Hitzesommer setzt Wildtieren zu: Rekord bei Wildtieraufnahmen
Besonders betroffen sind Jungvögel und Mauersegler. Unter aufgeheizten Dächern können Nester zur tödlichen Hitzefalle werden. Noch nicht flugfähige Jungtiere verlassen ihre Nester deshalb teilweise zu früh und benötigen anschließend professionelle Hilfe.
„Wir sehen, dass der Bedarf an professioneller Wildtierhilfe deutlich steigt“, sagt Stephan Scheidl, Tierheimleiter des Wiener Tierschutzvereins/Tierschutz Austria. Viele Tiere benötigten Spezialfutter, Medikamente und teilweise wochenlange Pflege.
Neben dem steigenden Hilfsbedarf und dem Wegfall anderer Wildtierstationen verschärfen auch die zunehmenden Extremtemperaturen die Situation. Hitzeperioden werden durch die menschengemachte Klimakrise wahrscheinlicher und intensiver.
Das Tierschutzhaus ist inzwischen eine wichtige Anlaufstelle für verletzte und verwaiste Wildtiere. Bei anspruchsvollen Behandlungen, etwa dem sogenannten Schiften bei Mauerseglern, bei dem beschädigte Federn ersetzt werden, um die Tiere wieder flugfähig und damit auswilderungsfähig zu machen, ist das Tierschutzhaus derzeit die einzige große Anlaufstelle. Freiwillige des Team Tierschutz unterstützen bei Transport, Versorgung und späterer Auswilderung.
Die stark gestiegenen Aufnahmezahlen bedeuten allerdings auch höhere personelle und finanzielle Belastungen. Der Tierschutzverein ist daher auf zusätzliche Unterstützung angewiesen, um die Versorgung der Tiere weiterhin gewährleisten zu können.