Hafen Wien: Logistikdrehscheibe und Motor für nachhaltige Stadtentwicklung
Ein bedeutender Schritt gelang 2025 mit der Einrichtung von „thinkport VIENNA“, dem ersten Innovationshub eines Binnenhafens im Globalen Port Innovators Network. Gemeinsam mit internationalen Partnerhäfen werden hier neue Lösungen für eine nachhaltige Güterlogistik entwickelt.
Auch beim Klimaschutz setzt der Hafen Maßstäbe: Seit 2024 werden die Terminalfahrzeuge mit dem klimafreundlicheren Treibstoff HVO100 betrieben, wodurch 2025 rund 809 Tonnen CO₂ eingespart werden konnten. Der Standort wird vollständig mit Ökostrom versorgt, während parallel der Anteil selbst erzeugter Energie durch den Ausbau von Photovoltaikanlagen weiter steigt.
Ein Beispiel für gelebte Kreislaufwirtschaft ist die Erweiterung der Betriebsflächen im Hafen Freudenau. Dabei entstehen mehr als 113.000 Quadratmeter neue Flächen, die ausschließlich mit Aushubmaterial von Wiener Großbaustellen aufgeschüttet werden.
Auch wirtschaftlich verzeichnete der Hafen Wien 2025 ein Rekordjahr. Die Hafen Wien-Gruppe erzielte einen Umsatz von 55,4 Millionen Euro und steigerte ihr Ergebnis auf 10,9 Millionen Euro. Das Containerterminal WienCont erreichte mit 483.000 umgeschlagenen Standardcontainern einen Höchstwert, während die gesamte Umschlagsmenge auf über vier Millionen Tonnen anwuchs.
Der Hafen Wien setzt aber auch verstärkt auf gesellschaftliche Verantwortung. Mit seinem ersten Gemeinwohl-Bericht und der Auszeichnung als gemeinwohl-bilanziertes Unternehmen unterstreicht er seinen Anspruch, wirtschaftliche Leistungsfähigkeit mit ökologischer und sozialer Verantwortung zu verbinden.
Für die kommenden Jahre stehen der weitere Ausbau von „thinkport VIENNA“, die Förderung emissionsarmer Logistik, zusätzliche Photovoltaikanlagen sowie die Stärkung des Hafens als zentrale Infrastruktur für eine resiliente und nachhaltige Stadtentwicklung auf der Agenda. Der Hafen Wien zeigt damit, wie moderne Infrastruktur wirtschaftlichen Erfolg, Innovation und Klimaschutz miteinander verbinden kann.