Für Browser < IE 11 nicht optimiert. Verwenden Sie bitte einen aktuelleren Browser.
Skip to main content
Ökonwes
  • Sonne
  • Wind
  • Biomasse
  • Mobilität
  • Nachhaltigkeit(current)1
    • Nachhaltigkeit
    • Vernetzung
    • Wasser
    • weitere Energien
    • Ersatz fossiler Energie(current)2
    • Umweltschutz
    • Bauen
    • offene Briefe
    • Ansichtssache
    • Buch-Tipp
    • Heroes for future
    • Jobs
    • Ernährung und Gesundheit
    • Ökologisch Investieren
  1. oekonews
  2. Nachhaltigkeit
  3. Ersatz fossiler Energie
oekonews banner

Greenpeace: Trotz Risiko droht Neustart im ungarischen AKW Paks

22.07.2004

Alte Brennstäbe wurden mit neuen im Reaktorblock 2 vermischt

ja © www.greenpeace.de
ja © www.greenpeace.de
Das ungarische Atomkraftwerk Paks steht trotz der ungelösten Sicherheitsprobleme unmittelbar vor dem Neustart von Reaktorblock 2. Dabei wurden alte Brennstäbe aus dem Unfallpool von 2003 mit neuen vermischt. In einem offenen Brief an den ungarischen Ministerpräsident Peter Medgyessy und die ungarischen Atombehörden fordert Greenpeace, dass die geplante Wiederinbetriebnahme von Block 2 sofort abgesagt wird, so lange nicht nachgewiesen wurde, dass ein risikofreier Betrieb mit den alten Brennstäben möglich ist. "Ohne eine solche Untersuchung ist dies ein unverantwortlicher Schritt, weil die Folgen nicht absehbar sind", kritisierte Jan Haverkamp, Atomexperte von Greenpeace.
Im April 2003 kam es im Atomkraftwerk Paks zu einem Zwischenfall, wobei ausgediente Brennstäbe auf den Boden des Abklingbeckens gefallen sind. Die Brennstäbe sind dabei zum Teil durch Überhitzung verbogen worden oder sogar gebrochen. Bis heute wurde noch immer keine befriedigende Lösung gefunden um sie zu entfernen. Sie liegen noch immer da wo sie damals gelandet sind. Beim Laden des Reaktorblocks 2 wurden nun alte Brennstäbe aus dem Pool, in dem auch die kaputten Brennstäbe lagen, mit neuen Brennstäben vermischt. Die alten Brennstäbe könnten aber durch die gebrochenen, die im selben Pool lagen, kontaminiert worden sein. "Dadurch könnte es zu Instabilitäten kommen", so Haverkamp.

Wirtschaftliche Gründe versus Sicherheit

Da der Betreibergesellschaft MVM jeder Tag Stillstand des Reaktorblocks mehr als 200.000 Euro kostet und für heuer bereits wieder eine Betriebsdauer von 120 Tagen kalkuliert war, will man jetzt aus wirtschaftlichen Gründen den betreffenden Block wieder in Betrieb nehmen. Der von der ungarischen Regierung beauftragte Inspektor für die Aufräumungsarbeiten, der eine verfrühte Wiederinbetriebnahme ablehnte, wurde inzwischen kurzfristig von seinem Amt enthoben.
Greenpeace verlangt eine gründliche und unabhängige wissenschaftliche Analyse der Risiken und eine Veröffentlichung der Ergebnisse bevor Block 2 wieder in Betrieb genommen werden kann. Bei Zweifel über die Sicherheit soll Block 2 weiterhin stillgelegt bleiben. "Es darf nicht sein, das aus rein wirtschaftlichem Gründen ein unbekanntes Risiko in Kauf genommen wird", so Haverkamp: "Mit Atomkraftwerken darf nicht herum experimentiert werden!"

Verwandte Artikel

  • Greenpeace zu Naturschutz-Novelle: Abrissbirne für den Vorarlberger Naturschutz
  • Greenpeace zu Klimagesetz: Wirtschaftskammer und Industriellenvereinigung müssen Klimablockade beenden
  • Greenpeace-Lokalaugenschein: 66,3 Grad vor Wiener Hauptbahnhof gemessen
  • Greenpeace-Marktcheck von Tomatensugo: Nur sieben Prozent Bio bei Sugo mit Fleisch
  • Greenpeace und Samariterbund zum Tag der Klimaopfer: Hitze kann tödlich sein 
  • ZEIGE ALLE BERICHTE ZU DIESEM THEMA
  • Drucken
  • Empfehlen
22.07.2004 | Autor*in: holler
Zum vorigen Artikel voriger Artikel

Chancen durch erneuerbare Energieversorgung in Deutschland

Zum nächsten Artikel nächster Artikel

CEZ will durch Einstieg in Bulgarien und der Slowakei zum führenden Atomkonzern in Mitteleuropa werden

oekonews

Tageszeitung für Erneuerbare Energie und Nachhaltigkeit. Samstag, 10. Oktober 2026, 70.365 Artikel Online

Weitere Themen

  • Forschung für Ökostrom bis 2006 gesichert
  • Gorbach: Reaktion der Atomsicherheitsbehörde kommt sehr spät
  • European Energy Award an Bonn, Remscheid, Senden und Ostbevern
  • AKW Temelin: Störfall Nr. 71
  • Kein Ende hoher Heizölpreise in Sicht
  • Bartensteins Entwurf zum Ökostromgesetz kann keine Diskussionsgrundlage sein
  • Strompreise: Ökoenergie nicht für Anstieg verantwortlich
  • Umweltverträglichkeits - Dokumentation Brennelement - Behälterlager in Temelín
  • Vierertreffen der Umweltminister
  • Greenpeace: Mini-Ölpest gegen Politik von OPEC und Ölmultis
  • zum ersten Set
  • zurück zum vorigen Set
  • 1266
  • 1267(current)
  • 1268
  • weiter zum nächsten Set
  • zum letzten Set
13.377 Artikel | Seite 1.267 von 1.338

Newsletter

zur Anmeldung

Termintipp

Termin-Tipp buchen

Oekotermine

Werben auf oekonews

Direkt an der Zielgruppe

Wichtiger Artikel

STUDIE: Ohne Energiewende mehr Rohstoffverbrauch
  • Suche
  • Impressum
  • Datenschutz
  • Über oekonews
  • Haftung
  • RSS
© 2026 oekonews.at
ja © www.greenpeace.de

ja © www.greenpeace.de