Für Browser < IE 11 nicht optimiert. Verwenden Sie bitte einen aktuelleren Browser.
Skip to main content
Ökonwes
  • Sonne
  • Wind
  • Biomasse
  • Mobilität
  • Nachhaltigkeit(current)1
    • Nachhaltigkeit
    • Vernetzung(current)2
    • Wasser
    • weitere Energien
    • Ersatz fossiler Energie
    • Umweltschutz
    • Bauen
    • offene Briefe
    • Ansichtssache
    • Buch-Tipp
    • Heroes for future
    • Jobs
    • Ernährung und Gesundheit
    • Ökologisch Investieren
  1. oekonews
  2. Nachhaltigkeit
  3. Vernetzung

Greenpeace warnt vor gletscherfreien Alpen bis 2050

30.06.2004

Ausstellung im Naturhistorischen Museum zeigt dramatischen Gletscherschwund

Vom 1. Juli bis zum 1. August zeigen Greenpeace und das Naturhistorische Museum in Wien die Foto–Ausstellung "Gletscher im Treibhaus". Die Foto–Dokumentation der Gesellschaft fürökologische Forschung wurde von Greenpeace unterstützt und erweitert. Sie vergleicht den Zustand der Gletscher anhand zahlreicher historischer Fotos und Bilder vom Anfang des letzten Jahrhunderts mit aktuellen Fotos vom gar nicht mehr "ewigen" Eis. Die Bilder belegen einen dramatischen Schwund der Eiskappen in den Alpen. "Wenn die Menschheit weiterhin immer mehr Treibhausgase ausstößt, dann könnten bereits Mitte dieses Jahrhunderts die meisten Alpen–Gletscher verschwunden sein", warnte Greenpeace–Sprecher Matthias Schickhofer heute bei der Eröffnung der Ausstellung. Der Generaldirektor des Museums, Bernd Lötsch, erinnerte daran, dass heute seit 400.000 Jahren die höchste CO2–Konzentration auf der Erde gemessen wird.
"Gletscher sind ein guter Indikator für Klimaveränderungen, da sie aufgrund ihrer Masse nur auf länger anhaltende Witterungsanomalien reagieren", betont Dr. Herbert Formayer von der Universität für Bodenkultur. "In den letzten Jahrzehnten konnte bis auf wenige Ausnahmen ein weltweiter Rückgang der Gletscher beobachtet werden. Der rasante Temperaturanstieg hat seit den Siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts zu einem starken Rückgang aller alpinen Gletscher geführt. Das Extremjahr 2003 führte zu rund fünf bis zehn Prozent Volumsverlust bezogen auf das Gletschervolumen 2000."
Formayer warnt vor den Folgen des drohenden Gletscherverlusts: "Zurückziehende Gletscher hinterlassen gelegentlich Gletscherseen. Wasser–Ausbrüche aus solchen Gletscherseen können verheerende Folgen für die darunter liegenden Täler haben – wie dies im Himalaya bereits der Fall ist: Millionen von Menschen sind dort von plötzlichen Flutwellen bedroht." Speziell im Alpenraum sind die Gletscher wesentliche Wasserlieferanten im Sommer. Im August 2003 stammten rund 40 Prozent des Wassers in der Salzach von den Gletschern der Hohen Tauern. "Fehlt diese ‚Gletscherspende‚, hat dies massive Auswirkungen auf die Wasserführung und die Temperatur alpiner Flüsse. Dadurch kann das gesamte Ökosystem "alpiner Fluss" gefährdet werden. Aber auch die Trinkwasser– und die Energieversorgung (Wasserkraft bzw. Kühlwasser für thermische Kraftwerke) sind dadurch betroffen", ergänzte Formayer.
Matthias Schickhofer berichtet von verheerenden Verhältnissen, die Greenpeace–Aktivisten bei einem Lokalaugenschein im August 2003 in den Hohen Tauern vorfanden: "Die Alarmzeichen sind unübersehbar geworden! Geröll–Lawinen, die von den auftauenden Felsflanken herabstürzten und Spaltenlabyrinthe selbst auf flachen Gletschern bedrohen zusehends den Alpin–Tourismus. Wir mussten durch Schmelzbäche in der Nähe von bisher stets vereisten Berggipfeln waten. Wir laden daher vor allem Politiker und Industrievertreter ein, die Ausstellung zu besuchen – um sich von der Dringlichkeit des Klimaschutzes zu überzeugen!"
"Die Ausstellung ist auch ein Aufruf an die Politik: Anstatt das Kyoto–Ziel in Frage zu stellen, Ökostrom–Förderungen zu kürzen und die Lkw–Flut durch neue Transit–Straßen zu steigern, ist Mut zu einer wirksamen Klimaschutzpolitik gefragt. Erneuerbare Energieträger müssen stärker gefördert werden. Der Verkehr ist der Haupt–Klimasünder in Österreich – die CO2–Emissionen sind zwischen 1990 und 2002 um 60 Prozent gestiegen. Wir erwarten uns einen regen Besuch der Ausstellung seitens der Politik – und eine mutige Verkehrspolitik, die auf eine Eindämmung des Verkehrs abzielt", so Schickhofer abschließend.

