier klar  der  Wohlfühlbereich.


Beim Bremssystem zeigt sich Honda dagegen konservativ. Vorne arbeitet eine Scheibenbremse, hinten lediglich eine Trommelbremse, ABS gibt es nicht. Stattdessen kommt ein CBS-System (Combined Braking System) zum Einsatz, das die Bremskraft zwischen Vorder- und Hinterrad verteilt. Auf dem Datenblatt wirkt das wenig beeindruckend, im Praxistest überzeugte die Bremsleistung jedoch auch bei kräftigen Bremsmanövern. 
 

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© Archiv

Der größte Vorteil des Rollers ist gleichzeitig auch ein Nachteil: die beiden herausnehmbaren Akkus. Unter dem Sitz befinden sich zwei Batterien mit jeweils 1,3 kWh Kapazität, die sich mit wenigen Handgriffen entnehmen lassen. Dadurch kann der Roller bequem an jeder normalen Haushaltssteckdose geladen werden. Ein  wirklich  großes  Plus für Menschen ohne eigene Garage oder Wallbox.
 

Allerdings wiegt jeder Akku rund zehn Kilogramm. Wer beide gleichzeitig transportieren möchte, trägt also 20 Kilogramm, einen Akku per Hand; zusätzlich zum Helm, während die Wohnungstür aufgesperrt und aufgemacht werden muss. Gleichzeitig entfällt durch das Akkusystem der klassische Stauraum unter der Sitzbank, in dem bei vielen Rollern zumindest ein Helm Platz findet. Das optionale Topcase wird dadurch beinahe zur Pflichtausstattung. Für all jene, die nicht soviel auf einmal tragen wollen bleibt also nur zwei Mal zu gehen.  

 

Im Test wurden die Akkus mit einem provisorischen Tragegurt transportiert, wodurch sich beide Akkus zumindest mit einer Hand transportieren ließen. Die Batteriepacks werden zum Laden in eine separate Ladestation eingesetzt und sind nach rund sechs Stunden wieder vollständig geladen. Dabei springen gelegentlich deutlich hörbare Lüfter an.  

 

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Honda CUV e © David Prokop
Der Vorteil des Systems liegt ganz klar in den niedrigen Betriebskosten. Bei einem Strompreis von etwa 0,30  Euro  pro kWh   kostet der Honda auf 100 Kilometer lediglich rund 1,09 Euro an Strom.
Ein vergleichbarer Verbrennerroller wie der Honda SH125i benötigt dagegen bei einem Benzinpreis von 1,80 Euro pro Liter etwa 3,96 Euro Kraftstoff auf derselben Distanz. Die Energiekosten fallen beim Elektroroller somit rund 3,6-mal geringer aus.  Potentiell weitere Einsparungen durch ein simpleres Service haben wir da noch nicht berücksichtigt.  

Auf lange Sicht summiert sich dieser Unterschied deutlich. Nach 100.000 Kilometern könnten gegenüber dem Verbrennermodell rund 3.000 Euro an Ausgaben  nur beim Kraftstoff eingespart werden. Gleichzeitig kostet der CUV e, mit rund 4.500 Euro nur geringfügig mehr als der SH125i mit etwa 4.200 Euro. Gerade im urbanen Dauereinsatz zeigt sich hier das wirtschaftliche Potenzial elektrischer Zweiräder.



Auch technisch bietet der Elektroroller einige klare Vorteile. Der Elektromotor liefert 22 Nm Drehmoment und damit deutlich mehr als der vergleichbare Verbrenner mit rund 12 Nm. Selbst mit zwei Personen an Bord bleibt der Roller ausreichend kräftig, auch Steigungen stellen kein Problem dar.



Die Reichweite hängt allerdings stark von Fahrweise und Fahrmodus ab. Im entspannten Stadtverkehr mit viel Stop-and-go sind die angegebenen 72 Kilometer realistisch und problemlos erreichbar. Dafür stehen drei Fahrmodi zur Verfügung. Der Eco-Modus beschränkt die Leistung stark, so dass er im Alltag nur eingeschränkt sinnvoll wirkt, dann wenn man wirklich weit kommen will! Im Normal-Modus fährt sich der Roller angenehm ausgewogen, während der Sport-Modus für spürbar mehr Dynamik sorgt und die Höchstgeschwindigkeit problemlos erreichbar macht.


Kurze Autobahnabschnitte sind zwar möglich, konstante Fahrten mit 80 km/h drücken die Reichweite jedoch massiv. Unter solchen Bedingungen sind eher rund 30 Kilometer realistisch. Für den klassischen Stadtverkehr spielt das allerdings kaum eine Rolle.

 
Am Ende wird schnell klar, wofür der Honda CUV e gemacht ist: für die Stadt und genau für das Lebensgefühl dort. Leise durch den Verkehr gleiten, an der Ampel dank sofortigem Drehmoment locker vorne wegziehen und dabei fast schon absurd günstig unterwegs sein – genau darin liegt der Reiz dieses Elektrorollers.

Die herausnehmbaren Akkus machen das Laden unkompliziert und unabhängig von öffentlicher Infrastruktur. Klar, man muss die Batterien selbst in die Wohnung tragen, doch wer bereit ist, diesen kleinen Extraaufwand in Kauf zu nehmen, bekommt einen extrem praktischen und überraschend spaßigen Begleiter für den urbanen Alltag.

Und ehrlich: Mit einem wendigen E-Roller nahezu geräuschlos durch die Stadt zu surfen, während man an jeder Kreuzung dieses direkte Elektro-Feeling genießt, fühlt sich einfach schon jetzt nach Zukunft an.


Wir haben die Fahrten definitiv genossen: Mit einem agilen Zweirad durch die Stadt, das einen voll Freude mit dem Elektroantrieb Speed geben läßt - was will man mehr? 


 
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Der Honda CUV e punktet mit stylischen Details © David Prokop
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© Archiv
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Optisch einfach ansprechend © David Prokop
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Honda CUV e © David Prokop
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27.05.2026 | Autor*in: Arnold Holler
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Honda CUV e © David Prokop

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© Archiv

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Honda CUV e © David Prokop

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Der Honda CUV e punktet mit stylischen Details © David Prokop

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© Archiv

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Optisch einfach ansprechend © David Prokop

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Honda CUV e © David Prokop