Goparity: Jedes 1.000 Euro Investment vermeidet im Schnitt 1,6 Tonnen CO₂
Lissabon – Die nachhaltige Investmentplattform Goparity hat ihren Impact Report 2025 veröffentlicht und zeigt darin, wie stark sich Investitionen in konkrete Umwelt- und Sozialwirkungen übersetzen lassen. Demnach vermeiden 1.000 Euro Investment im Schnitt 1,6 Tonnen CO₂-Emissionen pro Jahr und ermöglichen gleichzeitig rund 2,2 MWh an erzeugter oder eingesparter sauberer Energie.
Je nach Projektart profitieren zudem durchschnittlich 14 Menschen direkt von den Investitionen – etwa durch Zugang zu Energie, Arbeitsplätzen oder nachhaltiger Infrastruktur.
Auch größere Investitionssummen lassen sich laut Bericht direkt in Wirkung übersetzen: 10.000 Euro entsprechen im Schnitt der Schaffung von vier Arbeitsplätzen oder der nachhaltigen Bewirtschaftung von vier Hektar Land oder Wasser.
Goparity will damit die Verbindung zwischen Kapital und realer Wirkung transparenter machen – ein Ansatz, der laut Plattform besonders in Zeiten steigender Anforderungen an die Nachvollziehbarkeit von ESG-Investments an Bedeutung gewinnt.
Bis Ende 2025 hat Goparity insgesamt 430 Projekte in 18 Ländern auf drei Kontinenten finanziert und dafür rund 53 Millionen Euro mobilisiert. Anlegerinnen und Anleger erhielten bisher 32 Millionen Euro an Kapital und Zinsen zurück.
Besonders hervorgehoben werden 150 vollständig zurückgezahlte Impact-Darlehen, die insgesamt 19,3 Millionen Euro an die Community zurückgeführt haben – bei einer durchschnittlichen jährlichen Rendite von 5,4 Prozent.
Die Plattform zählt mittlerweile 78.451 registrierte Nutzerinnen und Nutzer aus 165 Nationen. Das Portfolio umfasst unter anderem Projekte aus den Bereichen erneuerbare Energien, soziale Wirtschaft, nachhaltige Landwirtschaft und Unternehmen im Transformationsprozess.
Mehr als die Hälfte des bereits rückgezahlten Kapitals wurde in Projekte in Portugal investiert, wo über 10 Millionen Euro an Investitionen zurückflossen.
Zur Weiterentwicklung der Methodik arbeitete Goparity mit AltFinLab zusammen, einer Initiative des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen (UNDP). Die Wirkungsmessung wurde dabei auf 23 Outputs, 21 Outcomes und 20 Impact-Indikatoren ausgeweitet.
„Das traditionelle Finanzsystem trennt Finanzen und Wirkung, als wären es zwei verschiedene Welten. Heute wissen wir, dass das nicht der Fall ist“, sagte CEO und Mitgründer Nuno Brito Jorge. Die Plattform investiere gezielt in Projekte, die sowohl Rendite als auch positiven gesellschaftlichen und ökologischen Einfluss erzeugen.
Auch Projektleiterin Iara Comunello Martins betonte, Ziel sei es gewesen, den Zusammenhang zwischen Kapital und Wirkung klarer und messbarer darzustellen.
Der Bericht zeigt damit insgesamt, wie sich Impact Investing zunehmend als Schnittstelle zwischen finanzieller Rendite und messbarem gesellschaftlichem Nutzen etabliert.