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Herausforderungen und Chancen für Österreichs Kleinwasserkraftbranche im Mittelpunkt

02.11.2024

Jahrestagung Kleinwasserkraft Österreich – ein voller Erfolg

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© Stux auf pixabay / Kleinwasserkraft
Alpbach - Die diesjährige Jahrestagung der Kleinwasserkraft Österreich fand im malerischen Alpbach statt - rund 400 Teilnehmer*innen aus ganz Österreich und darüber hinaus kamen um mehr zum Thema zu erfahren. Im Fokus standen aktuelle Entwicklungen, Herausforderungen und Chancen der Kleinwasserkraft in Österreich. Die Veranstaltung bot den Teilnehmer*innen eine spannende Mischung aus Vorträgen, Diskussionsforum und Exkursionen.
Im inhaltlich breit gefächerten Programm wurden sowohl regulatorische als auch technische Themen behandelt. Führende Expert*innen der Branche referierten über die Zukunft der Kleinwasserkraft in einem zunehmend anspruchsvollen rechtlichen Umfeld und die Anpassungen, welche Betreiber*innen kleiner Wasserkraftwerke aufgrund neuer regulatorischer Rahmenbedingungen erwarten.
Ein klimaneutrales Stromsystem bis 2040 ist möglich, so Barbara Schmidt von Österreichs Energie. Wichtigste Voraussetzung dafür ist jedoch ein klares Bekenntnis aller Akteur*innen zur Energietransformation. Erfreulich ist auch, dass laut Franz Angerer von der Austrian Energy Agency Österreich im laufenden Jahr zumindest bilanziell bereits 100 % seines Strombedarfs aus erneuerbaren Quellen decken konnte - ein wichtiger Schritt und ein starkes Signal für die Zukunft.
Die weitere Dekarbonisierung unseres Stromsystems ist mithilfe der Kleinwasserkraft jedoch nur möglich, wenn bei den regulatorischen und gesetzlichen Bedingungen deutlich nachgeschärft wird, vor allem durch die Umsetzung der RED III und der Beschleunigung von Genehmigungsverfahren.

Stolperstein Sanierungsverordnungen

Ein kontrovers diskutiertes Thema der Tagung waren die jüngsten Sanierungsverordnungen, die für viele Kleinwasserkraftwerks-Betreiber*innen Herausforderungen mit sich bringen. Die Verordnungen führen teils dazu, dass bewilligte, vollumfänglich funktionierende und in Betrieb befindliche Fischwanderhilfen nachträglich als „unpassierbar“ erklärt werden, was Betreiber*innen teils vor erhebliche finanzielle und technische Probleme stellt. Oftmals sind Nachrüstungen oder aufwendige Anpassungen erforderlich, um den geänderten Anforderungen zu entsprechen - Kosten, die viele Betreiber nicht ohne Weiteres tragen können. Die überschießende, teilweise widersinnige Auflagen konterkarieren somit teilweise das Ziel, den Ausbau erneuerbarer Energien voranzutreiben und die Energieversorgung nachhaltig zu gestalten.
Um dem entgegenzuwirken, ist eine Neubetrachtung dieser Verordnungen vor allem unter fundierten, wissenschaftlichen Gesichtspunkten das Gebot der Stunde.

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