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Greenpeace und Samariterbund zum Tag der Klimaopfer: Hitze kann tödlich sein 

15.07.2026

Organisationen fordern besseren Schutz vor den Folgen extremer Hitze 

(c) Samariterbund C. Lipinsky.jpg
Greenpeace und Samariterbund fordern mehr Hitzeschutzmaßnahmen © Samariterbund C.Lipinsky

Wien –  Anlässlich des heutigen Gedenktages für die Opfer der Klimakrise schlagen die Umweltschutzorganisation Greenpeace und der Samariterbund Alarm: Die Folgen der Erderhitzung sind auch in Österreich deutlich spürbar. Hitzewellen nehmen zu, dauern länger und gefährden die Gesundheit der Menschen. Laut dem Hitze-Mortalitätsmonitoring der AGES sind im Sommer des Vorjahres 449 Menschen an Hitze in Österreich gestorben. Daher appellieren Greenpeace und der Samariterbund an die Bundesregierung, die Bevölkerung in Hitzeperioden zu schützen und Städte hitzefit zu machen. 


Marc Dengler, Klima- und Energieexperte bei Greenpeace in Österreich: „Hitze tötet leise – sie ist ein stiller Killer, der unsere zubetonierten Städte und schlecht isolierten Wohnungen in Backöfen verwandelt. Deshalb fordern wir langfristige Maßnahmen von der Bundesregierung: mehr Geld für Gebäudesanierungen, mehr Grün in unseren Städten und ein sozial gerechtes Mietsystem, das Mietminderungen bei mangelhaftem Hitzeschutz gesetzlich verankert.” Eine Reform der Mietzinsbildung hatte die Bundesregierung im Regierungsprogramm versprochen – Ergebnisse liegen bis dato nicht auf dem Tisch.


Samariterbund-Bundeschefarzt Dr. Michael Gruska: „Extreme Hitze kann lebensgefährlich sein. An besonders heißen Tagen steigen die Rettungseinsätze um bis zu 20 Prozent, weil Kreislaufbeschwerden, Hitzschlag und andere gesundheitliche Notfälle zunehmen. Besonders gefährdet sind ältere Menschen, chronisch Kranke, Schwangere sowie Kinder. Deshalb braucht es einen wirksamen Hitzeschutz und gezielte Präventionsmaßnahmen.“  


In Städten spürt man die Hitze mehr als auf dem Land, wo es untertags im Schnitt um rund 2,5 Grad kühler ist als in Stadtzentren. In den Nachtstunden beträgt die Differenz sogar vier bis sechs Grad. Gerade die fehlende nächtliche Abkühlung kann den Körper zusätzlich belasten. Um das Gesundheitsrisiko zu minimieren, empfiehlt der Samariterbund, direkte Sonneneinstrahlung möglichst zu meiden, ausreichend zu trinken, luftige Kleidung zu tragen sowie Wohnräume nachts zu lüften und tagsüber kühl zu halten. Körperliche Anstrengungen und Sport im Freien sollten nach Möglichkeit in die kühleren Morgen- oder Abendstunden verlegt werden. 


Klar ist aber auch: Die Maßnahmen, die Einzelne gegen die Hitze setzen können, haben ihre Grenzen. Daher appellieren Greenpeace und Samariterbund an die Bundesregierung, den Hitzeschutz der Bevölkerung ernst zu nehmen und gesetzlich zu verankern. 

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