Für Browser < IE 11 nicht optimiert. Verwenden Sie bitte einen aktuelleren Browser.
Skip to main content
Ökonwes
  • Sonne
  • Wind
  • Biomasse
  • Mobilität
  • Nachhaltigkeit(current)1
    • Nachhaltigkeit
    • Vernetzung
    • Wasser
    • weitere Energien
    • Ersatz fossiler Energie
    • Umweltschutz(current)2
    • Bauen
    • offene Briefe
    • Ansichtssache
    • Buch-Tipp
    • Heroes for future
    • Jobs
    • Ernährung und Gesundheit
    • Ökologisch Investieren
  1. oekonews
  2. Nachhaltigkeit
  3. Umweltschutz

Herdenschutzhunde in den Wohlder Wiesen im Einsatz

30.07.2025

Kluges Handeln zum Schutz der Schafe vor Wölfen

PM-057-2023-Wohlder-Wiesen ©Christof-Bokelmann.jpg
Hordorf/Schandelah- Rund 600 Mutterschafe ziehen mit ihren Lämmern jetzt weiter von der DBU-Naturerbefläche Herzogberge zu den Wohlder Wiesen nahe Schandelah. Nach mehreren Wolfsrissen im vergangenen Jahr hat Wanderschäfer Christof Bokelmann dieses Jahr neben seinen Hütehunden erstmals auch bis zu fünf Herdenschutzhunde dabei. Sie sind darauf trainiert, die Schafe zu verteidigen. Das DBU Naturerbe als Flächeneigentümerin und die Untere Naturschutzbehörde (UNB) im Kreis Wolfenbüßttel  bitten Besucherinnen und Besucher des Landschaftsschutzgebiets um Rücksichtnahme und um Abstand zur Schafsherde.
 

Hunde sollten angeleint sein und Abstand zur Herde halten
 

„Damit gerade auch Hunde keine Gefahr laufen, von den Herdenschutztieren mit Wölfen verwechselt zu werden, ist es wichtig, die Regeln im Landschaftsschutzgebiet einzuhalten, den eigenen Hund anzuleinen sowie deutlich Abstand zu den Schafen zu halten“, heißt es aus der Unteren Naturschutzbehörde (UNB) im Kreis Wolfenbüttel. Außerdem gelte hier sowieso ein ganzjähriges Leinengebot. Ab sofort wird Schäfer Bokelmann mit seiner Herde tagsüber langsam über die DBU-Naturerbefläche wandern und auf den Wiesen von Weitem gut zu erkennen sein. Tagsüber werden die Herdenschutzhunde nicht mit den Schafen ziehen, Teile der Herde aber in gezäunten Bereichen stationär sichern. Nachts seien sie zusammen mit der Herde auf der Fläche mithilfe eines mobilen Elektrozauns gesichert. Die Schutzhunde würden zwar lautstark bellen und hörbar sein, wenn jemand zu nah herankomme. „Um jedoch gar nicht erst in eine Konfliktsituation zu kommen, ist es wichtig, dass keine freilaufenden Hunde aus Neugier oder Jagdtrieb zur Herde laufen“, weiß Susanne Belting, Fachliche Leiterin im DBU Naturerbe, einer Tochtergesellschaft der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU).

Die von der Kreisverwaltung eingesetzten Feldhüter sind mehrfach in der Woche im Landschaftsschutzgebiet unterwegs und erteilen Auskünfte. Zudem sollen in den nächsten Tagen Hinweisschilder an verschiedenen Stellen im Gebiet aufgestellt werden.
 

Schafe spielen für den Naturschutz eine wichtige Rolle
 

„Da, wo Schafe grasen, fördern sie die biologische Vielfalt. Die Weidetierhaltung ist für den Naturschutz wichtig“, betont Belting. Würden die Schafe das saftige Grün der selten gewordenen und europäisch geschützten mageren Flachland-Mähwiesen nicht abfressen, so würden diese nach und nach zuwachsen und über die Zeit zu Wald werden. Wichtiger Lebensraum ginge verloren etwa für spezialisierte Tier- und Pflanzenarten wie die im Offenland brütende Feldlerche. „Für unsere Pächterinnen und Pächter ist die Ausbreitung des Wolfs eine große Herausforderung, auf die sich unsere Schäfereien mit viel Aufwand und Kosten einstellen müssen“, weiß Belting. Die fünf Kangal-Hirtenhunde von Christof Bokelmann, der als Wanderschäfer in dritter Generation viel Erfahrung mitbringt, stellen für ein Wolfsrudel eine echte Gefahr dar, so dass diese bestenfalls die Herde meiden. Vergangenes Jahr verlor er rund 100 Tiere durch ein Rudel in den Wohlder Wiesen. Dieses Jahr soll sich das nicht mehr wiederholen.

 

  • Drucken
  • Empfehlen
30.07.2025
Zum vorigen Artikel voriger Artikel

PreZero eröffnet KI-gestützte Hightech-Sortieranlage in Niederösterreich

Zum nächsten Artikel nächster Artikel

Ornithologisches Highlight: Nach 70 Jahren brütet das Zwergsumpfhuhn wieder im Burgenland

oekonews

Tageszeitung für Erneuerbare Energie und Nachhaltigkeit. Sonntag, 6. September 2026, 70.080 Artikel Online

Weitere Themen

  • Wilde Wälder dienen dem Brandschutz
  • Greenpeace zu Naturschutz-Novelle: Abrissbirne für den Vorarlberger Naturschutz
  • Aus Reststoffen wird Fischfutter: Drei Start-ups bauen im NOI Techpark an einem Kreislauf
  • BUND fordert Vorsorgepaket gegen Hitze und Dürre
  • Klimagesetz: Sanktionslose Zielvorgaben sind reine Lippenbekenntnisse und ihr Papier nicht wert
  • Hitzesommer setzt Wildtieren zu: Rekord bei Wildtieraufnahmen
  • Mehr als 17.000 Schmetterlinge gezählt: Kaisermantel ist Hochsommer-Sieger der Großen Schmetterlingszählung Österreichs
  • Extremsommer 2026 kostet Deutschland mindestens 36 Milliarden Euro
  • Henkel in Wien setzt bei Weichspülern auf pflanzliche Stärke
  • Weißstörche brechen in den Süden auf – positive Zwischenbilanz für den Bruterfolg
  • zum ersten Set
  • zurück zum vorigen Set
  • 2
  • 3(current)
  • 4
  • weiter zum nächsten Set
  • zum letzten Set
15.620 Artikel | Seite 3 von 1.562

Newsletter

zur Anmeldung

Termintipp

Termin-Tipp buchen

Oekotermine

Werben auf oekonews

Direkt an der Zielgruppe

Wichtiger Artikel

STUDIE: Ohne Energiewende mehr Rohstoffverbrauch
  • Suche
  • Impressum
  • Datenschutz
  • Über oekonews
  • Haftung
  • RSS
© 2026 oekonews.at
PM-057-2023-Wohlder-Wiesen ©Christof-Bokelmann.jpg

Würden die Schafe die in der Kulturlandschaft selten gewordenen mageren Flachland-Mähwiesen nicht abfressen, so würden diese nach und nach zuwachsen und über die Zeit zu Wald werden. © Chrstiof Bokelmann