Verwandte Artikel

  • „Klima-Quittung” zeigt 102 Milliarden Euro an Klimaschäden durch OMV 
  • Greenpeace: Klimagesetz-Entwurf für Österreichs Klimaschutz völlig unbrauchbar
  • Extreme Hitze in Europa: Greenpeace verurteilt Angriffe auf EU-Klimaziel 2040
  • Welttag der Ozeane: Endlich klares Bekenntnis zum Meeresschutz von Österreich gefordert
  • 100 Tage Trump: Abrissbirne für den Klima- und Umweltschutz
  • ZEIGE ALLE BERICHTE ZU DIESEM THEMA
  • Drucken
  • Empfehlen
30.06.2004 | Autor*in: holler
Zum vorigen Artikel voriger Artikel

Europäische Konferenz über erneuerbare Energien und Kooperationsbörse 2004

Zum nächsten Artikel nächster Artikel

Live–Übertragung: Ab 10 Uhr beginnt der Ökostrom–Aktions–Tag in Wien

oekonews

Tageszeitung für Erneuerbare Energie und Nachhaltigkeit. Mittwoch, 21. Januar 2026, 68.150 Artikel Online

Weitere Themen

  • Bericht zum oekonews – Workshop – "Ökostrom vs. Globalisierung"
  • Zwei Köche verderben nicht den Brei
  • Das Zeitalter des billigen Öls ist bald vorbei
  • Mehrfach–Aussendung unseres oekonews–Newsletters
  • Architektur – Lokalaugenschein in Mautern an der Donau
  • Jetzt neu: Umweltlexikon auf oekonews
  • Marchfelduntersuchung mühsamer als erwartet
  • Anti–Atomorganisationen unterzeichnen am 13. Juli den Ökostrom–Appell
  • Ökostrom vs. Globalisierung – ein oekonews–Workshop auf der ATTAC–Sommerakademie
  • Matura vorbei – Was nun?
  • zum ersten Set
  • zurück zum vorigen Set
  • 564
  • 565(current)
  • 566
  • weiter zum nächsten Set
  • zum letzten Set
5.833 Artikel | Seite 565 von 584

Newsletter

zur Anmeldung

Termintipp

Hainburg ’84 – Eine Bewegung setzt sich durch Termin-Tipp buchen

Oekotermine

Werben auf oekonews

Direkt an der Zielgruppe

Wichtiger Artikel

STUDIE: Ohne Energiewende mehr Rohstoffverbrauch
  • Suche
  • Impressum
  • Datenschutz
  • Über oekonews
  • Haftung
  • RSS
© 2026 oekonews.at