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Größter Energiespeicher Europas geht in Schottland in Betrieb

08.03.2025

Weltweit erster an Übertragungsnetz angeschlossener Megaspeicher, der Netzstabilität gewährleistet und gleichzeitig umfassende Blind- und Wirkstromleistungen erbringt.

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Schottland - Das von Wärtsilä an Zenobē nach Blackhillock, Schottland, gelieferte Energiespeichersystem mit 200 Megawatt (MW) / 400 Megawattstunden (MWh) ist nun  in Betrieb. Das  Blackhillock-Projekt  ist der derzeit größte in Betrieb befindliche Batteriespeicherstandort in Europa und das erste Projekt, das im Rahmen des Network Options Assessment (NOA) Stability Pathfinder-Programms durchgeführt wird. Das Programm ist eine Initiative des National Grid Electricity System Operator (NESO) in Schottland zur Verbesserung der langfristigen Stabilität des Stromsystems. Das System ist Eigentum von Zenobē, einem Spezialisten für netzdimensionierte Batteriespeicher, und wird von diesem betrieben. Es wird Netzbetreiber bei der Bewältigung von Herausforderungen im Zusammenhang mit dem Ausgleich von Angebot und Nachfrage, der Stromstabilität und  bei Engpässen unterstützen.

Der Standort Blackhillock wird der erste weltweit sein, der dem Netzbetreiber Stabilitätsdienste bietet und erneuerbare Energien damit zuverlässiger und sicherer macht. Zu den Stabilitätsdiensten gehören Kurzschlussschutz und echte synthetische Trägheit, die für den effizienten Betrieb des Netzes unerlässlich sind, da Großbritannien auf die schrittweise Abschaltung fossil befeuerter Kraftwerke zusteuert. Das System wird die Zuverlässigkeit des wachsenden Systems von  erneuerbaren Energien verbessern und dazu beitragen, die Stromrechnungen der Verbraucher im ganzen Land zu senken. Laut Zenobē wird der Standort den Verbrauchern in den nächsten 15 Jahren voraussichtlich mehr als 170 Millionen Pfund einsparen.

„Unsere Batterien in Blackhillock sind die ersten, die moderne Leistungselektronik nutzen, um eine deutlich höhere Aufnahme von erneuerbarer Energie in das Netz zu ermöglichen. Dies reduziert die Kosten für die Verbraucher drastisch und erhöht die Zuverlässigkeit. Zenobē ist das erste Unternehmen, das diese Fähigkeit in großem Maßstab bereitstellt, und wir helfen Großbritannien, wettbewerbsfähiger zu werden, indem wir die Verfügbarkeit von sauberer, erschwinglicher Energie erhöhen“,  so James Basden, Gründer und Direktor von Zenobē.

Der Standort Blackhillock eignet sich ideal, um Windenergie von drei großen Offshore-Windparks die sich in der Nähe in der Nordsee befinden, zu integrieren und so Netzengpässe zu vermeiden. Das System gleicht Angebot und Nachfrage aus, um sicherzustellen, dass die reichlich vorhandene Windenergie des Landes nicht verschwendet wird. Dies unterstützt das Ziel der britischen Regierung, bis 2030 ein Netto-Null-Stromnetz zu haben. Nach den Berechnungen von Zenobē wird das Projekt in den nächsten 15 Jahren etwa 2,6 Millionen Tonnen CO₂ vor dem Ausstoß in die Atmosphäre schützen, da es mehr Windenergie in das Übertragungsnetz einspeisen wird.

Neben Wärtsiläs Quantum-Batteriespeichersystem verwendet der Standort Blackhillock die hochentwickelte digitale Energieplattform GEMS, mit der die Anlage aus der Ferne  überwacht und bedient wird. GEMS mildert Netzbeschränkungen, indem es Strom zu Zeiten importiert, in denen die Erzeugung erneuerbarer Energien am höchsten ist. Seine datenbasierte Intelligenz wird es Zenobē ermöglichen, an den britischen Strommärkten gerade an erhöhten Nachfragezeiten teilzunehmen.

„Da Großbritannien seine Abhängigkeit von erneuerbaren Energiequellen wie Wind und Sonne immer weiter steigert, sorgen Systeme wie Blackhillock dafür, dass überschüssige Energie gespeichert und dann in Zeiten erhöhter Nachfrage genutzt werden kann. Blackhillock setzt einen neuen Standard und spielt eine zentrale Rolle beim Ausgleich des Stromnetzes und unterstützt Großbritanniens Weg hin zu 100 % erneuerbaren Energien“, sagt Andrew Tang, Vice President von Wärtsilä Energy Storage & Optimisation.

Wärtsilä beliefert Zenobē mit einem zweiten Projekt das ebenfalls im Rahmen des Stability Pathfinder-Programms realisiert wird. Kilmarnock South ist ein 300 MW/600 MWh-Speichersystem, das  voraussichtlich Ende 2025 betriebsbereit sein wird.

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Energiespeichersystem "Blackhillock" © Wartsilä