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Greenpeace-Recherche: Entwicklung der Elektromobilität folgt sprunghaft wachsenden Technologien wie Solarenergie

17.03.2026

EU droht mit geplanter Verlangsamung den Anschluss an China zu verlieren

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Nur Laden allein ist zuwenig © Ecoflow

Berlin - Der weltweite Markt für Elektromobilität entwickelt sich genauso rasant wie frühere Technologiesprünge in der Photovoltaik. Das zeigt eine neue Datenrecherche von Greenpeace . Sie beschreibt mit Hilfe gängiger statistischer Modelle die wahrscheinliche weitere Entwicklung. Bis Ende des Jahres 2035 wächst der E-Auto-Anteil am Weltmarkt demnach auf 75 Prozent, in China sogar auf 89 Prozent. In der EU hingegen führt das zuletzt auch politisch gebremste Wachstum der E-Mobilität bis 2035 gemäß der Modelle zu einem unterdurchschnittlichen Marktanteil von 71 Prozent. „Die E-Mobilität wächst nicht linear, sondern exponentiell. Jetzt gerade entwickelt dieser Wandel seine stärkste Wucht”, sagt Greenpeace-Mobilitätsexpertin Lena Donat. “Die deutsche Bundesregierung darf nicht zulassen, dass die deutschen Hersteller als Nokias der Autobranche enden. Sie muss die weltweite Dynamik anerkennen und mit starken Steueranreizen das Tempo beim Umstieg auf Elektromobilität weiter anziehen.“
 

Beschleunigter Hochlauf der E-Mobilität kann Europa Milliarden Liter Sprit sparen
 

Wie die Politik die Geschwindigkeit des Elektroauto-Hochlaufs steuern kann, zeigt der Blick nach Norwegen. Dort verlangsamte sich der Verkauf von E-Autos in den Jahren 2016 und 2017 ähnlich wie 2024/25 in der EU. Mit einem verlässlichen politischen Rahmen beim Besteuern und Fördern von E-Autos beschleunigte sich der Absatz wieder derart, dass bereits im vergangenen Jahr 96 Prozent aller dort verkauften Neuwagen rein elektrisch fuhren. Folgte die EU dem Beispiel Norwegens ab dem Jahr 2018, könnten bereits 2034 alle Neuwagen elektrisch sein. Dadurch ließen sich bis zum Jahr 2050 etwa 500 Milliarden Liter Kraftstoff sparen - die Menge entspricht dem aktuellen Spritbedarf aller PKW in Deutschland über einen Zeitraum von elf Jahren.
 

“Millionen Menschen zahlen jetzt mit jeder Tankquittung den Preis für eine auf Öl ausgerichtete Verkehrspolitik”, so Donat. “Elektromobilität bietet einen Ausweg aus dieser Sackgasse. Sie wächst weltweit rasant, wird aber in Europa gebremst. Jetzt ist der Zeitpunkt für die Bundesregierung, Elektromobilität konsequent zu fördern und uns aus der fossilen Falle zu befreien.”
 

Diesen Dienstag treffen sich die EU-Umweltminister:innen in Brüssel, um die Abschwächung der europäischen CO2-Grenzwerte zu debattieren. Die Grenzwerte sind ein entscheidender Hebel für die Durchsetzung der Elektromobilität. Auch auf Druck von Deutschland hat die EU-Kommission vorgeschlagen, die bisherige Regelung deutlich abzuschwächen. War bislang beschlossen, dass Neuwagen ab dem Jahr 2035 ihren CO2-Ausstoß um 100 Prozent reduziert haben müssen, sollen nun nur noch 90 Prozent erreicht werden. Entsprechend würden auch über das bisherige Datum hinaus Pkw mit Verbrennungsmotor zugelassen werden.

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