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GLOBAL 2000 kritisiert Budget: „Viele Worte, wenig Taten“ beim Klimaschutz

10.06.2026

Die Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 übt deutliche Kritik am aktuellen Budgetentwurf der Bundesregierung.

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© GLOBAL 2000/ Leo Daublebsky
Zwar werde in der Budgetrede von Finanzminister Marterbauer die Notwendigkeit von Energiewende, Klimawandelanpassung und dem Ausstieg aus fossilen Energien klar benannt, konkrete Maßnahmen im Budget selbst würden jedoch weitgehend fehlen.


„Beim Abbau umweltschädlicher Subventionen wird nur ein Bruchteil des Potenzials genutzt, gleichzeitig fehlen Ansätze für eine faire Besteuerung fossiler Übergewinne“,
kritisiert GLOBAL-2000-Klima- und Energiesprecherin Hannah Keller. Auch bei klimaschädlichen Infrastrukturprojekten werde kaum gespart, während gleichzeitig Förderungen für thermische Sanierungen reduziert würden.

Kritik an sozialer und ökologischer Schieflage

Besonders kritisch sieht die Organisation die Verteilung der Sparmaßnahmen: Während Pensionen nicht vollständig an die Inflation angepasst und Beiträge zu Sozialleistungen erhöht würden, blieben fossile Großkonzerne und sehr vermögende Personen weitgehend unberücksichtigt.
 

GLOBAL 2000 argumentiert, dass eine stärkere Besteuerung von Übergewinnen der Energiebranche sowie eine Erbschafts- und Schenkungssteuer auf große Vermögen einen wesentlichen Beitrag zur Budgetkonsolidierung leisten könnten. Stattdessen würden laut Organisation vor allem Klima- und Sozialbereiche belastet.

Zweifel an Klimapolitik und Gesetzesambitionen

Auch das geplante Erneuerbaren-Ausbau-Beschleunigungsgesetz (EABG) reicht aus Sicht von GLOBAL 2000 nicht aus, um Österreich auf Klimakurs zu bringen. Die derzeitigen Ausbauziele seien zu wenig ambitioniert, um die Klimaziele tatsächlich zu erreichen.
 

Stattdessen fordert die Organisation tiefgreifendere Maßnahmen, darunter den Stopp fossiler Großprojekte wie dem Lobautunnel sowie den Abbau umweltschädlicher Subventionen. Die dadurch freiwerdenden Mittel sollten gezielt in erneuerbare Energien, öffentlichen Verkehr und den Ausstieg aus Öl und Gas investiert werden.

 

E-Protest gegen Budgetpläne

Als Reaktion auf die aus Sicht der Organisation unzureichenden Maßnahmen hat GLOBAL 2000 einen E-Protest gestartet. Bürgerinnen und Bürger sollen damit die Möglichkeit erhalten, ihre Kritik am Budget direkt an die Bundesregierung zu übermitteln.

Links

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Tageszeitung für Erneuerbare Energie und Nachhaltigkeit. Mittwoch, 15. Juli 2026, 69.650 Artikel Online

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