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Greenpeace-Report: Kleidungs-Gütezeichen auf dem Prüfstand

30.06.2023

Mehr als die Hälfte der geprüften Kennzeichen nicht vertrauenswürdig – Greenpeace fordert starkes EU-Gesetz gegen Greenwashing und rasche Umsetzung des EU-Lieferkettengesetz

© Mylene2401
© Mylene2401
Wien - Greenpeace bietet Orientierung im Gütezeichen-Dschungel: Im neu veröffentlichten Report „Zeichen-Tricks III - Gütezeichenguide für Bekleidung“ hat die Umweltschutzorganisation 29 Gütezeichen für Bekleidung genauer unter die Lupe genommen. Das alarmierende Ergebnis: Mehr als die Hälfte der analysierten Gütezeichen sind nicht vertrauenswürdig. Vor allem eigene Nachhaltigkeitslabels großer Konzerne wie H&M, Primark oder Zara fallen durch. Greenpeace fordert als Reaktion auf das weit verbreitete Greenwashing klare EU-Vorgaben für grüne Werbung sowie eine konsequente Umsetzung des EU-Lieferkettengesetz.
“Mit dem neuen Gütezeichenguide für Kleidung bringen wir Licht in den Gütezeichen-Dschungel. Gerade die internationalen Fast-Fashion-Ketten versuchen sich ein grünes Image zu verpassen, doch das Modebusiness bleibt schmutzig und ungerecht. Weltweit schuften Arbeiterinnen und Arbeiter noch immer für geringen Lohn. Plastikfasern, hohe Emissionen, gefährliche Chemikalien und enorme Müllberge kennzeichnen die Branche. Wir schaffen Orientierung und zeigen auf, welche Gütezeichen halten, was sie versprechen und welche reine Greenwashing PR sind.” sagt Lisa Tamina Panhuber, Kreislaufwirtschaftsexpertin bei Greenpeace in Österreich. Bei der Bewertung haben die Greenpeace-Expert:innen insbesondere Umweltauswirkungen, Transparenz und Kontrollen der Gütezeichen untersucht. Bewertet wurde auf einem fünfstufigen Ampelsystem von sehr vertrauenswürdig bis absolut nicht vertrauenswürdig. Auffallend ist, dass kaum ein Gütezeichen verbindliche Vorgaben für eine Entschleunigung von Fast Fashion macht. Dabei sind gerade die kurzlebigen Trends, unzählige neue Kollektionen und das Geschäftsmodell der “Wegwerfmode” das Hauptproblem der Modeindustrie.
Von den 29 bewerteten Gütezeichen hat Greenpeace fünf grün, neun gelb und 15 orange oder rot eingestuft. Besonders schlecht abgeschnitten haben die Nachhaltigkeitslabels der Modekonzerne wie Primark Cares oder Zara Join Life. Fünf der Gütezeichen schneiden in der Untersuchung von Greenpeace gut ab, insbesondere von unabhängigen Instituten vergebene Gütezeichen. So sind laut Greenpeace Labels wie GOTS und IVN best, aber auch das Programm der Marke Vaude - Green Shape vertrauenswürdig. Die behördlichen Gütesiegel wie das EU Ecolabel und einzelne private Initiativen machen erste gute Schritte, weisen aber noch Lücken bei der Kontrolle von gefährlichen Chemikalien und dem Einsatz von ökologischen Fasern auf. Rund die Hälfte der Labels fallen mit dürftigen Bemühungen, mangelnder Transparenz oder schwachen Kontrollmechanismen durch, darunter das bekannte Gütezeichen der Better Cotton Initiative. Insbesondere die Nachhaltigkeitslabels der großen Modekonzerne wie H&M, Primark, Mango, C&A und Zara sind schwach und nicht vertrauenswürdig. So ist zum Beispiel bei Primark Cares nicht transparent, wann ein Produkt das Label erhält und bei Zara Join Life ist die Lieferkette intransparent.
“Gütezeichen und grüne Werbung liegen für die Industrie voll im Trend, denn sie kurbeln den Verkauf an. Die Folgen sind dabei oft katastrophal, denn billigst produzierte Kleidung geht oft auf Kosten der Arbeiterinnen und Arbeiter sowie der Umwelt. Statt falscher Versprechen braucht es jetzt hohe Umwelt- und Sozialstandards, die sicherstellen, dass weniger und dafür langlebige Kleidung produziert wird. Nur so können Umwelt und Menschenrechte verlässlich geschützt werden”, so Panhuber. Greenpeace fordert ein EU-Gesetz gegen Greenwashing, das verhindert, dass Unternehmen mit inhaltslosen und irreführenden Versprechen locken. Außerdem müsse das EU-Lieferkettengesetz rasch umgesetzt werden. “Die umweltfreundlichste Wahl ist in jedem Fall Second Hand, Kleidung tauschen, reparieren und lange tragen”, empfiehlt Panhuber abschließend.
Den Report “Die Label-Masche” zu Gütezeichen auf Kleidung finden Sie hier
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30.06.2023 | Autor*in: holler
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