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Henkel in Wien setzt bei Weichspülern auf pflanzliche Stärke

24.08.2026

Das Wiener Henkel-Werk wird zum Pilotstandort für eine neue Weichspüler-Technologie

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© Gerd Altmann pixabay.com
Ein Teil des bisher eingesetzten Rohstoffs Esterquat wird durch nachwachsende Stärke ersetzt. Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky besuchte den Standort in Wien-Erdberg.

Mitten in Wien wird an einer nachhaltigeren Produktion von Wasch- und Reinigungsmitteln gearbeitet. Das Henkel-Werk in Wien-Erdberg, das bereits seit 1927 produziert, dient dabei als konzernweite Pilotfabrik. Ende 2025 ging eine neue Anlage für die Herstellung von Weichspülern in Betrieb, in die Henkel rund sieben Millionen Euro investiert hat.
 

Im Mittelpunkt steht eine neue Rezeptur: Bei der Produktion von Weichspülern wird ein Teil des bislang verwendeten Rohstoffs Esterquat durch pflanzliche Stärke ersetzt. Damit sollen nachwachsende Rohstoffe stärker genutzt und Erfahrungen gesammelt werden, die später auch auf andere internationale Produktionsstandorte übertragen werden könnten. Hergestellt werden in Wien unter anderem die Marken Silan für Österreich und Vernel für internationale Märkte.
 

Das Werk produziert insgesamt rund 190.000 Tonnen flüssige Wasch- und Reinigungsmittel pro Jahr und verbindet damit industrielle Produktion mit technologischer Entwicklung direkt am Wiener Standort.
 

Nachhaltigkeit als Teil der Industrieproduktion

Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky sieht Henkel als Beispiel dafür, dass industrielle Produktion und Klimaschutz miteinander verbunden werden können. „Unternehmen wie Henkel zeigen, dass Wirtschaft und Umweltschutz Hand in Hand gehen können“, betonte Czernohorszky bei seinem Besuch.
 

Der Standort ist seit mehr als 25 Jahren Teil von OekoBusiness Wien. Für die langjährige Teilnahme am Umweltprogramm wurde Henkel heuer als „OekoBusiness Wien Star“ ausgezeichnet. Auch die bereits 2018 erstmals erworbene EMAS-Zertifizierung wurde erfolgreich revalidiert.
 

Für Henkel-Österreich-Präsidentin Birgit Rechberger-Krammer ist Nachhaltigkeit mittlerweile Teil der betrieblichen Praxis. Die langjährige Zusammenarbeit mit OekoBusiness Wien habe dazu beigetragen, die Umweltstandards des Standorts kontinuierlich weiterzuentwickeln.
 

Wiener Industrie als Testfeld 

Das Beispiel zeigt, wie bestehende Industriestandorte durch neue Technologien und Rohstoffe schrittweise nachhaltiger werden können. Statt Produktion aus Wien abzuziehen, wird der Standort selbst zum Testfeld für Innovationen, die später international eingesetzt werden sollen.

OekoBusiness Wien unterstützt Wiener Unternehmen seit 1998 dabei, Energie- und Ressourcenverbrauch, Abfall und Betriebskosten zu reduzieren. Henkel gehört dabei zu den langjährigen Teilnehmern des Programms.

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