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„Gutes Leben für alle„: Weltoffenheit braucht eine andere Globalisierung

11.02.2017

Kongress an der WU Wien zeigt auf, wie wir unsere Zukunft friedlich, solidarisch und nachhaltig gestalten können

© Gutes Leben für alle/ Workshop beim Kongress
© Gutes Leben für alle/ Workshop beim Kongress
Globalisierung oder Abschottung? Freier Handel ja oder nein? Der Kongress "Gutes Leben für alle" setzt sich damit auseinander, wie wir unsere Zukunft friedlich, solidarisch und nachhaltig gestalten können. Über die Herausforderungen unserer Zeit diskutieren rund 140 internationale ExpertInnen aus Wissenschaft, Zivilgesellschaft, Interessensvertretungen, Politik und Wirtschaft mit rund 1.000 KongressteilnehmerInnen.
"Es geht darum, Globalisierung zu erden und mit emanzipatorischer wirtschaftlicher Regionalisierung Handlungsspielräume ‚von unten‘ zurückzugewinnen. Dabei brauchen wir aber beides: Eigenständigkeit und Weltoffenheit – einen heimatverbundenen Kosmopolitismus", sagte Andreas Novy, Leiter des Instituts Multi–Level Governance and Development an der WU und einer der Initiatoren des Kongresses bei der Kongresseröffnung.

Konstruktiver Optimismus statt Abschottung

Auch Corinna Milborn, Informationsdirektorin von Puls4, betonte die Notwendigkeit einer neuen Aneignung der Globalisierungsdiskussion: „Hier gibt es die einen, die konstruktiv an Lösungen arbeiten und die anderen, die die Grenzen einfach schließen möchten.„ Neben neuen Antworten auf die Herausforderungen der Globalisierung würde es aber auch eine Auseinandersetzung mit den durch sie hervorgebrachten Gefahren benötigen: „Echter Fortschritt verlangt es auch nein zu sagen zu einer Entwicklung, die vor allem globale Ungleichheit und ökologische Probleme mit sich bringt„, so Professor Jean Marc Fontan von der Universität Montreal.

Digitalisierung demokratisch gestalten

ÖGB–Präsident Erich Foglar wies darauf hin, dass es auf dem Weg zum guten Leben für alle erweiterte Handlungsspielräume "von unten" brauchen würde. "Soziale Veränderungen von unten waren der Ursprung der Gewerkschaften. Wir wollen die soziale Situation verbessern und Verschlechterungen verhindern", sagte Foglar am Eröffnungspodium. Für den ÖGB–Präsidenten ist "die Digitalisierung die größte Herausforderung für ein gutes Leben für alle, das es nur geben kann, wenn die Digitalisierung demokratisch gestaltet wird und alle davon profitieren.„
Der Kongress "Gutes Leben für alle" tagt heute, 11. Februar, noch an der Wirtschaftsuniversität Wien. Weitere Informationen: guteslebenfueralle.org
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11.02.2017 | Autor*in: holler
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