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Globale Kapazität erneuerbarer Energien könnte sich bis 2031 mehr als verdoppeln

13.03.2026

Die weltweit installierte Kapazität erneuerbarer Energien dürfte in den kommenden Jahren stark wachsen.

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© GlobalData

Laut einer aktuellen Analyse des Daten- und Forschungsunternehmens GlobalData könnte sie sich von rund 4,1 Terawatt im Jahr 2025 auf etwa 8,4 Terawatt im Jahr 2031 mehr als verdoppeln. Das entspricht einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von rund 13 Prozent. Haupttreiber sind die schnelle Skalierbarkeit von Photovoltaik, sinkende Kosten und zunehmend unterstützende politische Rahmenbedingungen.
 

Der jüngste Bericht „Renewable Energy: Strategic Intelligence“ zeigt, dass die weltweite Kapazität erneuerbarer Energien bereits 2025 einen neuen Höchststand erreicht hat. Besonders die Region Asien-Pazifik dominiert den Ausbau: Dort lagen die installierten Windkraftkapazitäten bei knapp 700 Gigawatt, während Photovoltaik-Anlagen eine Leistung von rund 1.550 Gigawatt erreichten. Vor allem China treibt diese Entwicklung maßgeblich voran.
 

Nach Einschätzung von GlobalData bleiben Solarenergie und Windkraft die zentralen Säulen der Energiewende. 2025 entwickelte sich Photovoltaik erstmals zur größten Quelle erneuerbarer Stromerzeugung und überholte damit die Windenergie. Während Windkraftanlagen weltweit etwa 2.770 Terawattstunden Strom produzierten, lieferten Solaranlagen rund 2.800 Terawattstunden.
 

Besonders stark wächst der Solarsektor in China. Der Ausbau wird dort durch ehrgeizige Klimaneutralitätsziele, umfangreiche Investitionen entlang der gesamten Lieferkette sowie stark gesunkene Kosten vorangetrieben. Solarenergie gehört inzwischen zu den günstigsten Stromquellen. Allein China erzeugte im vergangenen Jahr etwa 1.150 Terawattstunden Solarstrom und damit rund 41 Prozent der weltweiten Photovoltaikproduktion.
 

Auf China folgen die USA und Indien. Beide Länder steigern ihre Solarstromproduktion ebenfalls deutlich: In den USA lag sie bei rund 486 Terawattstunden, in Indien bei etwa 189 Terawattstunden. Unterstützt wird dieser Ausbau durch sinkende Kosten und staatliche Programme, etwa den Inflation Reduction Act in den USA oder umfangreiche Solarinitiativen der indischen Regierung.
 

Insgesamt dominierte Photovoltaik im Jahr 2025 den globalen Mix erneuerbarer Energien mit rund 56 Prozent der installierten Kapazität. Windenergie kam auf etwa 33,5 Prozent, während Bioenergie rund 5,3 Prozent ausmachte.
 

Eine zunehmend wichtige Rolle spielt zudem künstliche Intelligenz. Sie gilt als zentraler Wachstumsfaktor für den Energiesektor, weil sie hilft, die schwankende Stromproduktion aus Wind- und Solaranlagen besser zu steuern. Durch die Analyse großer Datenmengen kann KI Erzeugungsprognosen verbessern, Batteriespeicher effizienter einsetzen und intelligente Stromnetze koordinieren. Unternehmen wie Vestas, ENERCON, JinkoSolar und First Solar nutzen solche Technologien bereits, um Anlagen effizienter und zuverlässiger zu betreiben.
 

Auch Rechenzentren entwickeln sich zu einem wichtigen Treiber der Energiewende. Der steigende Strombedarf durch Anwendungen der künstlichen Intelligenz führt dazu, dass große Technologieunternehmen verstärkt in erneuerbare Energiequellen investieren. So arbeiten etwa Google und NextEra Energy an der Entwicklung großer KI-Rechenzentren, die rein mit sauberer Energie betrieben werden sollen. Gleichzeitig kooperiert Equinix mit CleanMax bei einem Projekt für 33 Megawatt erneuerbare Stromversorgung.
 

Die weitere Entwicklung könnte allerdings regional unterschiedlich verlaufen. Politische Veränderungen unter US-Präsident Donald Trump führen laut GlobalData dazu, dass die Energiewende künftig in zwei Geschwindigkeiten voranschreiten könnte: Während die US-Bundespolitik stärker fossile Energien unterstützt und grüne Förderprogramme zurückfährt, wächst der Ausbau erneuerbarer Energien weltweit weiter.
 

Vor allem China baut seine Rolle als Motor der Energiewende aus. Dort stammten 2025 mehr als 90 Prozent des zusätzlichen Investitionswachstums aus dem Bereich sauberer Energie. Produktion und Installation von Anlagen für erneuerbare Energien trugen zudem mehr als ein Drittel zum gesamten Wirtschaftswachstum des Landes bei.
 

Insgesamt deutet vieles darauf hin, dass sich der globale Ausbau erneuerbarer Energien zunehmend von der US-Bundespolitik entkoppelt. Während sich der Ausbau in den USA verlangsamen könnte, treiben andere Regionen die Energiewende mit Rekordinvestitionen und wachsenden Kapazitäten weiter voran.  

 
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