Für Browser < IE 11 nicht optimiert. Verwenden Sie bitte einen aktuelleren Browser.
Skip to main content
Ökonwes
  • Sonne
  • Wind
  • Biomasse
  • Mobilität
  • Nachhaltigkeit(current)1
    • Nachhaltigkeit
    • Vernetzung
    • Wasser
    • weitere Energien
    • Ersatz fossiler Energie
    • Umweltschutz(current)2
    • Bauen
    • offene Briefe
    • Ansichtssache
    • Buch-Tipp
    • Heroes for future
    • Jobs
    • Ernährung und Gesundheit
    • Ökologisch Investieren
  1. oekonews
  2. Nachhaltigkeit
  3. Umweltschutz

Hitzegerechte Stadtplanung - klimatisch und sozial herausfordernd

13.02.2025

Wie wirkt sich urbane Hitze auf die Bevölkerung aus, und wer ist besonders betroffen?

Die Temperaturen steigen .jpg
© Gerd Altmann pixabay.com
Wien  - Wissenschaftler*innen der BOKU und der TU Wien haben im Projekt "UrbanHeatEquality" untersucht, wie sich Hitze und soziale Verwundbarkeit in Wien überschneiden.

Die zunehmende Hitze ist das größte klimawandelbedingte Gesundheitsrisiko in Wien. „Unser Projekt zeigt, dass das urbane Hitzeproblem nicht nur eine klimatische, sondern auch eine soziale Herausforderung ist. Besonders gefährdete Gruppen - darunter Kinder, ältere Menschen und Pflegebedürftige - sind den größten Risiken ausgesetzt“, betont Projektsprecher Maximilian Muhr von der BOKU University.

Ungleiche Verteilung von Grünflächen

Die Forschungsergebnisse verdeutlichen, dass größere, zusammenhängende Grünflächen vor allem in den äußeren Bezirken Wiens zu finden sind. Im Gegensatz dazu sind Parks und kleinere Grünanlagen zwar gleichmäßiger über die Stadt verteilt, reichen jedoch nicht aus, um den unterschiedlichen Bedürfnissen der Bevölkerung gerecht zu werden.

„Mit den ansteigenen Temperaturen in den Sommermonaten wird die Hitze in Städten wie Wien zunehmend zu einem drängenden Problem. Besonders betroffen sind ältere Menschen, Personen mit chronischen oder psychischen Erkrankungen sowie sozio-ökonomisch benachteiligte Gruppen. Maßnahmen wie Grünflächen, kühle Innenräume und hitzeangepasste Infrastrukturen müssen daher vorrangig diesen Menschen zugutekommen. Gleichzeitig ist es essenziell, sie aktiv in die Planung solcher Maßnahmen einzubeziehen“, so Muhr.

Straßenbäume als Teil der Lösung

Ein wichtiger Ansatz zur Hitzereduktion ist die gezielte Bepflanzung von Straßen mit Bäumen, gerade in Bezirken mit wenigen größeren Grünflächen. Allerdings zeigen die Ergebnisse, dass viele dieser Bäume noch einen unterdurchschnittlichen Kronendurchmesser haben, da sie erst kürzlich gepflanzt wurden und ihr volles Potenzial zur Kühlung noch nicht entfalten können. Durch Wasserflächen, begrünte Wartebereiche des öffentlichen Nahverkehrs und Überdachungen wie Markisen könnten zusätzliche Kühleffekte erzielt werden.

Sozioökonomische Ungleichheiten und fehlende Beteiligung

Das Projekt weist auch darauf hin, dass einkommensschwache und arbeitslose Menschen überproportional häufig in stark hitzebelasteten Stadtteilen leben - insbesondere in den Bezirken 2, 10, 15, 16 und 20. Die Bevölkerung verfügt dort auch über weniger Ressourcen, um sich gegen die Hitze zu schützen. Informationen zum Schutz vor Hitze sollten daher in zugänglicher Form an zielgruppenspezifischen Anlaufstellen wie Apotheken, Sozialmärkten und Büchereien zur Verfügung stehen.

Ein weiteres Defizit besteht in der unzureichenden Einbindung hitzevulnerabler Gruppen in Begrünungsprojekte. Das Projekt zeigt, dass es kaum Beteiligungsformate oder gezielte Kommunikationsstrategien gibt, um die Anliegen der besonders Betroffenen in Entscheidungsprozesse einfließen zu lassen. Dies kann die Effektivität der Maßnahmen zur Hitzeminderung erheblich verringern.

Präsentation der Projektergebnisse

Das interdisziplinäre Team von UrbanHeatEquality lädt am 12. Februar zur Abschlussveranstaltung an die BOKU ein. Dabei präsentieren die Forschenden ihre Projektergebnisse. Ergänzend dazu werden Vertreter*innen verschiedener Organisationen, darunter die Armutskonferenz und der Österreichische Behindertenrat, ihre Perspektiven auf die zunehmenden Herausforderungen hitzeanfälliger Stadtteile einbringen.

Links

  • Mehr Informationen auf urbanheat.boku.ac.at
  • Drucken
  • Empfehlen
13.02.2025
Zum vorigen Artikel voriger Artikel

Tag der Batterie: Fachgerechte Entsorgung für die Sicherheit entscheidend

Zum nächsten Artikel nächster Artikel

Secondhand immer mehr im Kommen: Millennials und Gen Z setzen auf Nachhaltigkeit

oekonews

Tageszeitung für Erneuerbare Energie und Nachhaltigkeit. Mittwoch, 15. April 2026, 68.820 Artikel Online

Weitere Themen

  • Linzer Sportfeste im Zeichen der Nachhaltigkeit: Upper Austria Ladies Linz & Linz Marathon als Green Events
  • Sammelquote steigern, Brände verhindern: Startschuss für Informationskampagne „Her mit Leer II“
  • Tennis-Star Dominic Thiem engagiert sich für seltene Donau-Störe
  • Erstes „Wiener Straucherl“ wird am Alsergrund gepflanzt
  • Tierschützer fordern Nachtfahrverbot für Mähroboter in Österreich
  • Wiener Wirtschaft wird klimafit –  Auszeichnung für 138 OekoBusiness Wien-Betriebe  
  • Windelrecycling mit Enzymen
  • Trockenheit bringt zum Teil drastisch niedrige Grundwasserstände und belastet Landwirtschaft
  • Grünes Image von Club Med durch Kontroverse um Haikontrolle in Frage gestellt
  • Stopfleber-Lobby investierte bis zu 199.999 Euro für Zugang zu EU-Kommissaren und beeinflusste Gesetzgebung
  • zum ersten Set
  • zurück zum vorigen Set
  • 1(current)
  • 2
  • 3
  • weiter zum nächsten Set
  • zum letzten Set
15.240 Artikel | Seite 1 von 1.524

Newsletter

zur Anmeldung

Termintipp

Hainburg ’84 – Eine Bewegung setzt sich durch Termin-Tipp buchen

Oekotermine

Werben auf oekonews

Direkt an der Zielgruppe

Wichtiger Artikel

STUDIE: Ohne Energiewende mehr Rohstoffverbrauch
  • Suche
  • Impressum
  • Datenschutz
  • Über oekonews
  • Haftung
  • RSS
© 2026 oekonews.at
Die Temperaturen steigen .jpg

© Gerd Altmann pixabay.com