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Gorbach zu Temelin: Es bleibt die bedrohliche Frage "Was wäre, wenn …"

08.06.2004

Österreich soll mutig den Weg in Richtung atomfreies Europa gehen

"Der Zwischenfall vorgestern hat gottseidank zu keiner konkreten Gefährdung geführt, aber hinter all diesen Zwischenfällen in Atomkraftwerken steht letzlich immer die bedrohliche Frage `was wäre, wenn …?‚", meinte VK Infrastrukturminister Hubert Gorbach am Dienstag zum Zwischenfall im tschechischen AKW Temelin. Sehr unzufrieden zeigte sich Gorbach darüber, dass Tschechien erst einen Tag nach dem Vorfall Österreich informiert hatte. "Diese lange Verzögerung ist inakzeptabel", betonte der Vizekanzler.
"Der Mensch hat die Atomenergie nicht zu 100 Prozent im Griff, das ist meine feste Überzeugung. Darum werde ich mich mit aller Kraft und Konsequenz für ein atomfreies Europa einsetzen", erklärte der langjährige Atomgegner. Er wünsche sich eine klare PositionierungÖsterreichs in der Europäischen Union.
Als Technologieminister werde er die nichtnukleare Energieforschung weiter vorantreiben. "Unsere laufenden Programmlinien `Energiesysteme der Zukunft‚ konzentrieren sich insbesondere auf Bioenergie oder solares Heizen und Kühlen. Wir fördern derzeit rund 40 Projekte mit rund 4,4 Millionen Euro. Im kommenden Jahr gibt es die nächste Ausschreibung, die wieder in dieser Größenordnung liegen wird", erklärte Gorbach zu den Aktivitäten seines Ministeriums. "Österreich liegt in der Nutzung erneuerbarer Energie im Euroäischen Spitzenfeld – diese Position wollen wir ausbauen", schloss Gorbach.
Rückfragehinweis: BM für Verkehr, Innovation und Technologie
*** OTS–ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***
OTS0067 2004–06–08/10:13

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08.06.2004 | Autor*in: holler
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