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Greenpeace-Marktcheck zu Eiscreme: Nur drei Prozent Bio

24.05.2026

Greenpeace / Handel / Konsum / Lebensmittel / Umwelt 20.05.2026, 06:00 | OTS0001 | Greenpeace Greenpeace-Marktcheck zu Eiscreme: Nur drei Prozent Bio - Lediglich ein Fünftel des Sortiments ist gentechnikfrei hergestellt – Greenpeace fordert von Herstellern und Supermärkten mehr umweltfreundliches Angebot im Kühlregal

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Eis © tomekwalecki pixabay.com
Wien - Vor den heißen Sommermonaten hat Greenpeace das Speiseeis-Sortiment in den österreichischen Supermärkten unter die Lupe genommen. Bewertet wurde dabei nach Umweltkriterien. Das Ergebnis ist enttäuschend: Nur etwa drei Prozent der Eiscreme-Produkte, vom Stieleis bis hin zur Familienpackung, sind in Bio-Qualität verfügbar. Auch herkömmliches Eis, das ohne Gentech-Futter hergestellt wurde, ist Mangelware. Rein pflanzliches Eis – darunter Wasser-Eis und Frucht-Sorbet – ist mit über zehn Prozent im Kühlregal vertreten. Greenpeace fordert von den Herstellern und Supermärkten, das umweltfreundliche Angebot auszubauen. Am besten schneidet beim Sortimentsvergleich Interspar ab.


Gundi Schachl, Leiterin des Greenpeace-Marktchecks: „Wer beim Eisgenuss auf die Umwelt achten möchte, muss im Supermarkt lange suchen: Biologisches und rein pflanzliches Eis ist besser für Mensch und Natur, bleibt aber die Ausnahme im Kühlregal.” Bereits 2022 hat Greenpeace das Eissortiment des Handels geprüft. Der Vergleich zeigt: Während die Kühlregale mit durchschnittlich 160 Produkten prall gefüllt sind, ist das Bio-Angebot sogar rückläufig – von 3,8 Prozent auf 2,8 Prozent. Diese Entwicklung ist unverständlich, denn die aktuellen Zahlen der AMA-Marketing belegen, dass die Nachfrage nach Bio-Lebensmitteln im Supermarkt gestiegen ist. Auch das gentechnikfreie Eis-Sortiment ist überschaubar: Ähnlich wie bei den Marktcheck-Ergebnissen vor vier Jahren kann nur bei 20 Prozent der Produkte der Einsatz von gentechnisch veränderten Futtermitteln ausgeschlossen werden. Darunter fällt Eis, das biologisch hergestellt ist, rein pflanzliche Zutaten enthält und Eiscreme mit Milch aus Österreich. In Österreich landet bereits seit 2010 kein Gentech-Soja aus Regenwaldzerstörung mehr im Futtertrog der Milchkühe. Unilever, das mit bekannten Marken wie Eskimo, Cremissimo und Twinni mehr als die Hälfte des Angebots ausmacht, gibt keine Auskunft über die Herstellung und Herkunft der Zutaten und bietet auch kein Bio-Produkt an.


Wer beim Eiskonsum auf Bio setzen will, wird vorwiegend bei den Handelsmarken wie „Ja! Natürlich“, „Spar Natur pur“ oder „Zurück zum Ursprung“ fündig. Das umweltfreundlichste Angebot an Eiscreme hat Interspar und belegt damit auch den ersten Platz beim Greenpeace-Marktcheck. Spar und Hofer belegen die Plätze zwei und drei. Schlusslicht ist der Rewe-Diskonter Penny, der weder Bio-Eis noch rein pflanzliche Optionen im Sortiment führt. „Wir fordern die Supermärkte und Konzerne wie Unilever auf, auch bei Eiscreme Verantwortung für die Umwelt zu übernehmen und mehr biologisch hergestellte sowie rein pflanzliche Produkte ins Kühlregal zu bringen“, sagt Schachl.
 

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Eis © tomekwalecki pixabay.com