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Größter Auftrag in der Firmengeschichte: 475 elektrisch Liebherr-Maschinen gehen an Mining-Konzern Fortescue

08.10.2024

Wegweisend für die Miningbranche: Gemeinsam wollen Liebherr und Fortescue der weltweit erste Anbieter von lokal emissionsfreien und zugleich autonomen Maschinen auf dem Miningmarkt sein

© Liebherr/ Der Prototyp eines lokal emissionsfreien und autonomen T 264 Muldenkippers  wurde auf der MINExpo 2024 in Las Vegas (USA) erstmals präsentiert.
© Liebherr/ Der Prototyp eines lokal emissionsfreien und autonomen T 264 Muldenkippers wurde auf der MINExpo 2024 in Las Vegas (USA) erstmals präsentiert.
Liebherr und der australische Eisenerz-Konzern Fortescue haben auf der MINExpo in Las Vegas (USA), einen Vertrag für eine erweiterte Partnerschaft unterschrieben. Dieser sieht die gemeinsame Entwicklung von Technologien für emissionsfreies und autonomes Arbeiten von Maschinen im Bergbau sowie die anschließende Abnahme von 475 Liebherr-Maschinen für den Einsatz in Fortescues Minen in Australien vor.
Dekarbonisierung und Autonomie von Off-Highway- und Schwerlastmaschinen weiter aktiv vorantreiben
Mit Unterstützung des Partners Fortescue verfolgt Liebherr das selbst gesetzte Ziel, dass seine gesamte Produktpalette für die Mining-Industrie ab 2030 nicht mehr auf fossile Brennstoffe angewiesen ist.
Der Auftrag in einer Höhe von rund 2,5 Milliarden-Euro umfasst 360 batterieelektrische sowie autonome Muldenkipper, 55 Elektro-Bagger und 60 batterieelektrische Planierraupen, die Fortescue in seinen Minen in Australien einsetzen wird. Alle diese Maschinen sowie eine Vielzahl der darin verbauten Schlüsselkomponenten und Maschinenelektronik werden an sechs Standorten der Firmengruppe in Deutschland, Frankreich, Österreich, den USA und Australien entwickelt, produziert und später auch gewartet.
Aus der Vereinbarung wird eine der weltweit größten Bergbauflotten entstehen, die komplett emissionsfrei arbeiten. Es war deshalb ein großer Moment für die Firmengruppe, als Dr. Willi Liebherr, Mitglied des Verwaltungsrats der Liebherr-International AG, und Dr. Andrew Forrest, Executive Chairman von Fortescue, in Las Vegas den Vertrag für die erweiterte Partnerschaft zwischen ihren beiden Unternehmen unterzeichneten.
Bereit 2022 erkannten Dr. Willi Liebherr und Dr. Andrew Forrest, dessen Unternehmen ein langjähriger Kunde des Mining-Segments von Liebherr ist, das große Potenzial in der Bündelung der Kompetenzen ihrer Unternehmen. Aus diesem gemeinsamen Bestreben resultierte eine Partnerschaft, die auf der gezielten Kombination des Liebherr Know-hows in der Entwicklung und Herstellung hochqualitativer Maschinen mit der Technologiekompetenz von Fortescue im Bereich batterieelektrischer Antriebe beruht. Das gemeinsame Ziel ist seitdem, Maschinen mit Technologien hervorzubringen, die alle Leistungsanforderungen des Off-Highway- und Schwerlastbereichs erfüllen und dabei nicht mehr auf fossile Brennstoffe angewiesen sind – und so bis 2030 gemeinsam ein komplett emissionsfreies Arbeiten in Minen zu ermöglichen. Dies befähigt die beiden Partner zugleich, ihre eigenen hochgesteckten Dekarbonisierungsziele zu erreichen.
Nachdem sich die Zusammenarbeit in der Entwicklung bisher vor allem auf den Antrieb für eine Teilflotte von 120 Muldenkippern bezog, wurde mit der Vertragsunterzeichnung vergangene Woche die Erweiterung der Partnerschaft darüber hinaus offizialisiert: die beiden Unternehmen arbeiten nun auch im Bereich der Antriebe für Planierraupen sowie auf dem Gebiet der Maschinenautonomie zusammen. Ferner wurde zusammen die Umrüstung von Großhydraulikbaggern mit Verbrennungsmotor auf Elektro-Antrieb erfolgreich umgesetzt. Gemeinsam wollen Liebherr und Fortescue dadurch der weltweit erste Anbieter von einer lokal emissionsfreien und zugleich autonomen Maschinenflotte für die Rohstoffgewinnung auf dem Miningmarkt werden.
Einer der größten Meilensteine auf diesem Weg wurde auf der MINExpo vorgestellt: der Prototyp des ersten batterieelektrischen und zugleich autonomen Muldenkippers T 264. Die Maschine wird mit einem von Fortescue bereitgestellten Batteriesystem sowie mit einer von beiden Unternehmen gemeinsam entwickelten Autonomie-Lösung zum fahrerlosen Einsatz ausgestattet. auch die notwendige Infrastruktur für das Laden der Batterien wurde präsentiert. Alles zusammen bildet ein Gesamtpaket, die sogenannte „Autonomous Haulage Solution“, das sowohl in seiner Gesamtheit als auch seinen einzelnen Bestandteilen von keinem anderen Mining-Maschinen-Hersteller am Markt derzeit angeboten werden kann.
Von den insgesamt 475 Maschinen, die Fortescue Liebherr im Rahmen des Vertrags abnehmen wird, werden 360 elektrische und autonome T 264-Muldenkipper sein – damit kauft Fortescue die dreifache Menge der zu Beginn der Partnerschaft 2022 geplanten 120 Muldenkipper. Hinzu kommen weitere 115 Maschinen: 55 E-Bagger R 9400 E und 60 Planierraupen PR 776. Damit verbunden ist ebenso eine große Menge hydraulischer und mechanischer Komponenten und Elektroniksysteme in diesen Maschinen, die die Firmengruppe im eigenen Haus entwickelt und herstellt – das macht den Auftrag für Liebherr zu einem der wichtigsten und größten seit Firmengründung in 1949.
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08.10.2024 | Autor*in: holler
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