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GLOBAL 2000-Studie: Sanierung zahlt sich immer aus

08.03.2026

Rentieren sich thermische Sanierung und Heizkesseltausch finanziell? Ja! Nichtstun kommt immer am teuersten.

Sanierung.jpg
© webandi pixabay.com / Sanierung

Wien, am 26. Februar 2026 - Die Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 hat auch heuer das Ingenieurbüro   e7  beauftragt, die Rentabilität und Amortisierungsdauer von Heizkesseltausch und thermischer Sanierung zu berechnen. Untersucht wurden die thermisch-energetische Sanierung eines typischen Einfamilienhauses mit 151 m² Wohnfläche sowie eines typischen Mehrfamilienhauses mit 16 Wohneinheiten, die bisher jeweils mit Gas beheizt wurden.

„Eine thermische Sanierung schützt vor steigenden Energiepreisen, erhöht den Wohnkomfort und senkt die CO2-Bilanz. Wer jetzt im Einfamilienhaus dämmt, die Fenster tauscht und das Heizsystem optimiert, kann die Energiekosten um 85 % reduzieren und in 30 Jahren bis zu 141 000 Ꞓ sparen. Nichtstun ist finanziell und klimatechnisch die mit Abstand schlechteste Option“, rechnet GLOBAL 2000-Energieexperte Maximilian Hejda vor.
 

Modalitäten
 

Bei der Lebenszyklusbetrachtung wurden die über einen Zeitraum von 30 Jahren anfallenden Investitions-, Betriebs- und Energiekosten verschiedener Varianten gegenübergestellt. Die aktuell verfügbaren Bundes- und Landesförderungen (Einmalzuschüsse) sowie noch vorhandene Restwerte wurden mitberücksichtigt.
 

Folgende Sanierungsvarianten wurden berechnet:

  • umfassende thermische Sanierung (Dämmung von Fassade, Kellerdecke sowie oberster Geschossdecke und Fenstertausch)
  • Teilsanierung (Einfamilienhaus: Dämmung der obersten Geschossdecke und Fenstertausch; Mehrfamilienhaus: Fenstertausch)
  • Varianten mit und ohne Tausch des Heizsystems bzw. beim Mehrfamilienhaus auch eine Variante mit ausschließlichem Heizungstausch
  • eine Basisvariante, bei der nur unbedingt notwendige Investitionen und Reparaturen durchgeführt werden
  •  

Ergebnisse und Unterschiede
 

„Wir haben erstmals auch ein Berechnungsmodell für Mehrfamilienhäuser erstellt. Die Ergebnisse sind ebenso eindeutig wie beim Einfamilienhaus: Wird eine umfassende Sanierung umgesetzt und eine Wärmepumpe eingebaut, senkt das die Energiekosten um 73 %. Das macht die Sanierung auf lange Sicht auch wirtschaftlich sinnvoll. Eine Investition zahlt sich also in jedem Fall aus“, so Hejdas Appell.

In fast allen Bundesländern liegt die Variante mit der umfassenden Sanierung und der Erdwärmepumpe überraschend nur an zweiter Stelle. Die größte berechnete Kosteneinsparung wird bei der Umstellung auf eine Erdwärmepumpe ohne Sanierung erzielt – jedoch mit gleichzeitig hohem Energiekosten-Risiko. „Die Entscheidung der Bundesregierung, den Sanierungsbonus ersatzlos zu streichen, hat hier bereits einen Einfluss genommen“, kommentiert Hejda die Ergebnisse. Eine Ausnahme stellt Wien dar, wo die Förderung für die Mehrfamilienhaus-Sanierung vergleichsweise hoch ausfällt.
 

Resumee
 

Für beide Häusertypen gilt aber: Sanierung zahlt sich immer aus. Der Förder-Fleckerlteppich sorgt jedoch zwischen den einzelnen Bundesländern für teils große Unterschiede in den Kosteneinsparungen und Amortisationszeiten. Im Einfamilienhaus liegt diese zwischen 8 und 20 Jahren, im Mehrfamilienhaus zwischen 17 und 29 Jahren.

„Diese Diskrepanz sorgt für Unsicherheiten. Eine einheitliche, bundesweit geregelte Förderstruktur würde hier Abhilfe schaffen. Die Bundesregierung ist jetzt gefragt, mit der Wiedereinführung des Sanierungsbonus die Bevölkerung dabei zu unterstützen, Österreichs Wohnraum klimafit zu machen“, so Hejda. „Aber auch die Landesregierungen sind in der Pflicht, attraktive Förderangebote bereitzustellen – speziell dort, wo es aktuell überhaupt keine Förderung für thermische Sanierungsmaßnahmen gibt“ fordert Hejda vor allem in Richtung Salzburg und der Steiermark.

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