Für Browser < IE 11 nicht optimiert. Verwenden Sie bitte einen aktuelleren Browser.
Skip to main content
Ökonwes
  • Sonne
  • Wind
  • Biomasse
  • Mobilität
  • Nachhaltigkeit(current)1
    • Nachhaltigkeit
    • Vernetzung
    • Wasser
    • weitere Energien
    • Ersatz fossiler Energie(current)2
    • Umweltschutz
    • Bauen
    • offene Briefe
    • Ansichtssache
    • Buch-Tipp
    • Heroes for future
    • Jobs
    • Ernährung und Gesundheit
    • Ökologisch Investieren
  1. oekonews
  2. Nachhaltigkeit
  3. Ersatz fossiler Energie

GLOBAL 2000 warnt: Atommüll-Export in Drittländer ist keine Lösung

19.07.2011

BM Berlakovich stimmt mangelhafter EU-Richtlinie zu

© Global 2000
© Global 2000
Die Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 kritisiert die heute im EU-Landwirtschaftsrat beschlossenen EU-Atommüll-Richtlinie scharf: "Noch vor einem Jahr wurde von den EU-Kommissionsvertretern das Verbot von Atommüll-Exporten in Drittländer als Grundbedingung bezeichnet - jetzt ist genau das laut Richtlinienentwurf erlaubt", erklärt Patricia Lorenz, GLOBAL 2000-Atomexpertin. "Hinter 'Drittland' verbirgt sich im Atommüll-Kontext Russland, mit tragisch bekannten Atomfabriken wie etwa der in Mayak, wo trotz der russischen Mitgliedschaft bei internationalen Konventionen importierter Atommüll fahrlässig wiederaufbereitet und der verbleibende Abfall unter unzureichenden Bedingungen gelagert wird", betont Lorenz. Die Umgebung des durch mehrere schwere Unfälle bekannten Komplexes in Mayak ist bereits stark mit Radionukliden belastet.
"Demokratiepolitisch ist die Richtlinie kein Ruhmesblatt der EU: Kein einziger Abänderungsvorschlag des Europäischen Parlaments wurde aufgenommen. Das Europäische Parlament sprach sich nämlich klar gegen den Export von Atommüll außerhalb der Europäischen Union aus. Offensichtlich hat nun die ungarische Präsidentschaft ihr Eigeninteresse durchgedrückt", kommentiert Lorenz die heutige Abstimmung. Noch im vergangenen November präsentierte EU-Energiekommissar Günther Oettinger einen Richtlinienentwurf, der neben umfassender Öffentlichkeitsbeteiligung bei der bislang erfolglosen Suche nach einem Endlager-Standort für den hochradioaktiven Atommüll das Exportverbot in Nicht-EU-Staaten vorsah. Der einzige Lenkungseffekt des ursprünglich vorgelegten Entwurfs wurde in letzter Minute auch noch verringert: Alle 27 Mitgliedsstaaten sollten zunächst innerhalb von vier Jahren nach Inkrafttreten der Atommüll-Richtlinie Pläne für ihre nationalen Atommüllprogramme vorlegen, in der jetzigen Version heißt es jedoch nur mehr vage "Inhalt der Nationalen Programme". "Das ist eine deutliche Aufweichung gegenüber dem ursprünglichen Entwurf. Diese Richtlinie ebnet nicht den Weg für eine Lösung des Atommüllproblems, sie skizziert nur die Ratlosigkeit in dieser Frage", so Lorenz. Denn es gibt bisher weltweit kein Endlager, auch keine technisch oder politisch-soziologisch weiterentwickelte Lösung.
Deutlich ist Artikel 12 der Richtlinie, nach dem die Mitgliedstaaten der Öffentlichkeit eine Beteiligung an der Entscheidungsfindung bei Atommülllagern sicherzustellen haben. Neben sehr allgemeinen Prinzipien zu Sicherheit und Nachhaltigkeit gibt es im Richtlinienentwurf ein prinzipielles Bekenntnis zum tiefengeologischen Lager. "Angesichts der nach wie vor völlig ungelösten Frage des Atommüllproblems bleibt der beste Lösungsansatz: Beschluss zum Ausstieg aus der Atomenergienutzung", sagt Lorenz. GLOBAL 2000 fordert: Jetzt abschalten!

Verwandte Artikel

  • Laa: Unterschriftenliste gegen grenznahes Atommüll-Endlager
  • Wiederaufbereitungsanlage Sellafield wird geschlossen
  • Atommüll: Berlakovich will Verantwortung abschieben
  • Linkliste Ersatz fossiler Energien
  • Retz: Uran im Trinkwasser
  • ZEIGE ALLE BERICHTE ZU DIESEM THEMA
  • Drucken
  • Empfehlen
19.07.2011 | Autor*in: litschauer
Zum vorigen Artikel voriger Artikel

Fukushima: Lieferstopp für Rinder

Zum nächsten Artikel nächster Artikel

Kostenwahrheit, EU-weite Normen und Haftungen für bestehende AKW`s überfällig

oekonews

Tageszeitung für Erneuerbare Energie und Nachhaltigkeit. Sonntag, 8. Februar 2026, 68.227 Artikel Online

Weitere Themen

  • Vom Altfahrzeug zur Ressource: BMW Group und PreZero starten strategische Kreislauf-Partnerschaft
  • Atom statt Wind: Tschechien blockiert die Energiewende
  • EU: Geld für Energiewende bzw. Klimarettung ist mehr als genug da!
  • Energiewende, ein Kinderspiel!
  • Zwei Webinare: Peer to Peer / Direktleitungen & Gebäudedekarbonisierung in Recht und Praxis
  • Nehmen Sie den Seitenausgang, JETZT!
  • Deutsche Umwelthilfe veröffentlicht interne Dokumente zur engen Verflechtung zwischen Olaf Lies und Gaskonzern One-Dyas: „Drohender Ausverkauf von Klima- und Meeresschutz“
  • REPORT: In Österreich keine Rede von energetischer Sanierung öffentlicher Gebäude
  • "Sicher durch die Dunkelflaute" - Ein Faktenpapier informiert
  • Mit Ultraschnellladen zur Mobilitätswende
  • zum ersten Set
  • zurück zum vorigen Set
  • 1(current)
  • 2
  • 3
  • weiter zum nächsten Set
  • zum letzten Set
13.003 Artikel | Seite 1 von 1.301

Newsletter

zur Anmeldung

Termintipp

Hainburg ’84 – Eine Bewegung setzt sich durch Termin-Tipp buchen

Oekotermine

Werben auf oekonews

Direkt an der Zielgruppe

Wichtiger Artikel

STUDIE: Ohne Energiewende mehr Rohstoffverbrauch
  • Suche
  • Impressum
  • Datenschutz
  • Über oekonews
  • Haftung
  • RSS
© 2026 oekonews.at
© Global 2000

© Global 2000