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Hitze zwingt AKW Beznau in die Knie: Reaktoren auf halbe Leistung - Abschaltung droht

03.07.2026

Die anhaltende Hitzewelle setzt nun auch der Schweizer Atomkraft zu.

AKWBeznau.jpg.jpg
© oekonews / AKW Beznau
Schweiz - Wegen der hohen Temperaturen der Aare hatte der Betreiber Axpo die Leistung beider Reaktoren des Kernkraftwerks Beznau bereits auf 50 Prozent reduziert.  Nachdem sich der Fluss nicht ausreichend abkühlte, wurde das älteste noch in Betrieb befindliche Atomkraftwerk der Welt  nun vollständig vom Netz genommen.
 

Auslöser ist eine Wassertemperatur von 25 Grad Celsius in der Aare unterhalb des Kraftwerks. Gemäß einer Verfügung des Bundesamts für Energie muss die Leistung in diesem Fall gedrosselt werden, um eine weitere Erwärmung des Flusses zu verhindern. Wenn dies nicht  funktioniert, ist das AKW abzuschalten.
 

Das Wasser der Aare dient zur Kühlung der beiden Reaktoren. Es wird entnommen, durch das Kraftwerk geleitet und anschließend wieder in den Fluss zurückgegeben. In Zeiten extremer Hitze könnte dies die ohnehin hohen Wassertemperaturen weiter erhöhen und das Ökosystem zusätzlich belasten. Mit der Leistungsreduktion und einer möglichen Abschaltung sollen Fische, Pflanzen und andere Wasserlebewesen geschützt sowie die strengen Umweltauflagen eingehalten werden.
 

Die Entwicklung zeigt erneut, dass extreme Hitze auch für Atomkraftwerke zunehmend zum Problem wird. Steigen die Temperaturen von Flüssen und Seen weiter an, fehlt vielen Anlagen ausreichend kühles Wasser für einen uneingeschränkten Betrieb. In Europa mussten deshalb in den vergangenen Jahren bereits mehrfach Reaktoren gedrosselt oder zeitweise abgeschaltet werden.
 

Sollte die Aare sich nicht rechtzeitig abkühlen, wird das Kernkraftwerk Beznau vollständig vom Netz gehen. Damit wird ausgerechnet die sommerliche Hitze zu einer Herausforderung für eine Technologie, die oft als besonders zuverlässige Stromquelle beworben wird.
 

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03.07.2026 | Autor*in: Doris Holler-Bruckner
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