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Hackschnitzel statt Öl

16.10.2004

Werkschulheim Felbertal setzt auf heimischen Brennstoff

Vorgestellt wurde dieses Vorzeigeprojekt gestern bei einer Presse–Konferenz von:
LAbg. Wolfgang Saliger (Vereinsvorsitzender), Mag. Winfried Kogelnik (Direktor), Ing. Alois Ebner (Verwalter), Ferdinand Oberascher (nahwärme.at)
Ökologische und ökonomische Überlegungen führen im Werkschulheim Felbertal zu einer Neuorientierung im Energiebereich. Statt auf Öl setzt diese Unikatsschule in Zukunft auf heimische, erneuerbare Energie. Auf dem Gelände der Privatschule wird eine moderne Hackschnitzelheizanlage kombiniert mit Solarenergie errichtet. So kann in Zukunft der gesamte Energiebedarf im Schul– und Internatsbereich mit „Nahwärme„ gedeckt werden
Der große Vorteil: die Bauern der näheren Umgebung können die erforderliche Menge Holz liefern, lange Transportwege und Abhängigkeit vom Ölpreis entfallen, die heimische Wirtschaft wird gefördert.

Es handelt sich dabei um eines der ersten Großprojekte dieser Art in Salzburg

Da es sich beim Werkschulheim Felbertal um eine besondere Schulform mit der Kombination von Gymnasium und Handwerk handelt, werden natürlich auch die Schüler miteinbezogen. Im fächerübergreifenden Projektunterricht (die Fächer Physik und Elektronik arbeiten zusammen) übernehmen die Schüler exemplarisch die Temperatur– und Durchflussmessung und kleinere Steuerungseinheiten. Statt trockener Theorie wird auf diese Weise konkret und anschaulich Praxisbezug vermittelt.
Gleichzeitig dient dieses Modell unseren Schülern als konkretes Beispiel für einen verantwortungsbewussten Umgang mit Energie in ihrem unmittelbaren Lebensbereich.

Technische Daten

Biomassekessel–Leistung: 600 – 700 kW
Solaranlage: 150qm
Pufferspeicher: 32.000 Liter
Hackguteinsatz: 2.100 Schüttraummeter pro Jahr
Einsparung Heizöl: 200.000 l pro Jahr
Finanzierung: Durch Contracting mit der Firma nahwaerme.at
Aussendung: Werkschulheim Felbertal

oekonews meint

Eine Schule in Salzburg zeigt vor, was die meisten HTLs, öffentlichen Gebäude und Unternehmen in Österreich nicht schaffen: Die Umstellung auf eine Nachhaltige Energieversorgung – noch dazu ohne Finanzierungsprobleme durch das Contracting. Dieser Schmach kann man nur mit einer Waffe entgehen: Einfach nachahmen, was ein paar engagierte Lehrer und Schüler geschaffen haben.
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16.10.2004 | Autor*in: pawek
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