Haushaltsgeräte für dauerhafte Beziehung gesucht
Wien. Wer schlechte Erfahrungen mit einem Gerät gemacht hat, sucht beim nächsten Kauf meist nach besserer Qualität. Doch woran orientieren bei dieser Suche nach einer guten Waschmaschine oder einem Fernseher für eine langjährige Partnerschaft? Das Nachhaltigkeitssiegel für langlebige, gut reparierbare Geräte soll in Zukunft eine Orientierungshilfe bieten.
„Ein echtes Qualitätsprodukt ist langlebig und gut reparierbar, falls doch einmal etwas kaputt werden sollte. Das neue Nachhaltigkeitssiegel wird Geräte kennzeichnen, die diese hohen Ansprüche erfüllen„, erklärt Dr. Norbert Weiß, Autor des Buches „Die Reparaturgesellschaft„.
Welche Kriterien sowohl Haushaltsgeräte als auch Produkte der Unterhaltungselektronik erfüllen müssen, damit sie das Nachhaltigkeitssiegel erhalten, ist in einer neuen ON–Regel des Österreichischen Normungsinstituts (ON–Institut) festgeschrieben. Das Nachhaltigkeitssiegel wird in Zukunft vom ON–Institut vergeben. Es soll am Gerät angebracht werden und den KonsumentInnen auf den ersten Blick zeigen, dass das mit dem Siegel gekennzeichnete Gerät – von der Waschmaschine über den Videorecorder bis zum HiFi–Gerät – langlebig ist.
Auf gut gebaut kommt‚s an
In der ON–Regel 192102 sind – ähnlich einer ON–Norm – die Kriterien festgelegt, die ein Gerät erfüllen muss bzw. soll, um das Nachhaltigkeitssiegel zu bekommen. „Es sind Muss– und Kann–Kriterien in dieser neuen ON–Regel verankert. Das Gehäuse muss zum Beispiel zu öffnen sein, ohne dass es dabei zerstört wird„, erklärt DI Josef Winkler vom ON–Institut.
Dass dies nicht selbstverständlich ist, weiß Norbert Hackl aus jahrelanger praktischer Erfahrung: „Oft ist eine Reparatur nicht möglich weil das Gehäuse so gebaut ist, dass es sich nur mit Gewalt öffnen lässt und nachher nicht weiterverwendbar ist„, schildert Norbert Hackl das Leid der ReparateurInnen. Er ist Mitglied im ReparaturNetzwerk Wien, sein umfangreiches Wissen und das Wissen seiner NetzwerkskollegInnen fließen in das Nachhaltigkeitssiegel ein.
Auszeichnung des ersten Produktes für Frühjahr 2007 angestrebt
Das Projekt Nachhaltigkeitssiegel läuft auf Hochtouren. Im November werden am Österreichischen Normungsinstitut jene ExpertInnen ausgebildet, die in Zukunft eingereichte Geräte auf Herz und Nieren überprüfen werden. Sie stellen fest, ob ein Gerät das Nachhaltigkeitssiegel tragen darf oder nicht. Die Ausbildungsbedingungen werden in einer weiteren ON–Regel festgelegt.
Die Gespräche mit den Herstellerfirmen betreffend Einreichung von Geräten zur Überprüfung laufen bereits an. „Wir hoffen, dass im nächsten Frühling das erste Gerät ausgezeichnet wird. Für die KonsumentInnen ist dann das Nachhaltigkeitssiegel eine gute Orientierungshilfe beim Einkauf„, zeigt sich Georg Pirkner von "die umweltberatung" optimistisch. Dass der Bedarf nach einem solchen Siegel groß ist, zeigen eine Umfrage unter KonsumentInnen und auch die Erfahrungen der Mitgliedsbetriebe des ReparaturNetzwerks. „Die KundInnen sind oft sehr enttäuscht, wenn ihr Gerät beim besten Willen aufgrund der Konstruktion nicht reparierbar ist. Mit dem neuen Nachhaltigkeitssiegel soll das anders werden„, meint Norbert Hackl.
In guter Gesellschaft: Verordnungen zu Elektroaltgeräten und Ökodesign
Der Wind für das Nachhaltigkeitssiegel weht günstig. Im August 2005 trat die Elektro– und Elektronik–Altgeräte–Verordnung in Österreich in Kraft. Diese Verordnung regelt nicht nur die Entsorgung alter Geräte. Sie soll im Sinne der entsprechenden EU–Richtlinie auch eine Konstruktion von Geräten fördern, die Reparatur, Nachrüstung, Wiederverwendung, Zerlegung und Recycling ermöglicht.
Zusätzlich wird auch eine Ökodesign–Verordnung ausgearbeitet. Ihr Ziel ist es den geeigneten Rahmen schaffen, um Anforderungen an die umweltgerechte Gestaltung energiebetriebener Produkte festzulegen.
Ein Projekt im Rahmen der Fabrik der Zukunft
Das Projekt „Nachhaltigkeitssiegel für gut reparierbare Produkte„ wird im Rahmen der Programmlinie „Fabrik der Zukunft„ – einer Kooperation des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie mit der Forschungsförderungsgesellschaft – durchgeführt. Die Projektleitung erfolgt durch "die umweltberatung", PartnerInnen im Projekt sind das Österreichische Normungsinstitut, Norbert Weiß, Norbert Hackl, das Reparatur– und Service–Zentrum R.U.S.Z und die Arge Müllvermeidung.
