Für Browser < IE 11 nicht optimiert. Verwenden Sie bitte einen aktuelleren Browser.
Skip to main content
Ökonwes
  • Sonne
  • Wind
  • Biomasse
  • Mobilität
  • Nachhaltigkeit(current)1
    • Nachhaltigkeit
    • Vernetzung
    • Wasser
    • weitere Energien
    • Ersatz fossiler Energie
    • Umweltschutz(current)2
    • Bauen
    • offene Briefe
    • Ansichtssache
    • Buch-Tipp
    • Heroes for future
    • Jobs
    • Ernährung und Gesundheit
    • Ökologisch Investieren
  1. oekonews
  2. Nachhaltigkeit
  3. Umweltschutz

Greenpeace startet Arktis–Expedition

14.05.2010

Wissenschafter erforschen Folgen des Klimawandels und der Ozeanversauerung

ja © www.greenpeace.de
ja © www.greenpeace.de
Das Greenpeace–Schiff "Esperanza" wird heute von Kiel aus zu einer viermonatigen Expedition in die Arktis aufbrechen. Zur rund dreißigköpfigen Besatzung an Bord des größten Greenpeace–Schiffes werden mehrere Klima– und Meeresexperten der Umweltorganisation sowie weitere Wissenschafter/innen gehören.
Gemeinsam wird man sich der massivsten Bedrohungen für die Arktis annehmen: des Einflusses des Klimawandels auf das ewige Eis, der Versauerung der Ozeane sowie der fortwährenden Ausbeutung sämtlicher Fischbestände. Allein die Erhebung der zunehmenden Ozeanversauerung durch Wissen–schafter/innen des Kieler Leibniz–Instituts für Meereswissenschaften (IFM–GEOMAR) wird die weltweit erste ihrer Art sein.
"Eine der letzten fast unberührten Regionen unserer Welt ist inzwischen am stärksten vom Klimawandel betroffen", berichtet Antje Helms, Meeresbiologin von Greenpeace. "Deshalb ist es notwendig, langfristig Daten in der Arktis zu erheben, denn nur so lassen sich die Klimamodelle in ihrer Aussagekraft verbessern", weiß Helms. "Um den Klimawandel zu stoppen und die Arktis zu bewahren, muss der Ausstoß von Treibhausgasen um vierzig Prozent bis zum Jahr 2020 gesenkt werden. Zusätzlich muss auch die Ausbeutung der Arktis aufgehalten werden, wofür wir ein Sofortverbot jeglicher industrieller Nutzung des Arktischen Ozeans benötigen, der bisher noch durch Eis geschützt war", fordert Helms. Erstes Ziel der Greenpeace–Expedition wird Spitzbergen sein, wo die Wissenschafter/innen vom IFM–GEOMAR im Kongsford die Auswirkungen der Ozeanversauerung, eine bislang wenig bekannte Folge des Kohlendioxidausstoßes, überprüfen werden. Die Polargebiete sind davon besonders stark betroffen, weil die Meere dort aufgrund der niedrigen Temperaturen besonders viel CO2 aufnehmen. Für diese Untersuchungen wird die weltweit größte, in Kiel entwickelte, Anlage eingesetzt werden. "Wir werden zunächst einmal den Einfluss der zunehmenden Versauerung des Meerwassers auf die natürlichen Planktongemeinschaften durchleuchten", erläutert Professor Dr. Ulf Riebesell, der Leiter dieses Forschungsprojekts. Mit Hilfe von Laborexperimenten konnten die Kieler Forscher/innen bereits nachweisen, dass insbesondere Flügelschnecken, ein wichtiges Bindeglied im arktischen Nahrungsnetz, äußerst empfindlich auf die steigende Ozeanversauerung reagieren. Im zweiten Expeditionsabschnitt wird die Crew der "Esperanza" dann die bisher unerforschten Tiefen der nördlichen Barentssee kartieren und alle dort aufkreuzenden Fischtrawler erfassen. Durch das zurückweichende Eis ziehen die großen Fischereiflotten, die mit ihren Grundschleppnetzen womöglich unentdeckte Naturschönheiten zerstören könnten, nämlich immer weiter nordwärts an die Neue Eiskante, wo sie sich einen Zugang zu ergiebigeren Fischgründen erhoffen – denn in diesem Gebiet existiert noch keinerlei Beschränkung für die Fischerei.
Auf der weiteren Fahrt wird schließlich der Rückgang des arktischen Meereises dokumentiert werden: Gemeinsam mit Forscher/inne/n aus Cambridge will man das Meereis in der Framstraße zwischen Spitz–bergen und Grönland vermessen. Weiters werden Wissenschafter/innen des "Woods Hole Institute" und der Universität Maine (beide USA) die immense Gletscherschmelze auf Grönland untersuchen. Bereits im vergangenen Jahr fanden sie erste Belege dafür, dass warmes, subtropisches Wasser bis in die Fjorde Grönlands vordringt, und dadurch die Gletscherschmelze auch von unten angetrieben wird.

