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„Hände weg von der Natur!“:

14.03.2026

Umweltorganisationen und bereits über 345.000 Menschen warnen vor Angriff auf zentrale Umweltgesetze

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Hände weg von der Natur © Jörg Farys

Berlin - Anlässlich der Eröffnung des 38. Deutschen Naturschutztags in Berlin warnen die im Deutschen Naturschutzring organisierten Natur-, Tier- und Umweltschutzorganisationen BBN, BUND, BUND Naturschutz in Bayern e.V., ClientEarth, Deutscher Alpenverein, Deutsche Umwelthilfe, Helversen'sche Stiftung für Arten- und Biotopschutz, Landesbund für Vogel- und Naturschutz in Bayern e.V., Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg e.V., NABU, NaturGarten e.V., Pro Wildlife, Succow Stiftung, VdHK, VFD, Verein zum Schutz der Bergwelt e.V. und WWF Deutschland eindringlich vor aktuellen politischen Bestrebungen, zentrale Umweltgesetze zu schwächen.

„Unter dem Vorwand von Bürokratieabbau und Beschleunigung erfolgt aktuell ein massiver Angriff auf den Natur- und Umweltschutz in Europa. Gemeinsam mit bislang über 345.000 Bürgerinnen und Bürgern in der EU sagen wir daher: Hände weg von der Natur!“, erklären die beteiligten Organisationen. „Wenn Gesetze geschwächt werden, die unser Wasser, unsere Böden und die Artenvielfalt schützen, gefährden wir damit auch unsere Gesundheit, unsere Lebensqualität und unsere Volkswirtschaft“, so die Organisationen.
 

Der Abbau grundlegender Umweltgesetze und Standards verursacht hohe Kosten für die Gesellschaft: etwa durch Umweltverschmutzung, Klimaschäden, Ernteausfälle oder steigende Gesundheitskosten. Nach Angaben des Weltwirtschaftsforums ist über die Hälfte der weltweiten Wirtschaftsleistung direkt oder indirekt von der Natur und den Leistungen ihrer Ökosysteme abhängig.
 

„Angesichts der sich zuspitzenden Biodiversitäts- und Klimakrise können wir es uns als Gesellschaft nicht leisten, Umweltgesetze auszuhöhlen. Solche Pläne würden über Jahrzehnte erkämpfte Fortschritte im Umweltschutz leichtfertig aufs Spiel setzen. Wer den Schutz unserer Lebensgrundlagen kurzfristigen wirtschaftlichen Interessen opfert, handelt verantwortungslos gegenüber der Natur und künftigen Generationen. Naturschutz ist unverzichtbare Voraussetzung für Wohlstand und Sicherheit“, ergänzen die Organisationen.
 

Aktuell droht die Überprüfung und Abschwächung einer Vielzahl europäischer Umweltgesetze. Hierzu zählen u.a. die Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH-Richtlinie), die Vogelschutzrichtlinie, die Wasserrahmenrichtlinie (WRRL), die Wiederherstellungsverordnung (W-VO), die Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie (MSRL), die Nitratrichtlinie, die EU-Chemikalienverordnung (REACH), die EU-Entwaldungsverordnung (EUDR), eine Abschwächung von Umweltprüfungen bei Infrastrukturprojekten, die Entkernung von Umweltstandards in der EU-Agrarförderung (GAP) sowie eine unbefristete Zulassung von Pestiziden.
 

Die Organisationen fordern die deutsche Bundesregierung und die EU-Kommission auf, die bestehenden Umweltgesetze zu verteidigen, das europäische Naturschutzrecht nicht aufzuschnüren und geplante Abschwächungen klar zurückzuweisen.

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