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Größte Energiegenossenschaft Bayerns wächst weiter

01.07.2026

Fast 3200 Mitglieder per Ende 2025- Weitere Projekte in unterschiedlichen Bereichen: Wind, Solar, Speicher, Wärmenetze

EGIS Generalversammlung 2026.jpg
Generalversammlung der EGIS eG © EGIS eG

Neuötting - Die Energiegenossenschaft EGIS eG setzt ihren Wachstumskurs fort. Bei der Generalversammlung zog die Genossenschaft eine positive Bilanz über das Geschäftsjahr 2025 und beschloss eine Dividende von 3,2 Prozent für ihre Mitglieder. Insgesamt werden rund 782.000 Euro ausgeschüttet.
 

Mit inzwischen mehr als 3.400 Mitgliedern ist die EGIS eG nach eigenen Angaben die größte Energiegenossenschaft Bayerns. Ende 2025 zählte sie 3.199 Mitglieder – ein Plus von 447 innerhalb eines Jahres. Das Geschäftsguthaben der Mitglieder stieg auf rund 27 Millionen Euro, der Gruppenumsatz erhöhte sich von 11,2 auf rund 11,8 Millionen Euro.
 

„Dass wir heute die größte Energiegenossenschaft Bayerns sind, zeigt das große Interesse vieler Menschen, die Energiewende aktiv mitzugestalten", sagte Aufsichtsratsvorsitzender Konrad Estermaier bei der Generalversammlung. Das Vertrauen der Mitglieder bestätige den eingeschlagenen Kurs hin zu einer regionalen und bürgernahen Energieversorgung.
 

Auch prominente Unterstützer interessieren sich für das Genossenschaftsmodell: Seit dem Frühjahr 2026 gehört der Astrophysiker und Wissenschaftsjournalist Harald Lesch zu den Mitgliedern.
 

Ausbau der Fernwärme 

Ein Schwerpunkt der vergangenen Monate lag auf dem Ausbau der Fernwärme. Die Genossenschaft treibt Projekte in Amerang, Garching an der Alz und Emmerting voran. Ende 2025 wurden bereits mehr als 1.150 Menschen über die Wärmenetze der EGIS eG versorgt.
 

Dabei setzt die Genossenschaft auf regionale Energiequellen wie Solarenergie, Geothermie und Hackschnitzel. In Garching an der Alz soll künftig Geothermie die Wärmeversorgung übernehmen. Das Projekt befindet sich derzeit im Genehmigungsverfahren.
 

Mehr Solarenergie und Einstieg in die Windkraft 

Auch bei der Photovoltaik wurde das Portfolio erweitert. Neue Bürgersolarparks gingen in Marktl und Pirach ans Netz. Zusätzlich bereitet die Genossenschaft weitere Solar- und Batteriespeicherprojekte mit einer geplanten Gesamtleistung von 35 Megawatt vor.

„Der Einsatz von Speichern gewinnt für die Energiewende zunehmend an Bedeutung", betonte Vorstand Pascal Lang. Batteriespeicher könnten Erzeugung und Verbrauch besser aufeinander abstimmen und damit die Integration erneuerbarer Energien erleichtern.
 

Neu ist außerdem das Engagement im Bereich Windenergie. Gemeinsam mit der Teckwerke Bürgerenergie eG beteiligt sich EGIS am Repowering des Bürgerwindparks Minden-Hahlen in Nordrhein-Westfalen. Dort werden sechs ältere Windkraftanlagen durch drei moderne Anlagen mit einer Leistung von jeweils 5,7 Megawatt ersetzt.
 

Nach Angaben von Lang ergänze die Windkraft die bisherigen Schwerpunkte Photovoltaik und Wärmeversorgung und sorge für eine gleichmäßigere Stromerzeugung über das gesamte Jahr.
 

Weitere Investitionen geplant 

Für die kommenden Monate kündigte die Genossenschaft weitere Investitionen in Photovoltaik, Batteriespeicher und Wärmenetze an. Im Mittelpunkt stehen unter anderem Fernwärmeprojekte in Aschau am Inn und Lindenberg.

Die 2013 gegründete EGIS eG engagiert sich deutschlandweit in den Bereichen Photovoltaik, Fernwärme und Ladeinfrastruktur. Über ihren eigenen Ökostromtarif versorgt sie Kundinnen und Kunden mit Strom aus erneuerbaren Energien. Nach Angaben der Genossenschaft sparen ihre Projekte jährlich mehr als 55.000 Tonnen CO₂ ein. Bürgerinnen und Bürger können sich über eine Mitgliedschaft an den Projekten beteiligen und erhalten eine jährliche Dividende.

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Generalversammlung der EGIS eG © EGIS eG