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Heiße Tage: Sonnenschutzsysteme sparen Energie

21.07.2006

Europäischer Dachverband legt Studie dazu vor

Moderne Sonnenschutzsysteme können einen erheblichen Beitrag zur Reduktion von Treibhausgasen und zur Einsparung von Millionen Tonnen Öl leisten. Dies geht aus einer von der ES–SO (European Solar Shading Organization), dem Dachverband der europäischen Rollladen– und Sonnenschutzverbände, in Auftrag gegebenen Studie hervor. Die Studie arbeitet die bedeutende Rolle moderner Sonnenschutzsysteme bei der Gesamtenergiebilanz von Gebäuden heraus. Denn "Solar Shading" steht dabei für energieeffiziente Technologien zur Regelung des Energieeintrags in Gebäuden und zur sinnvollen Nutzung des Tageslichts. Dazu Mag. Heiner Praun, verantwortlich für die Österreichaktivitäten der ES–SO: "Gebäude sind die größten Energieverbraucher in der EU. Mehr als 40 Prozent des Primärenergieverbrauchs in Europa entfallen auf die Errichtung und Nutzung der Gebäude – das ist mehr als in den Sektoren Verkehr oder Industrie!"
Die ES–SO setzt sich daher auch intensiv für die EU–Richtlinieüber die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden (EPBD) ein. Die europaweite Umsetzung dieser Richtlinie soll den Energieverbrauch in den Gebäuden der Mitgliedstaaten um mehr als 20 Prozent reduzieren. "Nicht nur hierzulande errichten zeitgeistige Architekten in den Himmel ragende Glaspaläste. Dies hat seinen Preis. Der Heiz– und Kühlwärmebedarf dieser Gebäude ist ausgesprochen hoch. Glasflächen führen meist zu extremer Überhitzung der Gebäude im Sommer. Die Lösung ist meistens die Installation aufwendiger Klimaanlagen mit hohem Energieverbrauch", erklärt Praun.
Die Studie unter dem Titel "Das Energieeinsparungs– und CO2–Reduktionspotenzial von Sonnenschutzsystemen in den EU25" wurde vom renommierten Physibel–Institut durchgeführt, das dabei die Methode von Gebäudesimulationen nutzt. Es werden verschiedene Simulationen durchgespielt, die die Temperaturentwicklung in Gebäuden unter realistischen Klimabedingungen und unter ebenso realistischen Komfortansprüchen der Nutzer darstellten. Die Studie orientierte sich an den europäischen und ISO–Standards und wurde für eine Reihe von repräsentativen Kombinationen von Parametern kalkuliert. Daraus lässt sich wirklichkeitsnah auf das realistische Energieeinsparungspotenzial schließen. Die Ergebnisse zeigen, dass sowohl eine verbesserte Wärmedämmung die Energieeffizienz von Gebäuden positiv beeinflusst, als auch moderne Sonnenschutzanlagen und Fenster mit höheren Isolierwerten. Moderne Sonnenschutzsysteme vermeiden im Sommer Überhitzung, wodurch oft gänzlich auf Kühlsysteme verzichtet werden kann. Dadurch kann erheblich Energie eingespart werden. Auch im Winter zeigt variabler Sonnenschutz seine Vorteile: tagsüber kann die Sonneneinstrahlung genutzt und in der Nacht Wärmeverlust reduziert werden.
Zur ES–SO zählen tausende Klein– und Mittelbetriebe in ganz EUROPA. Das jährliche Marktvolumen liegt bei 20 Milliarden EURO. Gemeinsam sichern die Unternehmen 400.000 Arbeitsplätze in den EU25. Derzeit sind folgende Länder vertreten: Deutschland, Österreich, England, Irland, Frankreich, Belgien, Holland, Italien, Spanien, Dänemark, Schweden und Schweiz.
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21.07.2006 | Autor*in: holler
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