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Greenpeace errichtet Friedhof für Feinstaubopfer vor Wiener Rathaus

13.04.2005

Bürgermeister Häupl muss sich zur Öko–City–Maut bekennen

25 Greenpeace–Aktivisten stellten heute 300 Kreuze für die unbekannten Feinstaubopfer in Wien vor dem Rathaus auf. Mit dieser Aktion heute Vormittag protestiert Greenpeace gegen die Untätigkeit des Wiener Bürgermeisters, die Gesundheit der Wienerinnen und Wiener durch Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung zu schützen.
"Dieser Friedhof symbolisiert die vielen Hundert vorzeitigen Todesfälle und die stark verkürzte Lebenserwartung der Wiener Bevölkerung aufgrund der Feinstaubbelastung", verdeutlicht Greenpeace–Verkehrsexperte Erwin Mayer die Protestaktion. Greenpeace fordert den Wiener Bürgermeister Michael Häupl auf, nicht länger zu diesem Problem zu schweigen sondern wirksame Sofortmaßnahmen zu ergreifen. Die Umweltschützer platzierten ihre Forderungen auf Transparenten direkt vor dem Rathaus und forderten eine ökologisch gestaffelte City–Maut in Wien. Nach der Errichtung des Feinstaubopferfriedhofs wollen die Greenpeace–Aktivisten dem Wiener Bürgermeister mehrere Friedhofskreuze und Stellungnahmen von Wiener Bürgern zum Feinstaubproblem übergeben.
Aktuelle Studien der Weltgesundheitsorganisation, der Amerikanischen Krebsgesellschaft und der österreichischen Akademie der
Wissenschaften belegen den unmittelbaren Zusammenhang zwischen erhöhten Feinstaubwerten und vorzeitigen Todesfällen. So erhöht die Konzentration von Ultrafeinstaubpartikeln (PM 2,5) in der Luft pro zehn Mikrogramm die Sterblichkeit um sechs Prozent pro Jahr. "Die Beweislage für die Gesundheitsgefährdung ist klar und die Verantwortung von Michael Häupl ist gesetzlich geregelt", stellt Mayer fest. Die empfohlenen Maßnahmen des im März verspätet vorgelegten Statusberichts müssen nun schnellstens beschlossen und nicht bis zum Herbst vertagt werden. "Jeder verlorene Tag kostet viele Menschenleben", warnt Mayer. Fahrverbote für bestimmte Fahrzeugkategorien, die Freifahrt für öffentliche Verkehrsmittel an Tagen mit Grenzwertüberschreitung sowie der Ausbau und die Förderung des Verkehrsverbund Ost–Region (VOR) sind nötig.
Besonderes Augenmerk muss die Stadt Wien auf die "sorgfältige Prüfung der im Masterplan Verkehr angeführten Straßenprojekte im Hinblick auf eine mögliche Erhöhung der Emissionen von PM10 und Stickoxiden" legen. Für Greenpeace bedeutet dies, dass sämtliche neuen Straßenbauprojekte in und um Wien einschließlich der Lobbauautobahn gestoppt werden müssen, so lange ganz Wien ein Luftsanierungsgebiet ist. Zusätzlich muss zur Entlastung der Wiener Luft eine Öko–City–Maut nach Londoner Vorbild einführt werden.
"Neue Autobahnen im Einzugsgebiet von Wien als neue Feinstaubquellen zu errichten und gleichzeitig auf die Öko–City–Maut zu verzichten, wäre die vorsätzliche Inkaufnahme von Hunderten weiteren vorzeitigen Todesfällen in Wien", beruft sich Mayer auf die Ergebnisse des Wiener Statusberichts und die Warnungen der Mediziner. Die Stadt Wien darf die Verantwortung nicht auf den Bund abschieben sondern kann selbst die Einführung einer Öko–City–Maut beschließen. Die Fahrzeuge mit den höchsten Emissionen würden dadurch langfristig aus dem Verkehr gezogen werden. Die EU–Abgasstandards für Euro 5 (PKW) und Euro 6 (LKW) könnten in die Tarifgestaltung dieser Öko–City–Maut einfließen. Über die dadurch erreichte höhere Kostenwahrheit würde so wie auch in London der Umstieg auf die öffentlichen Verkehrsmittel massiv gefördert werden.
Quelle: Greenpeace

Aus weiteren Meldungen zum Thema:

Gegen eine Einführung der City–Maut sprachen sich heute die Autofahrer–Clubs ÖAMTC und ARBÖ aus, die Wiener Umweltstadträtin Ulli Sima begrüßte gestern die Forderung nach einem Feinstaubgipfel von Bund und Ländern, die von mehreren Seiten erhoben wurden (Land Niederösterreich, SPÖ Oberösterreich, Grüne).
Zu den heutigen Greenpeace–Forderungen nach Sofortmaßnahmen meint Ulli Sima: "Die ersten umfassenden Anti–Feinstaub–Maßnahmen werden in Wien umgesetzt und greifen bereits. Klar ist, dass die Maßnahmen entsprechend dem Empfehlungen des Umweltbundesamtes und TU–Experten in den verschiedensten Bereichen gesetzt werden, sie reichen vom Bereich der Raumwärme, über Winterdienst und Straßenreinigung bis hin zum Verkehr."
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13.04.2005 | Autor*in: holler
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