„Ein echtes Qualitätsprodukt ist langlebig und gut reparierbar, falls doch einmal etwas kaputt werden sollte. Das neue Nachhaltigkeitssiegel wird Geräte kennzeichnen, die diese hohen Ansprüche erfüllen„, erklärt Dr. Norbert Weiß, Autor des Buches „Die Reparaturgesellschaft„.
Welche Kriterien sowohl Haushaltsgeräte als auch Produkte der Unterhaltungselektronik erfüllen müssen, damit sie das Nachhaltigkeitssiegel erhalten, ist in einer neuen ON–Regel des Österreichischen Normungsinstituts (ON–Institut) festgeschrieben. Das Nachhaltigkeitssiegel wird in Zukunft vom ON–Institut vergeben. Es soll am Gerät angebracht werden und den KonsumentInnen auf den ersten Blick zeigen, dass das mit dem Siegel gekennzeichnete Gerät – von der Waschmaschine über den Videorecorder bis zum HiFi–Gerät – langlebig ist.
Auf gut gebaut kommt‚s an
In der ON–Regel 192102 sind – ähnlich einer ON–Norm – die Kriterien festgelegt, die ein Gerät erfüllen muss bzw. soll, um das Nachhaltigkeitssiegel zu bekommen. „Es sind Muss– und Kann–Kriterien in dieser neuen ON–Regel verankert. Das Gehäuse muss zum Beispiel zu öffnen sein, ohne dass es dabei zerstört wird„, erklärt DI Josef Winkler vom ON–Institut.
Dass dies nicht selbstverständlich ist, weiß Norbert Hackl aus jahrelanger praktischer Erfahrung: „Oft ist eine Reparatur nicht möglich weil das Gehäuse so gebaut ist, dass es sich nur mit Gewalt öffnen lässt und nachher nicht weiterverwendbar ist„, schildert Norbert Hackl das Leid der ReparateurInnen. Er ist Mitglied im ReparaturNetzwerk Wien, sein umfangreiches Wissen und das Wissen seiner NetzwerkskollegInnen fließen in das Nachhaltigkeitssiegel ein.
Auszeichnung des ersten Produktes für Frühjahr 2007 angestrebt
Das Projekt Nachhaltigkeitssiegel läuft auf Hochtouren. Im November werden am Österreichischen Normungsinstitut jene ExpertInnen ausgebildet, die in Zukunft eingereichte Geräte auf Herz und Nieren überprüfen werden. Sie stellen fest, ob ein Gerät das Nachhaltigkeitssiegel tragen darf oder nicht. Die Ausbildungsbedingungen werden in einer weiteren ON–Regel festgelegt.
Die Gespräche mit den Herstellerfirmen betreffend Einreichung von Geräten zur Überprüfung laufen bereits an. „Wir hoffen, dass im nächsten Frühling das erste Gerät ausgezeichnet wird. Für die KonsumentInnen ist dann das Nachhaltigkeitssiegel eine gute Orientierungshilfe beim Einkauf„, zeigt sich Georg Pirkner von "die umweltberatung" optimistisch. Dass der Bedarf nach einem solchen Siegel groß ist, zeigen eine Umfrage unter KonsumentInnen und auch die Erfahrungen der Mitgliedsbetriebe des ReparaturNetzwerks. „Die KundInnen sind oft sehr enttäuscht, wenn ihr Gerät beim besten Willen aufgrund der Konstruktion nicht reparierbar ist. Mit dem neuen Nachhaltigkeitssiegel soll das anders werden„, meint Norbert Hackl.
In guter Gesellschaft: Verordnungen zu Elektroaltgeräten und Ökodesign
Der Wind für das Nachhaltigkeitssiegel weht günstig. Im August 2005 trat die Elektro– und Elektronik–Altgeräte–Verordnung in Österreich in Kraft. Diese Verordnung regelt nicht nur die Entsorgung alter Geräte. Sie soll im Sinne der entsprechenden EU–Richtlinie auch eine Konstruktion von Geräten fördern, die Reparatur, Nachrüstung, Wiederverwendung, Zerlegung und Recycling ermöglicht.
Zusätzlich wird auch eine Ökodesign–Verordnung ausgearbeitet. Ihr Ziel ist es den geeigneten Rahmen schaffen, um Anforderungen an die umweltgerechte Gestaltung energiebetriebener Produkte festzulegen.
Ein Projekt im Rahmen der Fabrik der Zukunft
Das Projekt „Nachhaltigkeitssiegel für gut reparierbare Produkte„ wird im Rahmen der Programmlinie „Fabrik der Zukunft„ – einer Kooperation des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie mit der Forschungsförderungsgesellschaft – durchgeführt. Die Projektleitung erfolgt durch "die umweltberatung", PartnerInnen im Projekt sind das Österreichische Normungsinstitut, Norbert Weiß, Norbert Hackl, das Reparatur– und Service–Zentrum R.U.S.Z und die Arge Müllvermeidung.