Verwandte Artikel

  • Asbest im Burgenland: Erste Luftmesswerte bestätigen Warnungen von Greenpeace
  • „Klima-Quittung” zeigt 102 Milliarden Euro an Klimaschäden durch OMV 
  • Greenpeace: Klimagesetz-Entwurf für Österreichs Klimaschutz völlig unbrauchbar
  • Extreme Hitze in Europa: Greenpeace verurteilt Angriffe auf EU-Klimaziel 2040
  • Welttag der Ozeane: Endlich klares Bekenntnis zum Meeresschutz von Österreich gefordert
  • ZEIGE ALLE BERICHTE ZU DIESEM THEMA
  • Drucken
  • Empfehlen
14.05.2010 | Autor*in: holler
Zum vorigen Artikel voriger Artikel

Transdanubien fordert Kehrtwende in der Stadtentwicklung!

Zum nächsten Artikel nächster Artikel

Wissenschaftler mahnen radikale Änderungen in der Klimapolitik ein

oekonews

Tageszeitung für Erneuerbare Energie und Nachhaltigkeit. Freitag, 12. Juni 2026, 69.368 Artikel Online

Weitere Themen

  • Greenpeace zur FIFA WM 2026: Rekord-Emissionen und massives Greenwashing bei Klimazielen und umweltzerstörerischen Sponsoren 
  • Neue FÖS-Studie: Extreme Vermögen verursachen Klimaschäden in Billionenhöhe
  • Alps Future Award feiert Premiere beim AlpenKlimaGipfel auf der Zugspitze
  • Bauen wir die zirkuläre Stadt
  • BUND: Bäume sind natürliche Klimaanlagen gegen die Hitze
  • eLABoration Wood: Neues Bildungslabor macht Wissen über Wald, Holz und Bioökonomie frei zugänglich
  • GLOBAL 2000 kritisiert Budget: „Viele Worte, wenig Taten“ beim Klimaschutz
  • Greenpeace zum Budget: Kosten-Boomerang durch fehlendes Geld für Klimaschutz vorprogrammiert
  • Bonner Klimagespräche: Entscheidende Weichenstellung für Klimaschutz und Waldschutz
  • EU verschärft Druck auf Österreich wegen Aarhus-Konvention
  • zum ersten Set
  • zurück zum vorigen Set
  • 1(current)
  • 2
  • 3
  • weiter zum nächsten Set
  • zum letzten Set
15.398 Artikel | Seite 1 von 1.540

Newsletter

zur Anmeldung

Termintipp

Termin-Tipp buchen

Oekotermine

Werben auf oekonews

Direkt an der Zielgruppe

Wichtiger Artikel

STUDIE: Ohne Energiewende mehr Rohstoffverbrauch
  • Suche
  • Impressum
  • Datenschutz
  • Über oekonews
  • Haftung
  • RSS
© 2026 oekonews.at
ja © www.greenpeace.de

ja © www.greenpeace.de