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Hitzeaktionstag: WHO stellt neuen Leitfaden für gesundheitliche Hitzeaktionspläne vor

13.06.2026

Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung sind Notwendigkeit

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© Gerd Altmann pixabay.com / Die Temperaturen steigen als Folge des Klimawandels
Diese Woche fand der bundesweite Hitzeaktionstag unter dem Motto „Gemeinsam vorsorgen für Extremhitze“ statt. Er machte auf gesundheitliche Risiken extremer Hitze aufmerksam und stärkt Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung. Helmholtz Munich unterstützt die Initiative gemeinsam mit über 100 Institutionen aus Deutschland und Österreich. Parallel stellte das WHO Regionalbüro für Europa in Berlin einen überarbeiteten Leitfaden für Hitzeaktionspläne vor, der die Empfehlungen von 2008 aktualisiert und praxisnahe Grundlagen für den Hitzeschutz bietet.
 

Hitze als Gesundheitsrisiko 
 

Hitze gilt als das größte klimawandelbedingte Gesundheitsrisiko in Deutschland. Hitzewellen treten zunehmend häufiger auf, werden intensiver und dauern länger an. Gleichzeitig besteht weiterhin Bedarf, das Bewusstsein für die gesundheitlichen Folgen extremer Hitze sowie für wirksame Schutzmaßnahmen zu stärken. Der Hitzeaktionstag bringt Akteure aus Politik, Wissenschaft, Gesundheitswesen, Kommunen und Zivilgesellschaft zusammen, um den gesundheitlichen Hitzeschutz weiter voranzubringen.

Neuer WHO-Leitfaden vorgestellt
 

Anlässlich des Hitzeaktionstags stellt das WHO-Regionalbüro für Europa in Berlin den neuen Leitfaden für Hitzeaktionspläne zum Schutz der Gesundheit vor. Die Veröffentlichung aktualisiert und erweitert den bisherigen WHO-Leitfaden aus dem Jahr 2008. Grundlage sind neue wissenschaftliche Erkenntnisse zu den Auswirkungen von Hitze auf die Gesundheit, praktische Erfahrungen aus der Hitzeaktionsplanung sowie eine Analyse der bisherigen Empfehlungen.

 

Der neue Leitfaden enthält einen aktualisierten Rahmen für gesundheitliche Hitzeaktionspläne mit acht Kernelementen. Darüber hinaus bietet er konkrete Maßnahmen, Entscheidungshilfen und praktische Empfehlungen für die Planung, Koordination und Umsetzung von Hitzeschutzmaßnahmen. Ziel ist es, Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger sowie Gesundheitsakteure bei der Entwicklung evidenzbasierter Strategien zum Schutz der Bevölkerung vor extremer Hitze zu unterstützen.
 

Beitrag von Helmholtz Munich
 

Die Aktualisierung des Leitfadens wurde vom Europäischen Zentrum der WHO für Umwelt, Klimawandel und Gesundheit in Bonn koordiniert und unter Beteiligung zahlreicher internationaler Expert:innen erarbeitet. Dr. Franziska Matthies-Wiesler vom Institut für Epidemiologie bei Helmholtz Munich war als Ko-Autorin an der konzeptionellen Entwicklung des Leitfadens sowie an der Ausarbeitung einzelner Kapitel beteilig
t.

„Durch diese Kombination von wissenschaftlicher Evidenz und langjähriger internationaler praktischer Erfahrung in der Hitzeaktionsplanung ist der aktualisierte WHO-Leitfaden eine wertvolle Unterstützung für Entscheidungsträger und Gesundheitsakteure in der Klimaanpassung und bietet eine aktuelle Ergänzung zu den bestehenden Handlungsempfehlungen für die Planung und Umsetzung auch in Deutschland“, sagt Franziska Matthies-Wiesler.
 

Auch für Dr. Alexandra Schneider, Deputy Director des Instituts für Epidemiologie und Leiterin der Forschungsgruppe „Environmental Risks“ bei Helmholtz Munich, setzt die Veröffentlichung ein wichtiges Signal: „Jede Hitzewelle kostet vermeidbar Menschenleben und belastet die Gesundheitssysteme weltweit. Mit dem neuen Leitfaden zur Hitzeaktionsplanung setzt die WHO ein starkes Signal: Schutz vor Hitze muss integraler Bestandteil öffentlicher Gesundheitsstrategien sein.“
 

 

Weitere Informationen   unter  hitzeaktionstag.de 

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